Drachenläufer (2007)

Originaltitel: Kite Runner
Drachenläufer Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 1
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 4

Filmhandlung und Hintergrund

Drachenläufer: Berührende Verfilmung von Khaled Hosseinis Bestseller über eine Kindheit in Afghanistan und ihr jähes Ende.

Kabul 1978. Der ängstliche Amir (Khalid Abdalla), Sohn eines angesehenen, Mullah-kritischen Afghanen, und Hassan (Ahmad Mahmidzada), der mutige Nachwuchs seines Hausdieners, wachsen gemeinsam auf und sind enge Freunde. Beide triumphieren beim jährlichen Wettbewerb im Drachenfliegen. Die Freundschaft zerbricht, als Hassan in einer Gasse vergewaltigt wird und Amir ihm aus Angst nicht zu Hilfe eilt. Erst viele Jahre später erhält er die Chance, Abbitte zu leisten.

Khaled Hosseinis

Kabul, 1978. Amir, Sohn eines angesehenen Afghanen, und Hassan, Sohn seines Hausdieners, sind Freunde. Doch das Band zerbricht, als Amir Hassan nicht zu Hilfe kommt, als dieser von anderen Jugendlichen grausam erniedrigt wird. Nach dem Einmarsch der Roten Armee fliehen Amir und sein Vater in die USA. Jahre später holt ihn die Vergangenheit ein, bietet sich ihm die Chance zur Wiedergutmachung und seelischen Befreiung.

Kabul, 1978. Amir, Sohn eines angesehenen Afghanen, und Hassan, Sohn seines Hausdieners, sind Freunde. Doch das Band zerbricht, nachdem Amir Hassan nicht zu Hilfe kommt, als dieser von anderen Jugendlichen grausam erniedrigt und vergewaltigt wird. Nach dem Einmarsch der Roten Armee fliehen Amir und sein Vater in die USA. Jahre später holt Amir, mittlerweile verheiratet und ein erfolgreicher Schriftsteller, die Vergangenheit ein, und bietet sich ihm die Chance zur Wiedergutmachung und seelischen Befreiung.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • "Der Drachenläufer" von Khaled Hosseini war ein Bestseller, noch dazu einer, der mit einer sowohl bildgewaltigen als auch emotionalen Sprache aufwartet. Da ist es kein Wunder, dass der Stoff so bald auch seinen Weg ins Kino gefunden hat. Dass sich für diese Verfilmung ein Regisseur wie Marc Forster gefunden hat, der im Laufe der letzten Jahre sein Talent bereits mehrfach unter Beweis stellen konnte, ist nicht nur für den Film eine glückliche Fügung, sondern auch für den Zuschauer und es ist fraglich, ob dieses Buch besser hätte verfilmt werden können, als es hier der Fall ist.

    Denn gerade diese Erzählung hält einige Stolpersteine bereit, über die ein Regisseur anderen Kalibers nicht so leichtfüßig hinweggesprungen wäre. Da wäre zum Beispiel die Gefahr, angesichts der Geschichte selbst, in allzu gefühlsschwangere Dramatik abzudriften. Immerhin geht es hier um die ganz großen Themen: Freundschaft, Verrat, Schuld und Sühne. Und das vor dem Hintergrund von jahrzehntelangen geschichtsträchtigen Kriegen, die das Land Afghanistan bis heute erschüttern.

    Da ist es angenehm, dass Forster ganz unaufdringlich an die Figuren herantritt und seine Helden nicht dazu zwingt, ihre Emotionen offen zur Schau zu stellen, sondern die inneren Regungen von Amir, Hassan und "Baba" eher im Verborgenen lässt, so dass sich der Zuschauer selbst ein wenig darum bemühen muss, sie zu entziffern. Dabei ist klar, dass es genau zwei grundlegende Sichtweisen auf den Film gibt, je nachdem ob man die Buchvorlage kennt oder nicht. Vereinfacht gesagt, ist es unmöglich Film und Buch gänzlich getrennt voneinander zu betrachten (was man grundsätzlich tun sollte), wenn man beide kennt.

    Es ist beispielsweise schwer zu sagen, ob sich die Beweggründe Amirs für seinen Verrat an Hassan nun deutlich genug im Film widerspiegeln, wenn die Sicht auf diese Dinge vom Wissen, das man aus dem Buch hat, überlagert wird. Auch erhält man den deutlichen Eindruck, dass einige Filmszenen, etwa die Vergewaltigung oder die Steinigung nicht annähernd an die Intensität des Geschriebenen heranreichen. Gleichzeitig scheint es Forster sehr gut zu gelingen, einige Schwachstellen des Romans auszubügeln und die ursprünglich episch breit erzählte Geschichte so geschickt zu kürzen, dass nicht das Gefühl entsteht, irgendetwas werde einem vorenthalten.

    Dabei wirft Forster auch einen – glücklicherweise niemals nostalgisch-wehmütigen – Blick auf ein Land, wie es vermutlich einmal war, bevor es in erschütternde Nachrichtenbilder zerfiel. Man könnte sagen, das unbekannte Afghanistan bekommt ein wenig Farbe verpasst. Die Drachen werden dabei zu einem Symbol zerstörter und wieder erwachender Hoffnung, dass es vielleicht eines Tages doch wieder möglich sein wird, in Kabul entspannt Whiskey zu schlürfen, während die Kinder fröhlich lärmend auf der Straße spielen.

    Fazit: Es ist fraglich, ob eine bessere Verfilmung dieses Buches möglich gewesen wäre.
  • Mit einem Melodram über die traumatische Veränderung Afghanistans und einer Freundschaft beweist der neue Bond-Regisseur Marc Forster erneut Vielseitigkeit und Reife.

    Wer die Ereignisse in Afghanistan bisher nur als periodische Schlagzeile aus einer fremden Welt wahrnahm, dem eröffnet dieses Distanz auflösende Melodram einen raren Blick ins Herz dieser Tragödie. Marc Forsters Adaption des literarischen Überraschungshits von Khaled Hosseini ist manipulativ und in der Entwicklung eines jugendlichen Schlägers und Vergewaltigers zum Terror verbreitenden Taliban sehr personalisiert und konstruiert. Aber die gut dosierte Emotionalität des Films ist kraftvoll – und seine Perspektive, Afghanistan aus kindlichen Augen blühend und aus erwachsener Sicht verwüstet zu zeigen, ideal, um das ganze Ausmaß dieser Katastrophe verstehen zu können. Der Film beginnt im Jahr 2000, als die nach San Francisco emigrierte Hauptfigur Amir ihr Romandebüt veröffentlicht – und endet schließlich auch dort. Der Schwerpunkt aber liegt 1978 in Afghanistan, das an beeindruckend exotischen Schauplätzen in Westchina zum Leben erweckt wurde. In der Hauptstadt Kabul wachsen Amir, der ängstliche Sohn eines hoch geachteten, Mullah-kritischen Afghanen, und Hassan, der mutige Nachwuchs des Hausdieners, gemeinsam auf. Trotz der Klassen- und Charakterunterschiede sind die Jungs beste Freunde, die beim jährlichen Wettbewerb im Drachenfliegen triumphieren. Doch die Jahre der Unschuld enden abrupt und tragisch, als Hassan in einer Gasse der Stadt vergewaltigt wird, und Amir dies beobachtet, aber aus Angst nicht eingreift. Seine Scham macht ihn zum Intriganten, beendet die Freundschaft, begleitet ihn auch nach dem Einmarsch der Roten Armee, als ihm sein Vater auf der Flucht nach Pakistan Zivilcourage demonstriert. Die Chance, sich selbst vergeben zu können, eröffnet sich Amir viele Jahre später. Ein Anruf führt ihn zurück in die Vergangenheit und schließlich in Afghanistan in die Konfrontation mit den Taliban. Die Folgen der russischen Besatzung und des Regimes der langen Bärte zeigt der stellenweise untertitelte Film in der Veränderung der Landschaft, im Klima der Angst, in den Kindern, die Gliedmaßen und Eltern verloren haben, und in einer öffentlichen Steinigung, die schockierend die Halbzeitpause eines Fußballspiels füllt. Überemotional ist Regisseur Forster (“Schräger als Fiktion”) in solchen Sequenzen nie – nur sentimental in der Beziehung Amirs zu seinem Vater, in der die Tradition weiterlebt wie die Liebe. “Drachenläufer” ist realistisch, aber nicht deprimierend. Seine Perspektive ist Hoffnung – und wenn am Ende Drachen wieder zum Himmel steigen, finden Vergangenheit und Gegenwart, Heimat und Exil, Unschuld und Reife, auf zärtlichste Weise zusammen. kob.

Darsteller und Crew

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