Gregs Tagebuch - Ich war's nicht (2012)

Originaltitel: Diary of a Wimpy Kid: Dog Days
Gregs Tagebuch - Ich war's nicht Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (2)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Gregs Tagebuch - Ich war's nicht: Dritte Fortsetzung der Abenteuer des jungen Schülers Greg, der auch in den Ferien von einer Peinlichkeit in die nächste stolpert.

Endlich, das Schuljahr ist rum und es geht in die lang ersehnten Sommerferien. Zu Gregs großem Unmut bestimmt jedoch sein Vater, wie die Ferien verbracht werden. So landet Greg in einem Campingurlaub mit einer drögen Pfadfindergruppe. Doch ein paar unerwartete Ereignisse führen zum vorzeitigen Abbruch der Reise und Greg darf stattdessen zu seinem Kumpel Rupert in den Country Club. Dort trifft er auch seinen Schwarm Holly. Gerade, als alles perfekt scheint, droht Gregs älterer Bruder Roderick ihm die Tour zu vermasseln.

Greg wird in den Ferien zunächst in eine Pfadfindergruppe abkommandiert, kommt dann aber später doch noch seinem großen Schwarm näher. Zweite Fortsetzung der Abenteuer des jungen Schülers Greg, der auch in den Ferien von einer Peinlichkeit in die nächste stolpert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Als vor zwei Jahren die erste Verfilmung von Jeff Kinneys erfolgreiche Jugendbuch-Reihe "Gregs Tagebuch" in die Kinos kam, konnte man darüber noch richtig gut lachen. Der Film war gelungen, die Charaktere gut gemacht und wirklich zum Gernhaben. Ein Gesamtpaket, das ebenso charmant wie wirklich niedlich und amüsant war. Zachary Gordon schien damals die ideale Besetzung für den mürrischen Greg zu sein, der sich mit der Schule rumschlug und den nebenbei auch noch andere typische Sorgen wie Geschwister, Klassenkameraden und die erste Liebe plagten. Ein zusätzlicher Bonus war die äußerst begabte Chloe Grace Moretz, die damals eine Nebenrolle inne hatte. Moretzs Karriere ist aber im ständigen Aufschwung und so sah man die Schauspielerin in keiner der Fortsetzungen.

    Mittlerweile sind wir mit "Gregs Tagebuch - Ich war´s nicht" beim dritten Teil angekommen. Dem Film fehlt allerdings der Witz und Pepp, die vor allem den ersten Teil noch ausmachten. Das ist aber noch nicht das größte Problem. Viel gravierender ist die Tatsache, dass Zachary Gordon seiner Rolle schlichtweg schneller entwachsen ist, als das Produktionsteam hinterherkommen konnte. Man hat seit 2010 zwar einen Film pro Jahr drehen können, aber kleine Jungs wachsen bekanntlich schnell. Zachary Gordon wirkt mittlerweile entschieden zu alt für Greg und erste männliche Züge haben den Niedlichkeitsfaktor auch zunichte gemacht. Das ist schade.

    Dem könnte man zwar entgehen, indem man die Figur dem Darsteller angepasst altern lassen würde, dafür sind die Witze der Greg-Reihe aber zu handzahm und zu sehr auf das Kindliche fixiert. Junge Zuschauer könnten den Film dennoch als recht unterhaltsam empfinden. Denn die Nähe zur Realität lässt sich nicht von der Hand weisen. Die Art und Weise, auf die Regisseur David Bowers seine Darsteller die Sommerferien erleben lässt, ist fern von Hollywood-Flair und auch über geographische Grenzen hinweg relevant.

    Eigentlich möchte Greg seine freie Zeit selbst bestimmen können und vor allem schlafen und Videospiele spielen. Der Papa sieht das aber anders und so erlügt der Junge sich einen Ferienjob, der es ihm erlaubt, ständig am Pool zu sitzen und Smoothies zu schlürfen. Dann ist da noch der große Schwarm, der beeindruckt werden will und mit Gregs bestem Freund Rowley ist es auch alles nicht so einfach. Dieser ist nämlich gerne noch ein bisschen Kind und hat nix dagegen, Zeit mit seinen klammernden Eltern zu verbringen.

    Die Geschichte ist simpel, aber liebenswert. An die Vorgänger kommt der dritte Teil "Gregs Tagebuch - Ich war´s nicht" zwar nicht mehr ran, die Zielgruppe wird er wohl dennoch nicht komplett verfehlen.

    Fazit: "Gregs Tagebuch - Ich war´s nicht" ist um einiges weniger gelungen als die Vorgänger, bietet aber eine liebenswerte Geschichte und dürfte der Zielgruppe noch ganz gut gefallen.
  • Im dritten Teil der Pubertäts-Comedy nach den Erfolgs-Comic-Romanen von Jeff Kinney steht der Culture Clash zwischen altmodischem Dad und Games-süchtigem Sohn im Zentrum.

    Was als illustrierte Roman-Reihe hervorragend funktioniert, Autor Jeff Kinney verkaufte von seinen pubertären Jungenfantasien bereits mehr als 75 Millionen Exemplare, hat im Kino leichte Startschwierigkeiten, insbesondere hierzulande. Doch der Trend steht auch leinwandmäßig auf Erfolg. Wollten Gregs erste Abenteuer “Von Idioten umzingelt!” 2010 rund 100.000 Besucher sehen, waren es ein Jahr später bei Teil zwei “Gibt’s Probleme?” bereits mehr als 300.000. Und es spricht viel dafür, dass Nummer drei dieses Ergebnis locker toppen wird. Das liegt zum einen daran, dass die Figur des weiterhin von Zachary Gordon trefflich verkörperten Greg immer bekannter wird und in den Pausenhöfen der deutschen Schulen inzwischen zum Gesprächsstoff avanciert ist, zum anderen an der urkomischen Aufbereitung von elterlichen Erziehungsmethoden und den originellen Tricks der Kids, diese zu unterwandern.

    Dabei kommt es in “Ich war’s nicht” zum regelrechten Culture Clash zwischen Vater und Sohn. Während Dad – sympathisch-überfordert dargestellt von Steve Zahn, früher selbst Protagonist diverser Teen-Späße – in den bevorstehenden Sommerferien mit aller Gewalt eine Freizeitbeschäftigung finden will, die beiden Spaß macht (Angeln, Lesen, eine Schlacht aus dem Bürgerkrieg nachstellen…), wäre Greg mit einer Playstation und Videogames, die für sein Alter unangemessen sind, mehr als zufrieden. Dass der junge Mann irgendwann dann doch die häuslichen vier Wände verlässt, ist einzig und allein seinen Hormonen zu verdanken. Denn Klassenkameradin Holly (süßer Augenschmaus: Peyton List) weilt in einem exklusiven Country Club, und Greg würde ihr dort zu gerne den zarten Rücken mit Sonnencreme einreiben.

    Großes Kino ist auch das dritte “Tagebuch” nicht, und will es auch nicht sein – eher schon eine zum Spielfilmformat aufgeblasene Sitcom, in der neben den üblichen Schwarzweiß-Comic-Einsprengseln, wie man sie aus den Büchern kennt, in erster Linie episodenartig aus dem Leben eines unterprivilegierten Pubertierenden berichtet wird. Das ist zuweilen äußerst komisch, wenn sich “Sportskanone” Greg etwa auf dem Tennisplatz bis auf die Knochen blamiert oder beim Sprung vom Fünf-Meter-Brett seine Badehose verliert, kann manchen aber auch nerven, wenn der junge Mann ständig all seine Aktionen aus dem Off kommentieren muss. Bizarrer Höhepunkt der die Grenzen des guten Geschmacks zuweilen auslotenden Slapstickshow ist schließlich der Versuch, den Sonntagsbraten vor dem geifernden Haushund zu retten, was nur bedingt gelingt, die Beteiligten aber nicht daran hindert, das nur notdürftig gereinigte Stück Fleisch später dem ahnungslosen Rest der Familie zu servieren. Na dann guten Appetit. lasso.

Darsteller und Crew

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