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Europa - Ein Kontinent als Beute (2016)

Europa - Ein Kontinent als Beute Poster
Userwertung (8)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Europa - Ein Kontinent als Beute: Investigativer Dokumentarfilm über die aufkeimende politische Zerrissenheit Europas nach der Finanzkrise 2007.

Jungregisseure Christian Schuch und Reiner Krausz (“Spielverderber“) begeben sich auf die Suche nach dem, was Europa zusammenhält – oder viel eher dem, was zurzeit an der politischen Einheit des alten Kontinents zerrt. Damit begibt sich ihre Dokumentation auf brandaktuelles Terrain: Viele europäische Staaten erleben im Zuge eines Rechtsrucks das Aufkommen antieuropäischer Strömungen, angeheizt von populistischen Bürgerinitiativen und Parteien. Auf der Suche nach den Ursachen extremer Gesinnungen wie Rassismus und Nationalismus, beleuchten die Filmemacher die Finanzkrise 2007 als möglichen Beginn der heutigen gesellschaftlichen Zerrissenheit. Hierbei werden vor allem Verflechtungen zwischen Privat- und Volkswirtschaft kritisch beleuchtet. Klassenkampf und Misstrauen statt Solidarität spalten nicht nur die Nationalstaaten in sich, sondern auch die europäische Staatengemeinschaft. So ist der „Brexit“ eine spürbare Folge des aufkeimenden Protektionismus der einzelnen EU-Länder. In seiner Ursachenforschung trifft der Dokumentarfilm einen wunden Punkt der Gegenwart und regt zum Nachdenken an, ohne auf allzu plakative, fast propagandistische Weise Position zu beziehen. So kommen drei Experten verschiedener Sparten zu Wort und bieten dem Zuschauer ihren Blickwinkel auf die Geschehnisse feil: Ein Politiker, ein Historiker und ein Börsenmakler kommentieren die teilweise grotesken politischen Umstände, während der Zuschauer sich aus dem Zusammenspiel von Bild und Ton sein eigenes Urteil bilden kann. Dem gegenüber stellen die Filmemacher Interviews mit Aktivisten, die den Kampf um alternative Lebensentwürfe, Gleichheit und Gerechtigkeit auf täglicher Basis ausfechten. Eine Reise ins EU-Parlament in Straßburg, die Finanzmetropole Frankfurt und nach Portugal und Spanien, wo die Wirtschaftskrise und im Zuge dessen Politikkrise mit am wirkungsvollsten zuschlugen, komplettieren die facettenreiche Bestandsaufnahme. Die Hessischen Filmemacher Christian Schuch und Reiner Krausz präsentierten ihren ambitionierten Dokumentarfilm zum ersten Mal auf dem Kasseler Dokumentarfilm Fest 2016.

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Kritiken und Bewertungen

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