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Gabrielle - (K)eine ganz normale Liebe (2013) Film merken

Originaltitel: Gabrielle
Gabrielle - (K)eine ganz normale Liebe Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Gabrielle - (K)eine ganz normale Liebe: Romanze zweier Außenseiter, die sich in einem Behinderten-Chor kennenlernen.

Die 22jährige, musikalisch hoch begabte Gabrielle leidet unter dem Williams-Beuren-Syndrom (WBS). Im Chor der Therapiegruppe lernt sie einen ebenfalls unter WBS leidenden jungen Mann kennen. Die beiden verlieben sich und möchten zusammen ziehen. Aber diese naive und fast unschuldige Liebe wird von ihrer Umgebung, vor allem von der Mutter des Jungen, nicht geduldet. Gegen alle familiären Widerstände und gesellschaftlichen Vorurteile versucht das Paar seine Gefühle auszuleben und pocht auf Akzeptanz.

Zwei Außenseiter lernen sich in einem Behinderten-Chor kennen. Außergewöhnliche Liebesgeschichte, die gerade Menschen mit Behinderung romantische Gefühle und Erfahrungen zugesteht.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einfühlsame Love-Story über zwei Menschen mit Behinderung und ihren Kampf um das Recht auf Liebe und gesellschaftliche Akzeptanz.

    Wenn Gabrielle lacht, ist das ansteckend, strahlt ihr Gesicht. Da gibt es nur ein Problem: Die junge Frau Anfang 20 lebt in einem Heim für betreutes Wohnen und leidet unter dem Williams-Beuren-Syndrom (WBS). Das bedeutet kognitive Intelligenzminderung und motorischer Einschränkung, aber Stärken im sozialen und emotionalen, vor allem im musikalischen Bereich. Oft verfügen diese Menschen über ein absolutes Gehör. So empfindet Gabrielle höchstes Glück, wenn sie mit anderen Behinderten im Chor der Therapiegruppe “Les Muses” singt. Dort trifft sie Martin, einen ebenfalls behinderten jungen Mann und verliebt sich ihn. Ihre Liebe wird vom sozialen Umfeld nicht wirklich geduldet.

    Die Frankokanadierin Louise Archembault zeichnet mit großer Zurückhaltung und großer Zuneigung zu ihren Protagonisten deren Kampf gegen familiäre Widerstände und gesellschaftliche Vorurteile. Denn trotz aller Toleranz und Inklusionstheorien, das Thema Sex zwischen Behinderten gilt oft als Tabu. Das bricht dieser Film, zeigt auf der einen Seite die fast unschuldige Naivität des Paares auf der anderen die Skepsis der “Normalen”, wenn Martins Mutter perplex fragt, ob Gabrielle denn “operiert’” sei. Weit weg von jeglicher Larmoyanz und Fürsorge und ohne jedwede Peinlichkeit, dafür mit viel Fingerspitzengefühl erzählt Archembault die eigentlich simple und bewegende Geschichte von zwei Außenseitern, die durch Liebe und Sexualität beflügelt, das Bedürfnis nach Autonomie und einem eigenen Leben spüren. Über all dem liegt der Charme und das Charisma der Hauptdarstellerin Gabrielle Marion-Rivard mit WBS-Syndrom, die durch Authentizität, Lebensmut und Lebensfreude begeistert. Manche Passagen wirken dokumentarisch, bei den zahlreichen Plansequenzen bleibt die Kamera nahe an den Figuren. Nur wenige der Chorsänger werden von professionellen Darstellern gespielt, darunter ist Alexandre Landry als Martin, der seine Leinwandpartnerin unterstützt. Der Zuschauer nimmt teil an der Lebenswirklichkeit von Behinderten und ihren Familien und wenn sich auch noch der kanadische Komponist, Musiker und Schauspieler Robert Charlebois zum Chor gesellt und die jungen Erwachsenen nach ihrem ersten geheimen Sex aus vollem Herzen singen, ist die Welt für einen kurzen Moment in Harmonie. mk.

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