Ein Sommer in der Provence (2014)

Originaltitel: Avis de mistral
Ein Sommer in der Provence Poster
Userwertung (22)
  1. Ø 4.6
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 3.5

Filmhandlung und Hintergrund

Ein Sommer in der Provence: Leichte Tragikomödie um einen Familienurlaub in der Provence, bei der sich die Generationen langsam näher kommen mit einem unwiderstehlichen Jean Reno in der Hauptrolle als knorrig-brummiger Großvater.

Die Sommerferien sind das Highlight eines jeden Schulkindes. Es ist warm, die Tage sind lang und man kann viel Zeit an der Natur verbringen. Ach ja, und man muss natürlich keine wertvolle Zeit mit sinnlosen Hausaufgaben verschwenden. Zudem werden die Sommerferien oftmals genutzt, um irgendwo hinzufahren und neue Länder zu entdecken, beziehungsweise das Meer zu erblicken. Kein Wunder also, dass Léa (Chloé Jouannet), Adrien (Hugo Dessioux) und Théo (Lukas Pelissier) groß gucken, als es plötzlich heißt, dass es im Sommer \”nur\” in die Provence gehen wird. Die Eltern leben nämlich in Scheidung und brauchen erst einmal die Zeit für sich. In der Provence lebt ihr Großvater Paul (Jean Reno), den die Kinder allerdings noch nicht kennen. Der Grund ist ein langjähriger Familienstreit, der nun endlich mal begraben werden soll. Dass ihr Großmutter Irène (Anna Galiena) auch dort ist, kann den Trübsal der drei Geschwister nicht verpuffen lassen.

Denn die Kinder haben über den Großvater bisher nichts Gutes vernommen. So soll Paul ein sturer, verbitterter Mann sein, der seine Launen gern an seine Mitmenschen auslässt. Kaum angekommen, legt Paul auch eben jenes Verhalten an den Tag. Doch die Sonne und die Natur der Provence haben so ihren Einfluss auf die zerrüttete Familie, sodass sie sich gegenseitig daran zu erinnern versuchen, dass sie ja eigentlich eine gemeinsame Abstammung verbindet.

Mit Jean Reno hat dieser französische Film einen absoluten Superstar in der Hauptrolle gewonnen. Doch auch die Regisseurin Rose Bosch ist keine Unbekannte, immerhin schrieb sie das Drehbuch zum Ridley-Scott-Klassiker \”1492 – Die Eroberung des Paradieses\” mit Gérard Depardieu.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ferien auf dem Land, in einem rustikalen Steinhaus mit Olivenhain, und die Großmutter serviert das Essen im Garten! Wer bei einer solchen Vorstellung ins Schwärmen gerät, für den erscheint die Wohlfühlkomödie "Ein Sommer in der Provence" wie geschaffen. Die französische Regisseurin und Drehbuchautorin Rose Bosch ("Die Kinder von Paris", "Animal") würzt die Ferien bei den Großeltern nicht nur mit stimmungsvollen Bildern, sondern auch mit oft witzigen Generationenkonflikten.

    Alle müssen versuchen, sich mit der ungewollten Situation zu arrangieren. Für Adrien und Léa ist zunächst nur wichtig, dass sie Handyempfang und Internetanschluss haben. Dem Großvater stößt ihre respektlose Sprache unangenehm auf und auch Léas Kritik am Essen: Sie konsumiert nur Fairtrade-Produkte, stellt kritische Fragen in Bezug auf die Umweltverträglichkeit. Die Teenager sind auch als Digital Natives typische Vertreter ihrer Generation, was die Komödie unterhaltsam im Hier und Jetzt verankert. Adrien spielt dem Opa auf Facebook einen Streich, und plötzlich kreuzen seine alten Freunde auf, um gemeinsam Rocksongs zu singen und einen Joint zu rauchen. Die Großeltern waren in ihrer Jugend Hippies, was der Komödie einen besonderen Twist verleiht, der in hübschem Kontrast zum traditionellen Landleben vor Ort steht.

    Die bukolischen Dorffeste mit Stierhatz, Wein und Tanz und die amourösen Abenteuer von Léa und Adrien mit neuen Bekanntschaften sorgen dafür, dass die Ferien nicht langweilig werden. Von den Schauspielern überzeugen vor allem die junge Chloé Jouannet, die Léa mit bissiger Energie ausstattet und Anna Galiena als herzliche Großmutter. Der Star aber ist natürlich Jean Reno als Großvater, eine ungewohnte Rolle für den Actiondarsteller, in der er seine Sensibilität unter Beweis stellt. Auch wenn die Handlung im Detail nicht immer stimmig wirkt, entwickeln sich die Beziehungen zwischen Enkeln und Großeltern spannend im Wechsel von Streit und Zuneigung. Dabei verliert der Film den Wohlfühlfaktor nie aus dem Blick.

    Fazit: Die französische Wohlfühlkomödie "Ein Sommer in der Provence" unterhält mit realitätsnahen Generationenkonflikten, einem von Jean Reno sensibel gespielten Großvater und sonnigen Bildern des Landlebens.
  • Mussten sich die Eltern ausgerechnet vor den großen Ferien trennen? Jetzt müssen Léa, Adrien und ihr kleiner gehörloser Bruder Théo den Sommer bei ihrem brummigen Großvater in der öden Provence verbringen – weit entfernt vom quirligen Paris. Mit Großmama kommen sie klar, aber der Alte meckert ständig an ihnen herum. Doch nach anfänglichen Streitereien nähern sich die Generationen allmählich an. Eine weitere Hauptrolle in Rose Boschs Familienfilm spielt neben alten und neuen französischen Stars die lichtdurchflutete Landschaft der Provence. Einstige Hippies treffen auf “Digital Natives”, Großstadt-Kids auf Provinzler: Keine Sekunde Langeweile, und ein genialer Jean Reno, der durch seine Enkel sein Herz wieder findet.

    Fazit: Generationen- und Culture-Clash in einer Familienkomödie mit Herz.

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