Herbert (2015)

Herbert Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Herbert: Milieu- und Charakterstudie um einen ehemaligen Boxer und Geldeintreiber, der sich nach seiner Diagnose der tödlichen Krankheit ALS mit seiner Tochter versöhnen will.

Der ehemalige Profiboxer Herbert (Peter Kurth) ist 50 Jahre alt und verdingt sich als Türsteher und Schuldeneintreiber. Dabei trauert der große tätowierte Mann immer noch seiner Sportlerkarriere hinterher, als er noch „Der Stolz von Leipzig“ war. Also trainiert er in seiner Freizeit den aufstrebenden Jungboxer Eddy (Edin Hasanovic), den er auf einen Titelsieg vorbereitet. Eines Tages bekommt Herbert unerklärliche Muskelkrämpfe. Der Arzt gibt ihm eine niederschmetternde Diagnose. Herbert hat ALS, eine degenerative Erkrankung des Nervensystems, die bald zu seinem Tod führen wird. Er muss sich nun mit Muskelkrämpfen und einem kurzen Leben im Rollstuhl abfinden. Schon bald merkt Herbert, dass sein altes Umfeld ihn fallen lässt. Sogar sein Schüler Eddy kehrt ihm den Rücken und sucht sich schnell einen anderen Trainer. Unterstützt wird er nur von seiner Freundin Marlene (Lina Wendel), die der ruppige Herbert immer auf Abstand gehalten hat. Herbert sucht daraufhin die Nähe zu seiner Familie. Seine Tochter Sandra (Lena Lauzemis) hat er, seit sie sechs Jahre alt war, nicht mehr gesehen. Inzwischen hat er eine kleine Enkelin namens Ronja, die er nie kennen gelernt hat. Seine Familie hat der Vollblutboxer wegen der Karriere jahrelang vernachlässigt. Doch seine Tochter will erstmal nichts von ihm wissen. Die Krankheit und die Versöhnung mit seiner Familie werden nun zu Herberts letztem Kampf. Der Regisseur Thomas Stuber wurde in Leipzig geboren und hat zuletzt Krimis fürs deutsche Fernsehen inszeniert. Sein erster Film „Teenage Angst“ von 2008 thematisiert eine gewaltsam eskalierende Mobbing Erfahrung. Sein neues Drama wurde in Zusammenarbeit mit ARTE, dem Mitteldeutschen Rundfunk und dem Hessischen Rundfunk produziert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die grossen Zeiten als "Stolz von Leipzig", die liegen lange zurück. Das Leben hat Spuren hinterlassen auf Herberts Körper - und viele Tattoos. Sie sind Ausdruck von Herberts Träumen und seines Scheiterns. Noch immer aber kann er andere einfach dank seiner Statue einschüchtern. In der ersten Einstellung trainiert der ehemalige Box-Champion an seinem Sandsack. Herbert (Peter Kurth) schlägt präzise zu und hart. Ausserhalb der Halle arbeitet Herbert als Geldeintreiber und bricht säumigen Schuldnern die Nase, wenn es sein muss. In der Halle ist es der perfekte rechte Haken, der alles auslöschen kann! Die Schönheit und auch die Freiheit des Boxens, das versucht Herbert nun seinem Schüler Eddy (Edin Hasanovic) beizubringen. Herberts letzter Traum aber, der Wunsch nach einem Vermächtnis, wird nicht in Erfüllung gehen. Zuerst zittern seine Hände, dann folgen Krämpfe, bis Herbert eines Abends zusammenbricht. Diagnose: Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Nach und nach verfällt sein Körper und Herberts Kraft lässt nach... Thomas Stubers Debüt ist zum Glück weder Sozialdrama noch "Kranker Mann sucht nach..." Geschichte. Vor allem ist das ein besonders kitischiger und rührender Film geworden! Im guten Sinne! Die Krankheitsgeschichte wird als grosses Gefühlskino mit Pathos und dem Mut zu dicken Streichern serviert. In dem Moment, da Herberts Kräfte ihn verlassen, sucht er nach Gefühlen in seinem massigen Körper. Es liegt nun allein an dir: Kannst du dich auf diesen herrlich sentimentalen Film einlassen?

Darsteller und Crew

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