Friedensschlag (2010)

Friedensschlag Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Friedensschlag: Eindringliche Dokumentation über ein Sozialprojekt, das kriminellen Jugendlichen einen Ausweg aus der Gewalt zeigen soll.

Eftal, Marco, Josef, Denis und Juan sind alle keine netten Jungs, sondern knallharte Schläger, die bereits eine lange Liste an Vorstrafen vorweisen können. Um ihrer Haft zu entgehen oder Pluspunkte zu sammeln, beteiligen sie sich an dem Projekt “Work & Box Company”. Mit Boxtraining soll jeder der Jugendlichen über Disziplin und Einsatz seine Wut abbauen und sich mit sich selbst auseinandersetzen lernen. Ein steiniger, aber erfolgreicher Weg: Angeblich finden mehr als 80 Prozent der Teilnehmer zurück in die Gesellschaft.

Videos und Bilder

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Kritikerrezensionen

  • Die Produzenten von “Rhythm is it!” haben wieder ein Educations-Projekt gefunden: Gewaltbereite Jugendliche sollen in außergewöhnlichen Maßnahmen ihre letzte Chance nutzen.

    Sie heißen Eftal, Marco, Josef, Denis und Juan und sind gewaltbereite Schläger von jener Sorte, die einen Dominik Brunner im Aggressionsrausch totgeprügelt haben. Es fällt also schwer, sie sympathisch zu finden. Zwei Sozialarbeiter versuchen es dennoch und haben damit erstaunlichen Erfolg: 2002 gründeten Rupert Voss und Werner Makella die “Work & Box Company” in Taufkirchen bei München. Mit Boxtraining soll jeder der verlorenen Jugendlichen über Disziplin und Einsatz seine Wut abbauen und sich mit sich selbst auseinandersetzen lernen. Ein steiniger, aber erfolgreicher Weg: Angeblich finden mehr als 80 Prozent der Teilnehmer eine Ausbildung oder Arbeitsstelle und damit zurück in die Gesellschaft, aus der sie sich heraus katapultiert haben.

    Es ist ein bedrückendes Bild, das Gerardo Milsztein von den Protagonisten zeichnet: Verurteilt zu teils mehrjährigen Haftstrafen, nehmen sie nur Teil, um der Haft zu entgehen, oder Pluspunkte zu sammeln. Von Motivation kann keine Rede sein. Es ist schwer erträglich diesen Totalverweigerern zuzuhören, was sie alles auf dem Kerbholz haben, das ganze Ausmaß ihrer Menschenverachtung mitzuerleben. Sie sind verroht, abgestumpft, dauerbedröhnt, und mit einem erschreckenden Hass auf alles und jeden ausgestattet. Die Initiatoren des Projekts beeindruckt das indes nicht. Du musst dein Leben ändern, lautet ihr Leitsatz, mit dem sie engagiert und unerbittlich die Delinquenten auf einen Selbsterfahrungstrip schicken.

    Die sind zwar notorische Machos, heulen aber schon, wenn sie nur aus dem Bett müssen – der Anfang ihrer Selbsterkenntnis (soweit dies möglich ist). Sie lernen ihren Mann stehen und dass es tatsächlich andere Lösungswege als zuzutreten gibt. Mit den Mentoren erforscht der Film die psychologischen Ursachen für ihr Verhalten. Hier haben Eltern, der Staat und sie selbst versagt, was Interviews mit den Initiatoren, den Jugendlichen und ihren sich grämenden Müttern belegen – von den prügelnden Vätern zeigt sich bezeichnenderweise keiner. Gewalt ist ganz klar Männersache. Nun müssen sie erstmalig Sinn und Ziele finden, was enorme Widerstände und Emotionen auslöst. Für sein Regiedebüt hat Milsztein, der erfahrene Kameramann von “Die Widerständigen. Zeugen der Weißen Rose” ihren Weg begleitet bis zu handfesten Erfolgen. Sympathieträger sind sie dann immer noch keine, aber man gönnt ihnen jeden Fortschritt. tk.

Darsteller und Crew

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