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Heat (1995)

Heat Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Heat: Dreistündige Crime-Saga von Michael Mann, in der die Schauspielikonen Robert De Niro und Al Pacino erstmals aufeinader treffen.

Das Treffen der Giganten. So wurde „Heat“ seinerzeit vermarktet. Erstmals in ihrer Karriere traten Al Pacino und Robert De Niro, damals Hollywoods renommierteste Schauspieler, in einem Film gemeinsam auf. Dass Ausnahme-Regisseur Michael Mann es dann auch noch extrem spannend machte, indem er das große Aufeinandertreffen der beiden Weltstars erst nach über einer Stunde stattfinden ließ, machte die Angelegenheit nur noch besonderer. Und um dem Ganzen die Krone des Understatements aufzusetzen, war die berühmte Szene dazu noch denkbar schlicht aufgezogen. Al Pacino und Robert De Niro trinken in „Heat“ nämlich gemeinsam einen Kaffee. Erst zum Showdown des Films stehen sich die beiden wieder gegenüber. Doch das Warten auf diese Szene lohnt sich garantiert.

„Heat“ ist in seinem Kern das vielschichtige Portrait zweier Menschen, die sich zwar sehr ähnlich sind, sich aber an den gegenüberliegenden Enden des Gesetzes wiederfinden. Pacino ist der überarbeitete, zynische Cop, der gut in seinem Beruf und schlecht zu seiner Frau ist. De Niro ist ein intelligenter Gangster, der nur noch einen einzigen Job von seiner verdienten Rente entfernt ist, die ihr liebend gern mit der einfühlsamen Kunststudentin Eady verbringen würde. Beide sind verdammt gut in ihren Professionen.

Und so rast „Heat“ mit enormer Präzision auf sein unvermeidbares Ende zu ohne dabei jemals aus der Bahn zu kommen. Neben den hervorragenden Performances der beiden Hollywood-Granden stellt „Heat“ zudem eine unglaublich intensive Action-Sequenz aus, die Filmgeschichte schrieb. Hier wird eindrucksvoll gezeigt, wie weit konventionelle Action doch von der Realität entfernt ist. „Heat“ ist ein Muss für Freunde des Action- und Gangster-Genres.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In der Hitze der Gewalt verschmelzen die Unterschiede zwischen Cop und Gangster, Jäger und Gejagtem, Gut und Böse – glaubt man dem gewagten, visionären Unterfangen, auf das sich Michael Mann (“Der letzte Mohikaner”) mit seiner knapp dreistündigen Crime-Saga aus dem Herzen der Großstadthölle Los Angeles eingelassen hat, in dem er die beiden Schauspielikonen Robert De Niro und Al Pacino erstmals gegeneinander antreten läßt. Dementsprechend hat der Regisseur seine wehmütige, stilistisch bestechende Charakterstudie des Verbrechens mit kühlem Kopf ganz bewußt als postmodernen Zusammenstoß der Titanen inszeniert, der Genrekonventionen trotzt, wo er nur kann. Würdig ist der Aufwand, mit dem “Heat” mit eigenwilliger Wildheit, abgeklärter Eleganz und Dante Spinottis süchtig machenden Bildern in ungewöhnlichen Schnittfolgen auf die Leinwand gehämmert wurde. Über 85 Drehplätze in Los Angeles erstreckt sich dieser angeblich 60 Mio. Dollar teure Bravourakt, der mit Val Kilmer, Tom Sizemore, Wes Studi, Jon Voight, Amy Brenneman und Ashley Judd bis in die kleinste Rolle perfekt besetzt wurde. Pacino und De Niro sind der Über-Polizist und der Über-Verbrecher, obsessive Perfektionisten, deren Betätigung ihr Leben bedeutet. Obwohl auf entgegengesetzten Seiten des Gesetzes agierend, fühlen sie sich ihrem Alter ego näher als den eigenen Leuten. Einen entscheidenden Unterschied gibt es: Cop Hanna (Pacino) würde sich sofort für seinen Job entscheiden, wenn er zwischen Familie und Beruf wählen müßte. Seine dritte Ehe steht ohnehin kurz vor der Scheidung. Gangster McCauley (De Niro) hingegen wünscht sich nichts mehr als Harmonie. Einer Glucke gleich hält er seine Leute beisammen und tritt schon mal als Schlichter auf, wenn sein heißblütiger Paradeschüler (Val Kilmer) Zuhause über die Stränge schlägt. Als sich der Einzelgänger in eine Grafikerin verliebt, will er nach einem letzten großen Coup aufhören. Das Duell zwischen Cop und Gangster nimmt ungeahnte Wendungen. Denn Michael Mann füllt das an sich simple Korsett mit einer Unzahl von Nebenhandlungen auf, die unmittelbaren Einfluß auf die Entscheidungen der beiden Hauptfiguren und damit den Verlauf von “Heat” nehmen. Hannas suizidgefährdete Tochter, ein gewaltgeiler Psychopath, der einen der perfekt geplanten Raubzüge McCauleys in ein chaotisches Blutbad verwandelt, und ein Auftraggeber, der McCauley ausspielen will, sind essentielle Figuren in dieser ungemein reichen Ballade vom Leben und Sterben in L.A., deren komplexer Aufbau viel Zeit in Anspruch nimmt. Wenn sich die angestaute Energie schließlich entlädt, ist das Ergebnis spektakulär und unvergeßlich: Am atemberaubendsten ist ein fehlgeschlagener Banküberfall, dessen blutige Kugelhagel-Ernte sich einem existentialistischen O.K. Corrall gleich minutenlang durch die Straßen von Los Angeles zieht; Michael Manns ultramoderne Antwort auf die Schlachtengemälde von “Braveheart”. Übertroffen wird diese gigantische Szene nur von den beiden Sequenzen, in denen De Niro und Pacino gemeinsam vor der Kamera agieren. Die erste, in der sich die Gegenspieler die Zeit nehmen, sich in einem Café über ihre Berufe, Frauen und Einsamkeit zu unterhalten, ist ein Klassiker. Später werden sich die beiden auf den Rollfeldern des Flughafens von Los Angeles wieder begegnen, um Michael Manns genialen Diskurs über den Respekt zweier Männer zueinander zu Ende zu bringen. Das Duell der Akteure entscheidet De Niro für sich, der hinter seiner maschinenhaften Maske eine verblüffende Verletzlichkeit offenlegt, die dem harten und sehr starken Film Seele gibt. ts.

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