Ein Licht in meinem Herzen (1996)

Originaltitel: Unhook the Stars
Ein Licht in meinem Herzen Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein Licht in meinem Herzen: Warmherziges Porträt einer Witwe, die doch noch zum späten Glück gelangt, als Hommage an Schauspieler-Mutter Gena Rowlands.

Von ihren Kindern verlassen steht die Witwe Mildred endgültig allein im Leben. Doch das Trübsal währt nicht lange, und buntes Treiben kommt in Form des sechsjährigen Nachbarjungens ins Haus. Auch mit der Mutter fühlt sich Mildred bald eng verbunden. Als dann noch eine amouröse Geschichte mit einem Fernfahrer hinzukommt, scheint das Glück perfekt.

Die Witwe Mildred lebt mittlerweile nur noch mit ihrer Tochter Ann Mary zusammen. Als die 18jährige nach einer der zahllosen Streitereien von zu Hause auszieht, ist die Mutter zum ersten Mal seit vielen Jahren allein. Doch schon bald freundet sie sich mit ihrer etwas chaotischen Nachbarin Monica und deren kleinem Sohn J.J., der alsbald sogar bei ihr einzieht, an. Und auch ein neuer Mann, der linkische Fernfahrer Big Tommy, tritt in Mildreds Leben. Von nun an scheint einem glücklichen zweiten Frühling nichts mehr im Wege zu stehen.

Die Kinder sind endgültig ausgeflogen und Mildred sitzt nun gänzlich alleine da. Doch buntes Treiben erfüllt bald ihr Haus und einem zweiten Frühling steht nichts mehr im Wege. Unspektakuläres, aber nie langweiliges Porträt einer Frau in den besten Jahren.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wie einst seinen Vater John, den Urahn der amerikanischen Independentszene, drängt es auch Sohn Nick Cassavetes – nach wohl vorwiegend monetär orientierten Auftritten als Darsteller diverser Bösewichte – zur Inszenierung eigener Stoffe. “Ein Licht in meinem Herzen”, das Porträt einer klugen Frau, deren Gefühlsstatus im reifen Alter vom Leben noch einmal kräftig durcheinandergebracht wird, empfiehlt sich als unspektakuläres, aber vielversprechendes Regiedebüt, das Cassavetes erstmals aus dem Schatten seines Vaters treten läßt.

    Mit Gespür für das Innenleben seiner Figuren, aber ohne die rauhe formale Oberfläche und den Improvisationscharakter der frühen Low-Budget-Filme seines Vaters, begleitet Cassavetes seine Protagonistin Mildred auf ihrem ereignisreichen Weg vom drohenden Oma-Syndrom zur Wiederentdeckung als Frau. Die klassisch familiären Tischgespräche zwischen Mildred und ihrer Tochter Ann Mary (Moira Kelly im Teenie-Zorn) über Verantwortung, Reife und Abhängigkeiten führen zum abrupten Auszug Ann Marys, wodurch Mildred erstmals mit sich alleine ist. Nicht lange allerdings, denn Nachbarin Monica (überzeugend als liebenswertes Vulgärpaket: Marisa Tomei), die soeben ihren prügelnden Ehemann vor die Tür gesetzt hat, bittet um Babysitterdienste für ihren 6-jährigen Sohn Jake. Aus dem kurzfristigen Notdienst entwickelt sich eine große Freundschaft zwischen den Generationen, die sicher nicht zufällig emotionale Spurenelemente einer ähnlichen Beziehung in John Cassavetes’ “Gloria” aufweist. Dort in stellvertretender, hier auch in direkter Mutterrolle brilliert Gena Rowlands, Witwe von John und Mutter von Nick. Die zeitlos schöne, Verletzlichkeit und Stärke gleichermaßen perfekt treffende 63-jährige Mimin, ist das Prunkstück einer durch Gérard Depardieu (als überraschendes romantisches Angebot für Rowlands) ergänzten guten Besetzung, der die Regie, sich inszenatorisch dabei spürbar zurückhaltend, ihre ganze Aufmerksamkeit schenkt.

    Trotz Versöhnlichkeitstendenzen zeigt Cassavetes, dessen Zweitwerk “She’s So Lovely” unlängst in Cannes Premiere feierte, auch als Autor Reife, spricht auch tabuisierte Themen wie abgestufte Mutterliebe (Mildred bevorzugt ihren Sohn, weil er weniger zwischenmenschlichen Widerstand leistete) mit erfrischender Ehrlichkeit an. Das wirkliche Leben bleibt somit nie ausgesperrt in diesem ruhigen, aber nie langweiligen Film, der große Emotionen anspricht, aber beim Ausleben vor der Kamera auf die Bremse tritt. Mehr ein Kino des Hinweisens als des Breittretens, dem es freilich an der Kasse nicht leichtgemacht werden dürfte. kob.

Darsteller und Crew

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