Fliegende Liebende (2013)

Originaltitel: Los amantes pasajeros
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Fliegende Liebende: Schrille Komödie in der Spaniens Meisterfilmer Pedro Almodovar zu seinen Wurzeln zurückkehrt und Flugpassagiere "am Rande des Nervenzusammenbruchs" schildert.

In Madrid hebt ein Flug Richtung Mexiko ab. Nachdem ein technischer Defekt festgestellt wird, werden die Passagiere der zweiten Klasse vorsorglich mit Schlafmittel betäubt, während in der Business-Class die Stewardessen zum Tomatensaft Meskalin reichen. Ihre Hilflosigkeit gegenu?ber der drohenden Gefahr löst sowohl unter den Passagieren als auch bei der Crew ein aberwitziges, innerliches Großreinemachen aus, das sich – neben reichlich Sex in Wort und Tat – als wirksame Ablenkung von einem möglicherweise dramatischen Ende dieses Trips erweist.

Ein dem Absturz geweihtes Flugzeug sorgt für Aufregung in der ersten wie in der zweiten Klasse. Schrille Komödie, mit der Spaniens Meisterfilmer Pedro Almodovar zu seinen Wurzeln zurückkehrt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schrill-vergnügliche Komödie des Regie-Exzentrikers Pedro Almodóvar, dessen Flugreisende nebst Crew hier “am Rande des Nervenzusammenbruchs” stehen.

    Horror, Thriller, (Melo-)Drama, Groteske… Es gibt kaum ein Genre, das Oscar-Preisträger Pedro Almodóvar (“Alles über meine Mutter“) nicht schon (erfolgreich) bediente. Barock, laut, schräg und schwul sind die Arbeiten des iberischen Regie-Exzentrikers, der sich mit kompromisslosem Stilwillen aus der Madrider Subkultur zur Galionsfigur des europäischen Kinos hochgearbeitet hat. Zu seinen Anfängen, der durchgeknallten Komödie, sprich “Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs” (1988), kehrt er nun mit “Fliegende Liebende” zurück.

    Auf eine irrwitzige Reise in einem total verrückten Flugzeug schickt er seine Schauspieler diesmal. Auf dem Rollfeld geben sich – nach einem vom Top-Designer Mariscal elegant animierten Vorspann – als Bodenpersonal Penélope Cruz und Antonio Banderas als (Liebes-)Paar kurz und witzig die Ehre. Dann hebt der Linienjet der (fiktiven) Fluggesellschaft “Peninsula” ab. Die Passagiere der Holzklasse werden kurz darauf mit Schlaftabletten außer Gefecht gesetzt, in der Business-Class reichen die formschönen Stewardessen zum Tomatensaft Meskalin. Grund: Ein Fahrwerk lässt sich nicht mehr ausfahren und eine Bruchlandung droht.

    In die höchsten Regionen der Hysterie steigt Almodóvar in seiner “leichten, sehr leichten Komödie” auf. Den 1980er Jahren zollt er im Look Tribut, Elemente klassischer US-Screwball-Comedies baut er ein. So fällt etwa in einer Szene ein Handy von einem Viadukt in den Fahrradkorb einer Frau, die gerade die Straße entlang radelt. Sie nimmt das Gespräch an – und am anderen Ende ist ihr Ex-Liebhaber, der in der Unglücksmaschine sitzt. Die Unterhaltungen über den Wolken kreisen derweilen primär um Sex. Wer, wann, wo mit wem und selbst im Cockpit – hier kommt der Kabine die wortwörtliche Bedeutung zu – findet man noch Zeit für eine schnelle Nummer.

    Viel Wert, wie stets bei den Filmen des Spaniers, wird auf Design und Kostüme gelegt, Kameramann José Luis Alcaine hält die Konturen der Räume nicht allzu scharf und achtete darauf, dass die (vorherrschenden) Pastelltöne nicht zu weich wirken. Eine chromatische Atmosphäre à la Hitchcock ist die Folge – wenig verwunderlich, ist der Filmemacher doch erklärter Fan des Master of Suspense. Befeuert wird der temperamentvolle Ensemblespaß – als Passagiere sind zahlreiche alte Bekannte aus dem Almodóvar-Universum wie Cecilia Roth, Lola Dueñas und Blanca Suárez mit an Bord – von Alberto Iglesias’ flottem Soundtrack, der von der psychedelisch angehauchten Tanzmusik der peruanischen Cumbia inspiriert ist.

    Als optischer wie akustischer Höhepunkt gefällt die Revue-Einlage der drei tuckigen Flugbegleiter, herrlich gespreizt angelegt von Javier Cámara, Carlos Areces und Raúl Arévalo, die eine aberwitzige Playback-Choreographie zum Pointer-Sisters-Hit “I’m so excited” zum Besten geben. “I’m about to lose control and I think I like it” heißt’s da – eine Liedzeile, die durchaus für das gesamte Werk steht. geh.

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