Flight (2012)

Filmhandlung und Hintergrund

Packendes Drama um Schuld und Sühne, erlesen besetzt mit einem gewohnt brillant agierenden Denzel Washington, der mit seinen inneren Dämonen ringt.

Nach wegweisenden Motion-Capture-Filmen, wie “Die Legende von Beowulf”, kehrt Oscar-Preisträger Robert Zemeckis (“Forrest Gump”) zur Live-Action zurück. Mit Schuld und Sühne setzt er sich in “Flight” auseinander und erweist sich in Sachen Katastrophenkino ebenso stilsicher wie in der Schilderung eines persönlichen Dramas. Im Mittelpunkt steht Captain Whip Whitaker – Denzel Washington kooperiert erstmals mit Zemeckis -, ein Getriebener in Sachen Alkohol, Frauen und Drogen. Die Gattin hat sich von ihm getrennt, der Teenagersohn ist ihm fremd. Allen privaten Turbulenzen zum Trotz ist er als Pilot ein Ausnahmekönner- und dies beweist er, als er mit einer völlig manövrierunfähigen Maschine eine kontrollierte Bruchlandung schafft.

Dem kurzen, für US-Verhältnisse freizügigen Opener, in dem Whitaker sich mit einer Stewardess in einem Motelzimmer vergnügt, folgt der Katastrophenflug. Einem Kampfjet gleich startet er sein Flugzeug durch eine heftige Gewitterfront. Selbst abgebrühten Meilensammlern sollte es da den Magen umdrehen. Nur ein Vorspiel zur Luftrolle mit der er anschließend den Totalcrash vermeidet. Meisterlich getimt und geschnitten ist diese Sequenz, der ein hartes Melodram mit quälend realistischen Szenen aus dem Trinkeralltag folgt. Lediglich sechs Tote gibt es unter den 102 Passagieren und Besatzungsmitgliedern zu beklagen. Der Pilot, leicht verletzt, wird als Held gefeiert. Da findet die Flugsicherungsbehörde im Wrack zwei kleine Fläschchen Wodka – und das obwohl der Bordservice eingestellt war. Whitaker muss sich einem Untersuchungsausschuss stellen.

Differenziertes Schauspielerkino ist nun angesagt. Der zweifache Oscar-Preisträger Denzel Washington (“Glory”, “Training Day”) paart Leinwandpräsenz, Charisma und Können, macht aus dem Teufelspiloten eine Filmfigur, die nahe am Leben angesiedelt ist und dennoch ein mythischer Leinwandcharakter bleibt. Bestens unterstützt wird er von seinen Co-Stars, gestandene Charaktermimen allesamt, darunter Don Cheadle als mit allen Wassern gewaschener Anwalt, John Goodman als Whips polternder Pusher-Kumpel, der für den Krankenhausaufenthalt ein paar Pornomagazine mitbringt, und die drogensüchtige Kelly Reilly (“Sherlock Holmes”), in der Whitaker eine Seelenverwandte findet.

“Who am I?” – “Wer bin ich?”, um diese zentrale Frage kreist die vielschichtige Arbeit, deren Titel sich sowohl mit “Flug” wie auch “Flucht” übersetzen und entsprechend mehrdeutig lesen lässt. In allen technischen Bereichen vorzüglich gestaltet, sticht besonders die Kameraarbeit von Don Burgess (“The Book of Eli”) ins Auge, der exakt die “trüben” Bilder schafft, mit der Whip wohl die Welt sieht. Etwas ärgerlich ist der konziliante Schluss, der wohl dem Wunsch nach einem typischen Hollywood-Ending geschuldet ist – dies kennt man aus ähnlich gelagerten Filmen wie etwa Billy Wilders “Das verlorene Wochenende”. geh.

Captain Whip Whitaker liebt das Leben – Alkohol, Frauen und Drogen inklusive. Seine Gattin hat sich von ihm getrennt, der Teenagersohn ist ihm fremd. Aber mag es für ihn privat auch jede Menge Turbulenzen geben, als Pilot ist er ein Ass – und so schafft er eines Tages mit einer völlig manövrierunfähigen Maschine eine kontrollierte Bruchlandung. Nur sechs Tote gibt es zu beklagen. Whitaker, leicht verletzt, wird als Held gefeiert. Da findet die Flugsicherungsbehörde im Wrack zwei kleine Fläschchen Wodka – und das, obwohl wegen der Turbulenzen der Bordservice eingestellt war.

Ein Pilot leistet bei einem Flugzeugabsturz Übermenschliches, muss den persönlichen Absturz aber erst in den Griff bekommen. Herausragend intensives Drama, mit dem Robert Zemeckis nach mehr als zehn Jahren zum Realfilm zurückkehrt.

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