Hedi Schneider steckt fest (2015)

Hedi Schneider steckt fest Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Hedi Schneider steckt fest: Tragikomödie über eine Mutter, deren Depression sie selbst und ihre Familie vor große Herausforderungen stellt.

Hedi, Uli und ihr Sohn Finn sind eine glückliche Familie. Auch wenn die Eltern ihre Karriereträume nicht ausleben können, schlagen sie sich mit Humor durch den anstrengenden Alltag. Eine Panikattacke, bei der Hedi das Gefühl hat, einen Herzinfarkt zu bekommen, entpuppt sich als das Symptom einer schweren Depression. Hedi probiert alles mögliche aus, geht zum Psychologen, macht Entspannungsübungen. Nichts hilft wirklich. Ihr Sohn kann bald nichts mehr mit ihr anfangen. Auch Uli verliert langsam die Geduld.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tragikomödie über eine Mutter, deren Depression sie selbst und ihre Familie vor große Herausforderungen stellt.

    Eine wunderbare Szene eröffnet Sonja Heiss’ zweiten Kinofilm nach ihrem hochgelobten Debüt “Hotel Very Welcome“. Titelheldin Hedi, die das alltägliche Chaos mit Job, ihren kleinen Sohn Finn und die Beziehung zu Uli patent und mit Humor managt, steckt fest, buchstäblich, im Aufzug, und spricht mit dem Diensthabenden am Notruf. Die in Situation und Dialog demonstrierte unaufgeregte, lakonische Komik und der liebevolle Blick auf seine leicht schrägen Figuren zieht sich durch den ganzen Film. Aus Komik wird bald Ernst, bitterer Ernst, wenn Hedi mit den Symptomen einer schweren Depression konfrontiert wird. Eine Panikattacke, bei der Hedi das Gefühl hat, einen Herzinfarkt zu bekommen, ist erst der Anfang. Die Krankheit wird sie nicht so schnell los wie sie aus dem Aufzug befreit wird.

    Ihre monatelange Odyssee mit verschiedenen, wirkungslosen Therapiemöglichkeiten, wie Psychologengespräch, Entspannungsübungen, harte Medikamente, die “guten” Ratschläge und Ratlosigkeit ihrer Umgebung beschreibt Heiss mit großer Ernsthaftigkeit, aber immer wieder auch mit Humor und viel Herz für Hedi, für die die größte Tragödie ist, dass sie Finn keine richtige Mutter mehr sein kann. Ihr Mann, der sich bemüht, ihr eine Stütze zu sein, verliert die Geduld, beginnt eine Affäre. Hedi steckt fest, richtig fest, aber sie kämpft. Und am Ende gibt es mit einem Familienurlaub in Norwegen einen Hoffnungsschimmer, kein ausgelassenes Happy-End. Das hätte zur realistischen, aus eigener Erfahrung der Regisseurin gespeisten Geschichte auch nicht gepasst. Laura Tonke spielt glaubwürdig jede Stimmungsnuance ihrer Protagonistin von kindlich ausgelassen bis tief verzweifelt durch und unterstützt den authentischen, anschaulichen Blick auf eine Krankheit, die oft nicht als solche wahrgenommen wird, und ihre verheerende Auswirkung für die Person und ihre Familie. Dem ernsten Thema setzt Heiss ein liebevolles und modernes Porträt einer Berliner Kleinfamilie entgegen, denen das Produktions- und Kostümdesign ein buntes Zuhause und vor allem Hedi mit einem fröhlich gemusterten Kleidungsstil ausstattet und die Kamera Berlins Stadt- und Norwegens Naturlandschaft in atmosphärisches Licht taucht ohne dabei in Postkartenklischees zu geraten. hai .

Darsteller und Crew

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