¡ Hasta la vista, Sister! (2012)

Originaltitel: Day of the Flowers
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

¡ Hasta la vista, Sister!: Komödie mit ernsten Tönen um zwei schottische Schwestern im Kuba-Urlaub. Filmdebüt von Tänzer Carlos Acosta.

Das unbekümmerte Fashion-Victim Ailie ist genau das, wogegen ihre Schwester, die Anti-Kapitalismus-Aktivistin Rosa, protestiert. Entsprechend getrennte Leben führen beide in Schottland, bis der Tod ihres Vaters Bobby sie wieder zusammenführt. Da dessen zweite Ehefrau einen geschmacklosen Golf-Pokal aus seiner Asche fertigen will, klaut Rosa diese kurzerhand und fliegt mit Mitstreiter Conway nach Kuba. Um Bobbys Überreste am Tag der Blumen in der Heimat zu verstreuen. Gegen Rosas Willen kommt Ailie mit auf die Reise, womit der Streit programmiert ist.

Weil sie die Asche ihres Vaters in Kuba verstreuen wollen, gehen zwei grundsätzlich verschiedene Schwestern gemeinsam auf Reisen. Britische Komödie mit ernsten Tönen, eine hinreißende Ode an das herb-romantische Kuba.

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Berührend ehrliche Komödie mit ernsten Tönen, in der zwei schottische Schwestern ihr Familiengeheimnis in Kuba aufdecken.

    Als typische Romcom mag John Roberts Werk beginnen – aber mit derlei Konventionen spielt der Kinderfilmer (“Krieg der Knöpfe”) nur. Er verwendet Komik als Ausgangspunkt für eine spöttische Charakterstudie zweier rivalisierender Schwestern, die ihre Beziehung und Herkunft klären. Neben stark gespielten éducation sentimentale, ist es die Insel Kuba, die mit lieblich-herben Charme verzaubert. Roberts Ode an Land und Kultur nutzt dezente Feel-Good-Töne für die bewegende Auflösung eines sensiblen Reifungsprozesses.

    Rosa (ungeschminkt: Eva Birthistle) ist eine verbissene Anti-Kapitalismus-Aktivistin, ihre Schwester Ailie (Charity Wakefield) exakt das, wogegen Rosa Sturm läuft: ein Fashion-Victim im unbekümmerten Konsumwahn. Bevor die zweite Ehefrau ihres verstorbenen Vaters Roddy auf der Trauerfeier seine Asche zu einem Golf-Pokal fertigen kann, klaut und überführt die resolute Rosa sie mit Kumpel Conway (Bryan Dick) nach Kuba, um am “Day of the Flowers” (Originaltitel), die Asche ihres Vaters in seiner Heimat zu verstreuen. Mit dabei: Ihr verhasstes Schwesterherz.

    Ein Abenteuer, das aus romantischer Sicht verhalten ausfällt. Es widmet sich mit witzigen Beobachtungen und Wortwechseln den Charakteren, allen voran Rosa, um nach und nach den melodramatischen Kern offenzulegen. Die vermeintlich unabhängige Weltverbesserin ist neben dem attraktiven Glamour-Schwan Ailie nicht nur das hässliche Entlein – sondern auch die emotional Unreifere, die zwischen zwei Männern wählt (Kubas Ballettstar Carlos Acosta als integrer Helfer und Christopher Simpson als Beznesser, ein Heiratsschwindler, dem sie auf den Leim geht) und sich für den Falschen entscheidet. Das Recht darauf – und aus Fehlern zu lernen – ist ein angenehm reifes Filmmerkmal. Sowie die menschlichen Figuren, die ihren Klischees widersprechen.

    Dabei lernt Rosa die Wahrheit über ihre Eltern und Kuba: Sie wird von blauäugigen Vorstellungen kuriert, was Roberts mit einer von legeren Bossa-Rhythmen unterlegten, authentischen Reise in den Sozialismus unterstreicht. Seine Verneigung vor Land, Leben und Mentalität kommt ohne Postkartenansichten aus. Kein süßliches, aber ein betörendes Porträt des heutigen Kuba, das mit Romantisierungen aufräumt. Um zugleich mit einer sympathischen Ballade zu verzaubern, die berührend ehrlich davon handelt, eigene Gefühle zu entdecken und über den eigenen Schatten zu springen. tk.

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