Gangster Squad (2012)

Gangster Squad Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 3
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3.8

Filmhandlung und Hintergrund

Gangster Squad: Actionreicher Gangsterthriller mit Josh Brolin, Ryan Gosling und Nick Nolte als Top-Cops, die Jagd auf Mafiaboss Mickey Cohen (Sean Penn) machen.

Los Angeles, 1949. Der ehemalige Boxmeister Mickey Cohen beherrscht als mitleidloser Mafioso brutal das Drogen- und Prostitutionsgeschäft der Stadt. Polizeichef William Parker beschließt ein Undercover-Team gegen ihn zusammen zu stellen. Er rekrutiert den Kriegsveteranen John O’Mara, den dandyhaften Sergeant Jerry Wooters, sowie vier weitere Männer. Das dreckige halbe Dutzend erweist sich als effektive Waffe gegen Cohen. Sie greifen seine Geschäftsstellen an, zerstören Geld und Drogen und liefern sich mit seinen Schergen ausgedehnte Schussgefechte.

Um der Schreckensherrschaft von Mickey Cohen im Los Angeles der Vierziger Herr zu werden, wird eine Sondereinheit gegründet. Stark stilisierter, actionreicher Gangsterthriller um eine Eliteeinheit von Polizisten, die Jagd auf Mickey Cohen macht.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
1 Stimme
4
 
0 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Danny Ocean hätte diese Jungs nicht gerne als Gegenspieler! Denn die Gangster Squad zieht keine Samthandschuhe an.
  • Aufwändig produzierter Gangsterfilm mit beeindruckender Besetzung um einen inoffiziellen Elitekader des LAPD, der gegen Unterweltboss Mickey Cohen und seiner Verbrecherorganisation wagemutig zu Felde zieht.

    Ursprünglich sollte der von “Zombieland”-Regisseur Ruben Fleischer stark stilisiert inszenierte Crime-Thriller voller hyperkinetischer Actioneinlagen bereits sechs Monate früher in den US-Kinos veröffentlicht werden. Doch die Szene einer Schießerei in einem Kino bewog das Studio – in Rücksicht auf das Aurora-Massaker – zu einigen Veränderungen. Geschnitten und einige Reshoots später schwelgt das temporeiche Cops-and-Gangsters-Schaustück mit eiskalt serviertem trockenen Humor in traditionellen Genreelementen. So manche respektvolle (als auch augenzwinkernde) Hommage wird dabei Filmen wie “Chinatown”, “The Untouchables”, “Scarface” und “Goodfellas” gezollt. Die Story wurde vom gleichnamigen, auf Tatsachen basierenden Buch des Journalisten Paul Lieberman inspiriert. Das klassische B-Movie-Drehbuch voller Film-Noir-Konventionen schrieb Will Beall.

    Los Angeles, 1949. Der ehemalige Boxmeister Mickey Cohen (Sean Penn im cholerischen Over(-Acting)Drive) wird als mitleidloser Mafioso vorgestellt, der brutal das Drogen- und Prostitutionsgeschäft der Stadt beherrscht. Polizeichef William Parker (ein unterbeschäftigter Nick Nolte) beschließt, Feuer mit Feuer zu bekämpfen und beauftragt Sergeant John O’Mara (Josh Brolin perfekt als hartgesottener Haudegen alter Schule), ein Undercover-Team gegen Cohen zusammen zu stellen. O’Mara rekrutiert unter anderen den dandyhaften Sergeant Jerry Wooters (Ryan Gosling), der prompt mit Cohens sexy Liebchen Grace (Emma Stone als Femme Fatale von Jessica-Rabbit-Proportion) anbandelt. Weitere Teammitglieder (die leider allesamt etwas eindimensional angelegt sind) werden von Giovanni Ribisi, Robert Patrick, Michael Pena und Anthony Mackie gespielt. Das dreckige halbe Dutzend erweist sich nach einem verpatzten Anlauf, bei dem zwei von ihnen kurzzeitig im Knast landen, als effektive Waffe gegen Cohen. Sie greifen seine Geschäftsstellen an, zerstören Geld und Drogen und liefern sich mit seinen Schergen ausgedehnte Schussgefechte. In einem Hotel kommt es schließlich zum überspitzten Showdown, der sich vor “Scarface” und “The Untouchables” verneigt.

    Die romantische Komponente wirkt insgesamt ein wenig untertourig, auch wenn Gosling und Stone über die richtige Chemie miteinander verfügen. Etwas emotionaler erweisen sich Brolins Szenen mit seiner schwangeren Frau, die für ihn durch Kugelhagel gehen würde. Der elegante Retrolook des Setdesigns und die tadellosen Kostüme rufen optisch Erinnerungen an “L.A. Confidential” wach, die übersteigerten an “Dick Tracy” erinnernden cartoonhaften Gewalteruptionen mit Zeitlupen-Effekten sind hingegen mehr Timur Bekmambetows Stil (“Wanted”) verbunden. Akustisch unterstützt der wuchtige Orchesterscore von Steve Jablonsky (“Transformers”-Reihe) die schnell geschnittene Action inklusive furioser Autoverfolgungsjagd, so dass auch hier aus vollen Rohren gefeuert wird. All das macht den Gangster-Actionthriller gerade für ein junges Publikum zugänglich. ara.
  • Gewalt ist in „Gangster Squad“ der ständige Begleiter richtiger Männer. 1949 waren die furchtlosen Typen, die Fäuste und Waffen zu gebrauchen wussten, noch nicht aus der Mode. Vor allem in Los Angeles, denn dort hatte sich der Verbrecher Mickey Cohen eingenistet und die Polizei versuchte ihn mit den gleichen brutalen Mitteln zu bekämpfen. Diese wahre Episode aus der Geschichte der kalifornischen Stadt schildert die gleichnamige Buchvorlage von Paul Lieberman. Regisseur Ruben Fleischer (“Zombieland“, “30 Minuten oder weniger“) verwendet sie für eine die Härte überbetonende Hommage an den Gangsterfilm alter Schule.

    Wenn die sechs guten Cops mit Utensilien, die vom Hammer bis zum Maschinengewehr reichen, losziehen, um Cohens Casinos und Läden zu zertrümmern, haben sie den Segen des Polizeichefs: Es gehe um die Seele von Los Angeles, hat er ihnen ans Herz gelegt. Anführer John ist so geradlinig wie die Geschichte: Einmal in Fahrt, boxt er sich durch, selbst wenn ihm Granaten um die Ohren fliegen. Dieser Vorzeige-Amerikaner vom alten Schlag hat eine nicht minder harte Ehefrau, die dem Kugelhagel der Gangster trotzt, indem sie ein Kind zur Welt bringt. Mit solchen Übertreibungen scheint der Regisseur den alten Heldentypus sowohl karikieren, als auch feiern zu wollen.

    In gehobener Stimmung ist der Film sowieso, wenn er einen Kampf mit Rock'n'Roll-Musik unterlegt, die Wucht der Schläge und Kugeln mit leichter Zeitlupe betont. Oder wenn er von einem grausigen Mord, den Cohen begeht, auf einen Burger am Grill schneidet. Die Abgebrühtheit der guten Männer, die Hut und Anzug tragen, erschreckt, verleiht ihren ehrbaren Motiven aber auch Nachdruck. Bei dieser Offenheit gegenüber Gewaltszenen wirkt dann selbst der Polizeichef nicht lächerlich mit seiner unzeitgemäß schweren und salbungsvollen Sprache.

    Mit bitter klingenden Voice-Over-Kommentaren huldigt die Inszenierung auch den Noir-Filmen. Der junge Womanizer Jerry und seine Flamme Grace (Emma Stone), die Cohens Begleiterin ist, tarieren als cooles Pärchen die biedere Einfachheit der anderen Guten aus. Wenn sie auftauchen, wirken die eleganten Restaurants und Tanzlokale von damals erstaunlich aktuell.

    Fazit: Ruben Fleischers “Gangster Squad“ irritiert und fasziniert als eine Hommage an altmodische Crime-Filme, die Gewalt und Härte überbetont.
Alle ansehen

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Singt Emma Stone für Ryan Gosling in "La La Land"?

    Emma Stone und Ryan Gosling sind aktuell im Gespräch für die Hauptrollen im romantischen Musical La La Land. Im Mittelpunkt der Geschichte wird die Lovestory zwischen einer aufstrebenden Schauspielerin und einem Jazz-Pianisten stehen. La La Land wird der nächste Film Damien Chazelles, der auf seinem Kino-Hit Whiplash folgt, der bei der letzten Oscar-Verleihung mit drei Goldjungen ausgezeichnet wurde. Ursprünglich...

  • Ryan Gosling und Emma Stone auf Musical-Reise

    Für "Whiplash"-Regisseur Damien Chazelle begeben sich Ryan Gosling und Emma Stone auf musikalischen Wegen ins "La La Land".

  • Trailer für Bruce Willis' "Vice"

    Ein Roboter-Girl entwickelt Gefühle, die Bruce Willis buchstäblich abwürgen will.

  • Josh Brolin im neuen Coen-Film Hail Caesar

    Josh Brolin, der in letzter Zeit in handfesten Rollen wie in Gangster Squad oder Oldboy glänzte, wird im neuen Film der Coen-Brüder, Hail, Caesar! mit von der Partie sein. In den letzten Jahren gelang es Brolin, sich zunehmend vom hochkarätigen Nebendarsteller hin zum respektablen Protagonisten zu entwickeln. Nach den Western No Country for Old Men und True Grit wird Hail, Caesar! für ihn nun die dritte Zusammenarbeit...

Kommentare