Eine fatale Entscheidung (2005)

Originaltitel: Le petit lieutenant
Eine fatale Entscheidung Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Eine fatale Entscheidung: Melancholisches Drama um den Polizistenalltag mit einer Nathalie Baye, die alle an die Wand spielt.

Der frischgebackene Polizeileutnant Antoine (Jalil Lespert) möchte lieber Gangster jagen als mit der Freundin in die familienfreundliche Normandie ziehen. Deshalb heuert er bei der Pariser Mordkommission an. Der Alltag dort ist jedoch gar nicht glamourös, was sich auch dann kaum ändert, als seine Vorgesetzte, die Kommissarin Vaudieu (Nathalie Baye), mütterliche Gefühle für ihn entwickelt. Sogar ganz im Gegenteil.

Xavier Beauvois

Der junge Antoine fängt im Polizeirevier des zweiten Arrondissement in Paris an. In seinem jugendlichem Übermut erinnert er seine Vorgesetzte, die Kommissarin Vaudieu, an ihren verstorbenen Sohn und sie versucht ihm zu helfen, Anfängerfehler zu vermeiden, nennt ihn den “kleinen Kommissar”. Sie kämpft mit Alkoholproblemen und Dämonen der Vergangenheit.

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Kritikerrezensionen

  • Zwischen Fiktion und Realität laviert dieser desillusionierende und doppelbödige Pariser Polizeithriller mit einer Nathalie Baye, die in ihrer Verletzbarkeit und Stärke alle an die Wand spielt.

    Weit weg vom TV-Klischee des Freitagabendkrimis bewegt sich Xavier Beauvois’ melancholisches Drama, das einen unspektaktulären Blick auf den Polizisten-Alltag wirft. Das “Großstadtrevier” ist hier das zweite Pariser Arrondissement mit seinen kleinen und großen Verbrechen. Für den jungen Antoine ein Anreiz, die Verlobte in der Normandie zu verlassen und sich ins Abenteuer zu werfen. Zwar landet der Idealist schnell auf dem Boden der Tatsachen, sprich in den Dunstkreis von Diebstahl, Mord und Totschlag, aber irgendwie gefällt es ihm, mit Blaulicht durch die Stadt zu rasen, auch wenn der Dienst auf der Wache anschließend langweilt. In seiner Unbefangenheit und jugendlichem Übermut erinnert er seine Vorgesetzte, die Kommissarin Vaudieu, an ihren verstorbenen Sohn und sie versucht ihm zu helfen, Anfängerfehler zu vermeiden, nennt ihn liebevoll den “kleinen Kommissar” (so auch der Originaltitel). Die von ihren männlichen Kollegen geachtete Frau kämpft mit Alkoholproblemen und Dämonen einer Vergangenheit, die sie nicht loslässt.

    Die dokumentarisch anmutenden Bilder erklären sich dadurch, dass der Regisseur mit echten Polizisten Streife fuhr, die harte Realität vor Ort kennenlernte und sein Wissen in den Krimi einbaute. In großer Subtilität stellt er den Abgänger der Polizeischule und die erfahrene Polizistin einander gegenüber, nur in wenigen Momente können die Protagonisten der permanent auf sie einstürmenden Gewalt entgehen, Gefühle wie Liebe und Freundschaft kosten. In dem Polizeirevier als geschlossene Gesellschaft zeichnet Beauvois Individuen, die auf ganz persönliche Weise mit Stress umgehen, keine Helden sind, sondern Typen, die saufen, Witze reißen oder auch den Rassisten raushängen lassen. Es passiert wenig, bis Antoine gegen jegliche Regel allein einen verdächtigen Russen aufsucht und damit eine fatale und todbringende Entscheidung trifft. Im Gegensatz zu Hollywood-Reißern dauert die Exposition ziemlich lang, fehlt es an rabiater Action, rasanten Verfolgungsjagden und statt Happy End gibt es Tragik. Aber ein Blick in Nathalie Bayes Gesicht voller Trauer, in ihre müden Augen, die zu viel gesehen haben, und man ahnt die Abgründe eines Menschen. mk.

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