Familienbande (2015)

Originaltitel: You're Ugly Too
Familienbande Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (9)
  1. Ø 4.3
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3

Filmhandlung und Hintergrund

Familienbande: Tragikomödie um ein elfjähriges Mädchen, das nach dem Tod ihrer Mutter in die Obhut ihres aus dem Gefängnis entlassenen Onkels kommt.

Stacey (Lauren Kinsella) wird nach dem Tod ihrer beiden Elternteile in die Obhut ihres Onkels Will (Aidan Gillen) gegeben. Dieser wird dafür extra sechs Monate eher aus dem Gefängnis entlassen, sodass er sich um seine verwaiste Nichte kümmern kann. Dass sich das neue Familiengespann mit Argwohn und Skepsis gegenüber tritt, sollte dabei niemanden verwundern. Dennoch versuchen sich beide, mit ihrer neuen Situation zu arrangieren. Das Lebenslager wird in einem Trailerpark aufgebaut und Onkel Will versucht seiner Nichte einige Werte mit auf den Weg zu geben, die ihn in seinem Leben womöglich geholfen hätten. Doch die Elfjährige scheint, konträr zum Tod ihrer Eltern, aufmüpfig durchs Leben zu gehen. Stetig will sie von ihrem Onkel den Grund für dessen Inhaftierung erfahren, doch er bringt es nicht über sich, ihr seine dunkle Vergangenheit zu offenbaren. Zudem überfordert ihn die neue Situation, da Stacey plötzlich unvermittelt einschläft: Sie leidet an Narkolepsie. Der Ire kommt mit seiner neuen Vaterrolle nicht klar, ertränkt sich im Alkohol und stumpft sich mit den Tabletten der Nichte ab. Dabei muss er jedoch darauf achten, nicht erneut auf die schiefe Bahn zu geraten und wieder im Gefängnis zu landen. Die neue Familie muss lernen, einander zu vertrauen und sich die Wahrheit zu sagen, so schwer dies auch im ersten Moment sein mag. Mit irischem Witz und lakonischer Ruhe erzählt Regisseur Mark Noonan in seinem Debütfilm, wie sich Onkel und Nichte langsam annähern. Der Film feierte in der Sektion „Generation KPlus“ auf der Berlinale 2015 seine Weltpremiere. Neben den beiden Hauptdarstellern Lauren Kinsella und Aidan Gillen wird der Cast durch Erika Sainte und George Pistereanu komplementiert.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der gegenseitige Kampf um Sympathie mit Wortwitz und allen Mitteln: You're Ugly Too! Ein Schlagabtausch des Onkels, der gerade aus dem Gefängnis kommt und seiner Nichte, die erst elf ist, ihre Mutter verloren hat und in einem Trailer lebt. Eine Familien-Komödie aus Irland. An sich gibt es aber gar keine Familie. Mark Noonan konzentriert sich in seinem Debüt einfach auf die beiden Hauptfiguren. Die Nichte Stacey ist ziemlich barsch, offensichtlich gewohnt, auf sich gestellt zu sein. Was sie weich erscheinen lässt, räumt sie beiseite - und dann schläft sie einfach ein. Stacey leidet an Narkolepsie. Will, der Onkel, versagt natürlich als Vater und vergisst, sich bei seinem Bewährungshelfer zu melden - schon schaltet sich das Jugendamt ein. You're Ugly Too wirkt zwar frech und haltlos, ist aber konzentriert strukturiert. Neben den beiden Hauptfiguren gibt es da noch den Ort (der wie ein dritter Hauptdarsteller fungiert) und die Vergangenheit, die nie ganz klar wird. Inwiefern war Will am Tod von Staceys Vater beteiligt? Warum musste er ins Gefängnis? Noonan umkreist seine Figuren langsam, offenbart deren Innerstes, ohne aufdringlich zu wirken. Es gibt keine grossen Gesten. Dafür weiss Noonan immer, wohin er mit seinem Film will - und er spendiert ganz am Ende einen witzigen Regie-Einfall... mehr auf cinegeek.de
  • Ein Mädchen verliert beide Eltern und muss nun von ihrem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Onkel aufgezogen werden.

Darsteller und Crew

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