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Happy Feet (2006)

Happy Feet Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Happy Feet: Sensationell realisiertes CGI-Musical von "Babe"-Macher George Miller über einen jungen Pinguin, der sich als wahres Steptanzwunder erweist.

Tief unten in der Antarktis muss ein Pinguin ein guter Sänger sein, um irgendwann einmal den Partner fürs Leben zu finden. Nur mit einem individuellen Song kann nämlich der andere in der Masse ausgemacht werden. Schlechte Karten hat der kleine Mumble, denn der Sohn von Elvis und Norma Jean kam stumm zur Welt. Dafür kann Mumble wie kein zweiter steppen. Das ist momentan zwar noch keine besonders angesehene Sache, aber diesem Zustand kann man ja abhelfen.

Regisseur George Miller, einst in “Babe” mit richtigen Tieren unterwegs, entdeckt die Computeranimation und setzt dem tanzenden Pinguin ein Leinwanddenkmal.

Im Land der Kaiserpinguine im Herzen der Antarktis machen die Pinguine nichts lieber, als lauthals Lieder zu singen. Tatsächlich braucht jeder von ihnen einen ganz speziellen Song, um seinen ihm zugedachten Partner finden zu können. Ausgerechnet Mumble, der Sohn von Elvis und Norma Jean, ist der schlechteste Sänger, den man sich denken kann. Dafür ist er der beste Steptänzer weit und breit. Das Abenteuer kann beginnen, denn Mumble kämpft um die Erfüllung seiner Träume.

Die Antarktis. Hier leben die Kaiserpinguine, die in der Regel nichts lieber tun als lauthals zu singen. Diese Fähigkeit ist insbesondere bei der Partnersuche wichtig. Denn man braucht als Pinguin einen ganz speziellen Song, um seinen ihm zugedachten Lebensgefährten auch wirklich zu finden. Leider ist der putzige Mumble so ziemlich der mieseste Sänger, den man sich vorstellen kann. Dafür kann er ausgezeichnet steppen. Die Frage lautet nur: Wird Mumble in einer Welt, in der lediglich eine gute Stimme zählt, damit reüssieren können?

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (4)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Erstklassige Unterhaltung, die beweist, dass Tiere nicht verniedlicht werden müssen und dass reale Welten und reale Probleme auch im Animationsfilm Platz haben. Der forcierte Einsatz moderner Bildcomputer lässt hier nicht über die Technik staunen, sondern über die Natur. Bildgestaltung und Musik-Track sind virtuos, die originelle Story mit den tanzenden und singenden Pinguinen bietet ein furioses Spektakel.

    Jurybegründung:

    Die Natur wird vom Kinderfilm immer wieder als massiv überhöhte, geschönte, verniedlichte Vorlage für eine Abenteuerwelt voller kindlicher Knuddelwesen genutzt. So erlaubt das ist, "Happy Feet" macht sich die Sache schwerer: die große Gemeinde der Pinguine am Südpol ähnelt nicht zum Leben erweckten Stofftieren.

    Von Beginn an leisten die naturnahen Bewegungsmodelle der computeranimierten Figuren, ihre keinesfalls bis zur Charakterkopfhaftigkeit ins Menschliche verzerrten, sondern fremd belassenen Vogelköpfe und auch manches Detail korrekten natürlichen Verhaltens (erwachsene Tiere füttern den Nachwuchs durch Herauswürgen der Nahrung von Schnabel zu Schnabel) der Verflüchtigung ins Phantastische Widerstand. Das scheinbare Idyll wird denn auch zunehmend überschattet von Vorzeichen der ökologischen Katastrophe, von den verheerenden Auswirkungen menschlichen Handelns auf den Lebensraum Südpol.

    "Happy Feet" schafft es, die Mensch-Natur-Beziehung zunehmend zu problematisieren, die katastrophalen Umgestaltungen der Biosphäre anzuprangern und selbst das Kindern vertraute Naturbegegnungsmodell "Zoobesuch" in Frage zu stellen, ohne die Kinder mit den Problemen allein zu lassen, ohne sie um den Preis weisen Kopfnickens erwachsener Zuschauer bloß Hilflosigkeit und Bedrückung auszuliefern. Den kleinen - und durchaus auch den großen - Zuschauern wird hier die Möglichkeit und Notwendigkeit des korrigierenden Handelns angepriesen. Eine dramatische Konfrontation von Mensch und Natur wird in einen spielerischen Dialog überführt: aus Interessendurchsetzung wird Interessenausgleich.

    Dieser so mutigen wie souveränen Überführung des Idylls in die Katastrophe und der Katastrophe in die Regeneration, der Drehbuchleistung also, entspricht die Virtuosität der Bildgestaltung, die phantastisches Fabulieren und Respekt vor der Natur, furioses Spektakel und dokumentarische Wucht vereint. Die virtuelle Kamera wird so entfesselt, dass uns die Vitalität, die Lebenskraft, aber auch der Lebenswille der Natur als beständiges Tanzfest erscheinen. Der Held, der steppende Pinguin, ist nur scheinbar Ausnahmefall, in Wahrheit aber verdichtetes Prinzip dieser Natur: selbst die Hatz der Jäger auf die Beute, selbst das Spiel der Starken mit den Schwachen wird zum Ballett, ob nun hungrige Robben die Pinguine durchs Wasser jagen oder Orcas die Vögel mit ihren Schwanzflossen wie Federbälle hin- und herschlagen. Hier wird in dramatisch aufgeladenen Momenten das Fressen-und-Gefressenwerden-Prinzip der Natur nicht dämonisiert, nicht moralisierend mit Gut und Böse belegt, sondern wortlos, allein durch die Eleganz, Raffinesse und Dynamik der Präsentation als Teil der Schönheit der Schöpfung präsentiert und akzeptiert.

    Doch so konsequent er Weltsicht aus Ästhetik heraus entwickelt, so bedacht ist "Happy Feet", die Einsicht in die Fressketten der Natur nicht zum Lobpreis des Sozialdarwinismus' werden zu lassen. Innerhalb der Arten gelten andere Regeln, gilt die Verpflichtung zur Solidarität, und an den Menschen als machtvollstes, mit den meisten Handlungsoptionen ausgestattetes Lebewesen werden besonders hohe Ansprüche gestellt: von ihm wird erwartet, dass er zum Wohle aller Geschöpfe handelt.

    "Happy Feet" verbindet nahtlos Spaß und Pädagogik, und der forcierte Einsatz moderner Bildcomputer lässt uns nicht über die Technik staunen, sondern über die Natur.

    Die Geschichte, die Außenseiter der Pinguingesellschaft, zu Helden werden lässt, die sich gegen die verkrusteten Strukturen der eigenen Gesellschaft entgegenstellen, ist höchst liebevoll, amüsant erzählt und handwerklich brilliant umgesetzt. Selten hat ein CGI-animierter Film den Realfilm so gekonnt imitiert, dass man zum Beispiel bei den Unterwasserszenen das reale Vorbild "Reise der Pinguine" vom CGI-Film kaum unterscheiden kann. Die Choreographie und die Musik sind herzerwärmend. Der Film ist durchaus auch für den Schulunterricht aller Altersstufen gut einsetzbar, weil er auf höchst vergnügliche Weise auch den Bildungseinrichtungen, dem Umweltschutz und dem Schutz der Artenvielfalt dienlich ist.

    "Happy Feet" weist nicht nur die von einer derartigen Produktion zu erwartende technische Perfektion auf, sondern unterscheidet sich mit seinem ebenso amüsanten wie wirklich originellen Ansatz deutlich von anderen CGI-Filmen mit sprechenden und auch singenden Tieren. Dabei muss man dem Film nicht nur zu gute halten, dass er sich für Außenseiter stark macht und zeigt, dass man sich nur auf sein persönliches Talent verlassen muss, um seinen Weg zu gehen und sein Glück zu finden.

    Jenseits dieser moralischen Botschaft, die mit beschwingter Leichtigkeit erzählt wird, ist "Happy Feet" einfach erstklassige Unterhaltung, deren Rhythmus man noch lange im Kopf mitnimmt. Natürlich denkt man unweigerlich erst einmal 'nicht schon wieder sprechende Tiere, nicht schon wieder Pinguine', aber diese Voreingenommenheit verwirft man mit jeder Minute nur zu gerne. Auf Grund der großen Originalität der Story, des wunderbaren Soundtracks und der zum Teil wirklich urkomischen Szenen hebt sich der Film deutlich aus der Menge der wertvollen Animationsfilme heraus und hat sich ein "Besonders wertvoll" redlich verdient.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • In der Welt des Animationsfilms spielt der Niedlichkeitsfaktor bisweilen eine große Rolle. In diesem Fall wird er hin und wieder auf die Spitze getrieben. Immerhin bevölkern steppende, rappende und singende Pinguin-Babys das Bild. Glücklicherweise hat der Film aber noch mehr zu bieten.

    Zum Beispiel lässt sich an ihm besonders gut sehen, wie stark sich der Animationsfilm in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, denn der Blick wird in den nahezu ausnahmslos weiß-blauen Hintergründen nicht durch bloße Farbigkeit abgelenkt. Nur unter Zuhilfenahme von Licht- und Schatteneffekten werden die Schnee- und Eislandschaften der Antarktis in geradezu fotorealistischer Weise animiert. Da wirken dann auch die Realaufnahmen der Menschen, welche in die animierten Bilder integriert werden, nicht übermäßig befremdlich.

    Dass die Pinguine an diesen Realismus nicht ganz heranreichen, liegt vor allen Dingen daran, dass sie nach wie vor individuelle Merkmale benötigen, um den Wiedererkennungseffekt zu gewährleisten. Und dieser ist im Gewusel hunderter Pinguine defintiv notwendig. Trotz dieser bewussten Abweichungen von der Realität, legten die Gestalter von „Happy Feet“ viel Wert auf eine detailgetreue Darstellung ihrer Figuren. Und das auch in Bereichen, die den Zuschauern auf den ersten Blick wohl gar nicht auffallen werden. Wer achtet schließlich darauf, ob ein Federkleid in reeller Zeit zu trocknen beginnt?

    Es gibt zwei deutlich voneinander abgegrenzte Haupterzählstränge. Wird zunächst die Geschichte eines Außenseiters erzählt, der versucht, seine große Liebe zu erobern, wird der Film mehr und mehr zur Odyssee eines Ausgestoßenen, der bereit ist, das Äußerste zu riskieren, um in die Gesellschaft integriert zu werden. Denn auch wenn es vielleicht den Anschein hat, es gehe ihm darum, selbstlos sein Volk zu retten, ist der eigentlich Antrieb für sein Handeln wohl eher egoistischerer Natur.

    Diese Einschränkung seiner Heldenrolle unterstützt durchaus die Sympathie, die man für den jungen Pinguin Mumble aufbringt. Charakterstark erweist er sich schließlich auch, wenn er deutlich macht, dass er sich nicht verbiegen oder verändern wird, um anderen zu gefallen. Er, der anderen mit Offenheit und Toleranz begegnet, erwartet diese Behandlung auch für sich selbst.

    Aber die moralischen oder kritischen Aspekte sind – abgesehen vielleicht von der offensichtlichen umweltpolitischen Anklage – nicht eigentlicher Mittelpunkt des Films. Das animierte Musical mit namhaften Stars in der Originalbesetzung will in erster Linie unterhalten. Und diese bisweilen rasante Unterhaltung drängt sich vor allem durch die Begegnung Mumbles mit den Adelie-Pinguinen in den Film. Denn die können weder ihre Leidenschaft noch ihren Schnabel im Zaum halten, was dazu führt, dass zunehmender Wortwitz die Dialoge beherrscht.

    Leider gelingt es dem Film nicht immer Dramatik und Komik in ausgewogener Weise zu präsentieren. Der Handlungsverlauf wird durch einige Erzählsprünge irritiert und auch die Geschichte selbst weist kleinere Lücken auf. Doch insgesamt betrachtet liefert „Happy Feet“ gute Unterhaltung für die ganze Familie und das auf hohem Animations-Niveau.

    Fazit: Das Animations-Musical mit Niedlichkeitsgarantie liefert gute Unterhaltung für die ganze Familie.
  • Sensationell realisiertes Animationsabenteuer um Pinguine vom “Ein Schweinchen namens Babe”-Macher, mit dem Pixar ein frostiger Konkurrenzwind entgegenbläst.

    Regisseur und Autor George Millers vielseitige Credits umspannen so gegensätzliches Material wie die harte Action von “Mad Max’ und den famosen Familienfavoriten “Babe”. All seine Liveaction-Erfahrung nutzt der Australier nun mit exzellentem Effekt für seinen ersten Animationsfilm. Ausgefeilte Bildkompositionen, fantastische Farbgestaltung, fließende Kamerafahrten sowie souveräner Schnitt vermitteln gekoppelt mit den realistischen Details den Eindruck ungewöhnlich ambitionierter Familienunterhaltung. Die smarte Story, welche der offenkundig tier- und naturliebende Miller in Zusammenarbeit mit drei weiteren Autoren verfasste, ist mit ihrer Thematik um einen liebenswerten Außenseiter, der seinen Platz im Leben sucht und menschlicher Naturzerstörung auf den Grund kommen möchte, im Grundtenor relativ konventionell. Durch interessante Charakterzeichnung, witzige (Pop)Kulturreferenzen und vielseitige Subplots ist das Gesamtergebnis jedoch erfrischend originell, da auf Klischees und Moralbotschaften verzichtet wird.

    Diese neue CGI-Eiszeit bricht mit einem musikalischen Auftakt ein, in dem sich die Eltern des Protagonisten Mumble erstmals mit ihrem jeweiligen “Herzsong” besingen. Denn alle Kaiserpinguine sind (wie mehrfach mit Hits der letzten 50 Jahre belegt wird) großartige Sänger, was es umso schlimmer macht, dass Mumbles einziges Talent Steptanz ist. Deswegen wird er vom fanatischen Hohepriester ihrer Kolonie gar beschuldigt, durch sein “Anderssein” für den Mangel an Fischen verantwortlich zu sein. Traurig zieht Mumble los, den wahren Grund für den Futtermangel in Erfahrung zu bringen. Unterwegs trifft er eine fünfköpfige Gang von Latino-Pinguinen und ihren selbsterklärten Guru Lovelace, die für den humorvollen Aspekt des Films verantwortlich zeichnen. Gemeinsam kommen sie an eine verlassene Walfisch-Fabrik der als “Vernichter-Aliens” beschriebenen Menschen, womit der Erzählton eine nachdenkliche Note anschlägt, ohne übermäßig sentimental oder für die kleinen Kinogänger verstörend zu sein. Nach Mumbles Odyssee kehrt er schließlich zurück in die Heimat, wo tausende Pinguine zum Happy End (mit leise-kritischen Vorbehalten) kathartisch zu Stevie Wonders Superhit “Sir Duke” tanzen.

    Atemberaubende Actionsequenzen wie ein an Kunstflugmanöver erinnerndes Unterwasser-Ballett, die Konfrontation mit einer gefräßigen Leopardenrobbe und zwei Killerwalen oder eine “extremsportliche” Eisbergbauchtalfahrt werden wie die fetzigen Tanzeinlagen durch Motion-Capture-Verfahren verblüffend lebensecht gestaltet. Insgesamt geht diese begeisternde Familienunterhaltung dermaßen ins Herz und ins Bein, dass die Reise auch dieser Pinguine an die Chartspitzen unaufhaltsam sein wird. ara.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Lidl legt Kids-DVDs ins Osternest

    Der Discounter setzt auf den Osterhasen - und hat diese Woche viele DVDs für Kinder und Familie im Angebot.

  • Matt Damon lehnte "Avatar"-Hauptrolle ab

    "Bourne"-Star Matt Damon hatte keine Lust auf den "Avatar"-Job und auch Jake Gyllenhaal winkte ab.

  • Hollywood hat Brittany Murphy gebrochen

    Kein Herzfehler, sondern ein gebrochenes Herz soll den Tod von Brittany Murphy verursacht haben - meint ihr Ehemann!

  • Pitt und Damon freunden sich mit Pinguinen an

    Happy Feet begeisterte 2006 ein breites Publikum. Da verwundert es nicht, dass man eine Fortsetzung des Animations-Musicals plant und sich dafür die Stimmen bekannter Hollywood Stars sichert. Die singenden und tanzenden Pinguine sollen Ende 2011 in die Kinos kommen und Brad Pitt (Der seltsame Fall des Benjamin Button) und Matt Damon (Der Informant!) werden zwei Pinguinen ihre Stimme leihen. Die Schauspieler bekommen...

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