Fifty Shades of Grey (2015)

Fifty Shades of Grey Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (51)
  1. Ø 3.4
Kritikerwertung (3)
  1. Ø 2.3

Filmhandlung und Hintergrund

Fifty Shades of Grey: Mitreißende Verfilmung des Kultromans um die SM-Beziehung des Milliardärs Christian Grey zur Studentin Anastasia Steele.

Bei einem Interview lernt die Literaturstudentin Anastasia Steele den Milliardär Christian Grey kennen. Die intellektuelle Frau fühlt sich von seiner arroganten, anzüglichen Art provoziert. Gleichzeitig besitzt der Mann jedoch eine Faszination, die sie unwiderstehlich anzieht. Zwischen den beiden entwickelt sich eine heftige Affäre, in der Christian stets darauf bedacht ist, die Oberhand zu behalten. Anastasia lernt seine dunkle Seite kennen und entdeckt in sich selbst ungeahnte sadomasochistische Lüste.

Die etwas prüde Anastasia lässt sich von dem Milliardär Grey in seine Welt der Obsessionen entführen. Werkgetreue Adaption des gleichnamigen Bestsellers der britischen Autorin E.L. James um eine sadomasochistische Beziehung.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

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  • Die 21-jährige Studentin Anastasia Steele bekommt die Chance, für ihre Universitätszeitung ein Interview mit Milliardär Christian Grey zu führen. Die attraktive, aber unsichere und schüchterne junge Frau ist schockiert vom arroganten und gleichzeitig anzüglichen Auftreten des erst 27-jährigen Selfmade-Mannes. Doch ist sie auch fasziniert von ihm. Sie lässt sich auf eine Beziehung mit ihm ein, mit der sie nicht nur die für sie unerreichbar geglaubte Welt der Reichen betritt, sondern Sex und Leidenschaft erlebt, wie sie sie nicht kannte. Heiß erwartet: Kaum ein Film sorgte im Vorfeld für einen solchen Medienhype wie die Adaption des Bestsellerromans um eine sadomasochistische Beziehung von A. L. James. Ihre Trilogie entwickelte sich rasant erst im Netz und dann in Buchform zu einem weltweiten Phänomen, der Trailer wurde millionenfach aufgerufen. Sam Taylor-Johnson (“Nowhere Boy“) setzte die Romanze der etwas anderen Art mit den aufstrebenden Newcomern Dakota Johnson und Jamie Dornan in den Hauptrollen für die Kinoleinwand um. Die Geschichte eines großen Verlangens kommt passend zum Valentinstag in die Kinos.

    Fazit: Einer Studentin eröffnet sich mit einem jungen Milliardär die ungeahnte Welt des Verlangen.
  • Der einzige Tabubruch dieses Films ist seine obszöne Langeweile. Fifty Shades of Nothing, mehr nicht.
  • Unabhängig von den unzähligen Debatten darüber, ob „Fifty Shades of Grey“ häusliche Gewalt unter dem Deckmantel einer BDSM-Beziehung propagiere, gibt es zwei Fakten, um die man bei der Betrachtung des weltweiten Medienhypes nicht umher kommt: Da wäre zum Einen die magere Qualität, mit welcher Autorin E.L. James ihre geistigen Ergüsse zu Papier brachte. Zum anderen ist da aber auch dieser unverschämte Erfolg, mit welchem sich alle drei Bände der einst als „Twilight“-Fanfiction gestarteten Romanreihe rund um den Globus verkauften. Ein Medienphänomen wie es im Buche steht, sozusagen - und doch ist das Endergebnis unter der Aufsicht von Regisseurin Sam Taylor-Johnson („Nowhere Boy“) alles andere als der stupide Erotik-Blockbuster, den die Skeptiker prophezeit hatten. Leider ist „Fifty Shades of Grey“ aber auch kein Stück besser als der Ruf seiner Vorlage - und gießt vielmehr Öl ins Feuer derjenigen, die sich schon lange an der Grundaussage der Geschichte stören.

    Der Stoff, auf dem „Fifty Shades of Grey“ basiert, ist eine kuriose Mischung aus Softporno und Liebesgeschichte, zu deren Alleinstellungsmerkmal einzig und allein die explizit beschriebenen Sexszenen zwischen Anastasia Steele und Christian Grey gehören. Dass Regisseurin Taylor-Johnson dem Stoff gern ein wenig mehr abgewonnen hätte, wird deutlich, wenn man sich die letzten zwanzig Minuten ihres Werkes anschaut; als Anastasia (bezaubernd: Dakota Johnson) das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit selbstständig über die von ihr gewählte Lebenssituation nachdenkt, erhält „Fifty Shades of Grey“ plötzlich eine Tiefe, die der Film so nicht hätte erahnen lassen. Auch der Cliffhanger, mit dem er bewusst in Richtung Sequel schielt, ist pfiffig gewählt und gibt Anas Situation einen beachtlichen Standpunkt.

    Leider scheint sich Romanautorin E.L. James vorab zu sehr in das Schaffen der Filmemacherin eingemischt zu haben: Unabhängig von inhaltlichen Logiklöchern ist es viel mehr die Dramaturgie, die nicht nur in ihrer Eintönigkeit stört, sondern in ihrer Thematik erschreckt. Jamie Dornan, der als Christian Grey ordentlich funktioniert, aber nie mehr spielt, als es die Szenerie verlangt, agiert derart kühl und arrogant, dass sich die Schwärmerei seitens Ana nicht annähernd erklären lässt. Selbst wenn beide schon längst ein Paar sind, fehlt es am notwendigen Knistern, geschweige denn an greifbaren Emotionen, um „Fifty Shades of Grey“ als das zu sehen, was offenbar viele Millionen Frauen beim Lesen der Story Empfinden: eine Romanze.

    Wenn sich Christian seiner Freundin schließlich nahezu in Gänze bevollmächtigt, sie mit gezielter Verführung dazu zu bringen will, einen Vertrag zu unterschreiben, der ihm die volle Kontrolle über seine Partnerin zusagt, ist dies nicht etwa ein Spiel mit dem Feuer des Verbotenen, eher die Basis für ein waschechtes Psychodrama. Leider konnte sich die Regisseurin offenbar nicht durchsetzen; sie inszeniert das, was E.L. James in ihren Werken sieht und macht aus dem potenziell interessanten Stoff eine erotische Märchenfantasie in welcher eine Frau nur einen Kerl braucht, der sie sexuell erfüllt; dann darf er – im wahrsten Sinne des Wortes – alles mit ihr machen.

    Fazit: Erstaunlicherweise hat „Fifty Shades of Grey“ durchaus dramaturgisch stimmige Ansätze. Doch diese verpuffen im Angesicht eines Erotikmärchens, das in seiner Naivität schon fast verärgert - und sich in ungewollt selbstparodistischen Szenen immer wieder der Lächerlichkeit nähert.
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