Foxcatcher (2014)

Foxcatcher Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (4)
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Filmhandlung und Hintergrund

Foxcatcher: Bewegendes Drama über die bizarre Beziehung zwischen einem olympischen Ringer-Brüderpaar und einem gestörten Multimillionär.

Der Ringer Mark Schultz (Channing Tatum) ist ein sehr erfahrener Ringer und hat in seiner Karriere schon beinah alles erreicht. So konnte er bei den Olympischen Spielen 1984 die Goldmedaille holen und er arbeitet hart daran, auch 1988 in Seoul wieder auf dem Treppchen zu stehen. Doch auch wenn er als Ringer immer wieder Erfolge feiern kann, hat er kaum das Geld, um sich ein ordentliches Trainingslager zu leisten.

Die Situation wird immer verzwickter, als er seinen Job als Hilfstrainer unter seinem Bruder David Schultz (Mark Ruffalo) verliert. Doch wie aus dem Nichts taucht plötzlich der Multimillionär John du Pont (Steve Carell) auf, der dem Ringer ein verlockendes Angebot macht. Du Pont ist selbst lange Zeit in der Ringer-Szene unterwegs gewesen und plant jetzt im Alter sein eigenes Team an erfolgreichen Ringern zu gründen. Er bietet Mark Schultz an auf seiner Foxcatcher Farm das nötige Training zu bekommen um bei den kommenden Olympischen Spielen ganz vorn mit dabei zu sein. Außerdem soll jeder, der sich dem Team anschließt, sein eigenes Gehalt bekommen und auch für die nötige Verpflegung ist gesorgt.

Mark ist begeistert und willigt sofort ein, denn endlich scheint der Weg zu einem erneuten Erfolg geebnet. Doch als das Training schlussendlich beginnt, erkennt er schnell, das in du Pont ein dunkle Seite schlummert, denn er ist regelrecht besessen davon, sein Team an die Spitze der Welt zu führen.

Du Pont geht sogar so weit sich selbst zum Co-Trainer zu ernennen und belagert Mark mit der Bitte, dass doch sein Bruder David auch ins Team kommen soll. Dieser willigt zwar ein, doch führt dies schnell zu einer gefährlichen Dreiecks-Konstellation, denn Mark und David dominieren immer mehr den Ton im Trainingslager. Dem kontrollwütigen du Pont gefällt das absolut nicht, da er sich von seinem Lieblings-Zeitvertreib ausgeschlossen fühlt. Er plant ein für alle Mal klarzustellen, wer im Trainingslager das Sagen hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

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  • Bewegendes Drama über die bizarre Beziehung zwischen einem olympischen Ringer-Brüderpaar und einem gestörten Multimillionär.

    Nach “Capote” und “Moneyball” ist Bennett Millers Chronologie eines Mordes, der sich nicht ankündigt, aber auch nicht abzuwenden ist, sein drittes Meisterwerk: ein handwerklich perfekt umgesetzter Film mit herausragenden Darstellerleistungen und seltener psychologischer Tiefe. Denn noch ungewöhnlicher und bizarrer als die Bluttat selbst ist die Geschichte, die zu der Wahnsinnstat führt, eine Geschichte über Rivalität unter Geschwistern, familiäre Spannungen, maßlose Selbstüberschätzung gepaart mit Minderwertigkeitskomplexen, Cäsarenwahn, fehlgeleiteten Patriotismus und eine leise angedeutete homoerotische Komponente. Alles steht im Raum und trägt zur Dichte der Story und Tiefe der Figuren bei, aber nichts wird plump ausformuliert.

    Von Anfang an, so spürt man, stimmt etwas nicht mit diesem John Du Pont,dem letzten Spross einer der reichsten amerikanischen Dynastien, der den Ringer Mark Schultz ins Haus holt, der gemeinsam mit seinem Bruder Dave 1984 als einziges Brüderpaar der Geschichte Gold bei den Olympischen Spielen holte. Du Pont will Mark als Zugpferd für sein Camp Foxcatcher, in dem er als Mäzen, Trainer und Vaterfigur die besten Ringer des Landes für die Olympischen Spiele in Seoul formen will. Was die beiden ungleichen Männer eint, ist ihre Unsicherheit. Und was ihre Tragödie auslöst, ist die ungute Dynamik, die sich aus ihrer Beziehung ergibt. Fasziniert sieht man zu, wie die Ereignisse auf den Abgrund zudrängen, ohne dass man wahrhaben will, dass das wirklich passiert. Das Gezeigte ist benso bizarr und grotesk wie mitreißend und wahrhaftig.

    Hut ab vor allem vor den Schauspielern: Channing Tatum und Mark Ruffalo waren als Brüderpaar Schultz nie besser. Aber die Offenbarung ist Steve Carell: Der Comedian entlockt seiner Figur menschliche Facetten inmitten des wachsenden Wahnsinns, die wirklich beeindruckend sind. ts.
  • Ohne die drei schauspielerischen Säulen wäre „Foxcatcher“ nur schwer zu tragen gewesen, kommt es angesichts der Brisanz doch auf jede kleinste Aussprache und Körperregung an. „Foxcatcher“ ist düster und weist nur wenige Wrestlingszenen auf, um das Hauptaugenmerk auf das fantastische, fesselndes Psycho-Spiel zu richten.
  • Neben der intensiven Körperlichkeit im Spiel von Channing Tatum und Mark Ruffalo überzeugt Steve Carell mit einer schauspielerischen Ausnahmeleistung und lotet ungeahnte Abgründe seiner Figur aus. Foxcatcher ist zu recht einer der meist diskutierten Filme des Jahres.
  • Eigenständig, mutig und klug. All das würde zum Tragen kommen, wenn „Foxcatcher“ nicht so verdammt kalt und distanziert wäre.
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