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Eyjafjallajökull - Der unaussprechliche Vulkanfilm (2013)

Originaltitel: Eyjafjallajökull
Eyjafjallajökull - Der unaussprechliche Vulkanfilm Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 3

Filmhandlung und Hintergrund

Eyjafjallajökull - Der unaussprechliche Vulkanfilm: Irrwitzige Komödie um ein verfeindetes Ex-Ehepaar, das wegen der Asche des isländischen Vulkans zusammen zur Hochzeit der Tochter reisen muss und sich das Leben zur Hölle macht. Mit "Sch'ti"-Star Dany Boon.

Frühling 2010: Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull bringt mit seinem Aschenregen die Flugpläne durcheinander, so strandet auch das verfeindete Ex-Ehepaar Alain und Valérie in München und muss sich notgedrungen über Land nach Korfu zur Hochzeit der Tochter durchschlagen. Die beiden verbindet nur der Hass aufeinander und die Lust, sich gegenseitig zu demütigen und weh zu tun. Keine gute Voraussetzung für eine gemeinsame Reise durch halb Europa.

Ein Ex-Ehepaar will trotz aufsteigender Vulkanasche des Eyjafjallajökull rechtzeitig zur Hochzeit der Tochter kommen. Slapstickreiche Beziehungskomödie mit Screwball-Anklängen, in dem Dany Boon zu Hochform aufläuft.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sie sind zwar schon lang geschieden, aber sobald sich Alain und Valérie über den Weg laufen, fliegen wieder die Fetzen. In der turbulenten französischen Komödie "Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm" zwingt sie das isländische Naturereignis sogar zu einem gemeinsamen Roadtrip durch halb Europa. Das explosiv unversöhnliche und dennoch auch überraschend teamfähige Pärchen sorgt im zweiten Spielfilm des Regisseurs Alexandre Coffre ("Une pure affaire") für ein kurzweiliges Abenteuer mit aberwitzigen Verwicklungen.

    Der Fahrlehrer Alain und die Tierärztin Valérie überbieten sich unterwegs darin, sich gegenseitig auszutricksen und wieder loszuwerden. In ihrem diebischen Vergnügen an solchen Aktionen und auch in verbaler Schlagkraft sind sich Alain und Valérie ebenbürtig. Keiner von beiden hat die Rolle des Guten oder des Bösen. Die streitlustige Valérie aber wirkt aggressiver, getriebener, als der von Dany Boon ein wenig sympathischer und gemütlicher gespielte Alain. Was diesen Krieg so spannend macht, ist das Feuer der nie erloschenen Leidenschaft füreinander, das sogar abschnittsweise zu einer neuen Annäherung führt.

    Das Reise-Abenteuer ist dramaturgisch abwechslungsreich aus einzelnen Episoden in verschiedenen Ländern aufgebaut. Es gibt einen geradezu klassischen Psychopathen, zu dem die beiden als Anhalter ins Auto steigen. Alain, der gerne am Computer Flieger lenkt, stellt an Bord eines geklauten Propellerflugzeugs erschrocken fest: „Das ist ganz anders als auf meinem PC!" Die schrittweise Enthemmung der beiden Streithähne äußert sich in einer zunehmenden Waghalsigkeit. Mal wird die Polizei erfolgreich abgehängt, mal führt der fahrlässige Übermut aber auch geradewegs in die Beschämung. Nein, es herrscht bei aller Komik niemals pure Freude in diesem bissigen Film. Trotz seines Flirts mit dem Klamauk rutscht er nicht ins Billige ab, sondern bleibt bis zuletzt amüsant.

    Fazit: Die Komödie "Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm" bietet mit seiner spannungsgeladenen, abenteuerreichen Kombination aus Rosenkrieg und Roadmovie amüsante, leicht überdrehte Unterhaltung.
  • Emotional explosives Roadmovie über ein Ex-Ehepaar, das durch den Vulkanausbruch in Island gezwungen ist, gemeinsam durch Europa zu reisen.

    So gestört wie der Flugverkehr am Himmel ist auch die Beziehung zwischen den in Unfrieden Geschiedenen Alain und Valérie, die sich zufällig im Flugzeug nach Korfu treffen auf dem Weg zur Hochzeit der Tochter. Der Weg dauert allerdings länger als gedacht, durch die Aschewolke des Eyjafjallajökull stranden sie in München ohne Aussicht auf einen Weiterflug. Als der clevere Mann den letzten VIP-Mietwagen ergattert, platziert sich Madame ungefragt an seine Seite. Das einzige, was sie noch verbindet, ist unendlicher Hass aufeinander. Keine gute Voraussetzung für eine gemeinsame Reise über 2100 Kilometer durch halb Europa.

    Eine “antiromantische” Komödie schwebte Alexandre Coffre für seinen zweiten Spielfilm nach “Une pure affaire” (2011) vor, und das ist ihm 100prozentig gelungen. Denn mehr Bosheit geht nicht. Inspirieren ließ sich der Franzose von Michael Douglas und Kathleen Turner in “Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten” und mischte dazu eine fette Portion Feindseligkeit wie in “Der Rosenkrieg”, den Douglas und Turner 1989 mit den schärfsten Waffen führten. Dazwischen angesiedelt ist dieses explosive Roadmovie, in dem Dany Boons und Valérie Bonnetons Ex-Ehe-Leute versuchen, sich gegenseitig zu täuschen und auszutricksen. Das grenzt manchmal an überzogenen Klamauk, der urplötzlich aber in einen amüsanten Schlagabtausch mündet und in heißen Wortgefechten, bei denen keiner klein beigibt. Es gibt kein Gut und kein Böse, beide versuchen, dem anderen soviel Schaden wie möglich zuzufügen beim Wettlauf mit der Zeit, bleiben ihnen doch nur drei Tage bis zum Ziel. Dem sonst so netten und naiven Dany Boon steht die Rolle des hinterhältigen Manipulators gut, der genau weiß, welche Knöpfe er drücken muss, um die Ex auf 180 zu bringen. Geschickt verknüpft Coffre rasante Action, wilde Stunts, Komödie und Gefühl, nimmt seine Protagonisten ernst und umschifft die Klippen zur Karikatur. 24 Schauplätze an 25 Drehtagen erforderten großen Logistikaufwandt, schweißten das Team zusammen, alle Szenen, die in Albanien, Slowenien und Griechenland spielen, wurden in Kroatien gedreht, Stunts und Studioaufnahmen in Belgien, der Flugzeugabsturz des Duos in einer Kleinmaschine in Frankreich. Das Cinemascope-Format präsentiert traumhafte Außenaufnahmen, die Landschaften spielen eine eigene Rolle (vor allem nachts), der “ästhetische Realismus” verzaubert und bildet den Gegenpol zum realistischen Zank. Gute Unterhaltung aus Frankreich. mk.

Darsteller und Crew

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