Heil (2015)

Heil Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Heil: Schrille Satire, die nicht nur Neonazis, sondern das ganze Land respektlos durch den Kakao zieht.

Nach einem Schlag auf den Kopf plappert der auf Lesereise befindliche afrodeutsche Autor Sebastian wie ein Papagei die Parolen rechter Schläger nach, deren Anführer Sven ihn in Talkshows vorführt. Sebastians so hochschwangere wie eifersüchtige Freundin Nina verfolgt ihn mit dem suspendierten Dorfpolizisten Sascha. Aber Politiker Sven hat größenwahnsinnige Pläne, um eine Angebetete mit Taten zu beeindrucken: Er will in Polen einfallen.

Ein afrodeutscher Autor redet nach einem Schlag auf den Kopf Rechtsradikales und spielt damit einem echten Nazi in die Hände. Schrille Satire, die nicht nur Neonazis, sondern das ganze Land respektlos durch den Kakao zieht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Deutsche Satire, die nicht nur Neonazis, sondern das ganze Land respektlos durch den Kakao zieht.

    Dietrich Brüggemann erkundet abermals Kontraste und stellt seinem stilstrengen Arthausdrama “Kreuzweg” eine schrille Satire gegenüber, die herrlich komisch durch ein verrückt gewordenes Deutschland wetzt, das einen absurden Eiertanz um seine Geschichtslast aufführt, bei dem der Regisseur um keine Pointe und kuriose Chaos-Idee verlegen ist. “Heil” teilt munter aus gegen Rechts wie Links, Geheimdienstbehörden, Sensationspresse, Intellektuellendiskurse, Kulturbetrieb und Medienöffentlichkeit.

    Trotz zahlreicher Akteure und Schauplätze ist das brandenburgische Provinzkaff Prittwitz zentraler Nährboden eines mit viel Filmwitz angestifteten Tumults.

    Nach einem Schlag auf den Kopf plappert der auf Lesereise befindliche afrodeutsche Autor Sebastian (Jerry Hoffmann) wie ein Papagei die Parolen rechter Schläger nach, deren Anführer Sven (Benno Fürmann) ihn in Talkshows vorführt. Sebastians so hochschwangere wie eifersüchtige Freundin Nina (Liv Lisa Fries) verfolgt ihn mit dem suspendierten Dorfpolizisten Sascha. Aber Politiker Sven hat größenwahnsinnige Pläne, um eine Angebetete mit Taten zu beeindrucken: Er will in Polen einfallen.

    Und die Trottel vom Verfassungsschutz haben bei Glatzen und Nipstern (Nazi-Hipstern) ihre Finger im Spiel, was heillos Verwirrung stiftet, die Brüggemann mit treffendem, ausuferndem Schalk genießt. Schwung und Selbstironie spazieren auf dem Terrain der Satirezeitschrift Titanic, auch wenn politische Schärfe und Tiefgang dem Slapstick und Klamauk geopfert werden. Im unentwegten und sehr einfallsreichen Pointengewitter mag mancher Running Gag Ermüdungserscheinungen aufweisen, das Gesamtkonzept geht auf. Der böse Spaß stimmt unbekümmert auf “Er ist wieder da” ein.

    tk.

Darsteller und Crew

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