Die Relativitätstheorie der Liebe (2011)

Die Relativitätstheorie der Liebe Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (0)
  1. Ø 0
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 2.5

Filmhandlung und Hintergrund

Die Relativitätstheorie der Liebe: Mal tragischer, als komischer, aber stets bewegender Liebesreigen mit Katja Riemann und Olli Dittrich in mehreren Rollen.

Zehn Großstadtmenschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf der Suche nach der idealen Beziehung: Da ist Agenturchef Frieder, der seine esoterisch veranlagte Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, oder Fahrlehrer Paul, der glaubt, dass seine Frau, eine rassige Venezolanerin, ein Verhältnis mit dem Tanzlehrer hat. Und dann wäre da noch Daily-Soap-Star Alexa, die nach vielen Enttäuschungen in Pianospieler Stevie den Richtigen findet, während sich die spröde Beamtin Peggy doch tatsächlich in den Döner-Mann Youssef verliebt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
1 Stimme
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Otto Alexander Jahrreiss, der Regisseur und Drehbuchautor dieser Beziehungskomödie, lässt alle Hauptrollen von einer einzigen Frau und einem einzigen Mann spielen, jeweils ein wenig umgestylt. Katja Riemann und Olli Dittrich werden also zu diesen sehr unterschiedlichen Figuren, die nicht alle gleich gelungen sind. In einem flotten Wechsel sehr kurzer Szenen springt die Handlung episodisch von Peggy zu Frieder, zu Alexa und irgendwann wieder zurück, um zu schauen, was aus Peggy und ihrem Youssef inzwischen geworden ist. Der Unterhaltungsfaktor bleibt im mittleren Bereich.

    Jahrreiss verweist auf den Ursprung solcher Rollenspiele im Theater. Aber die Freunde der Fernseh-Comedy kennen die Verkleidungssketche ebenfalls längst. Comedian Olli Dittrich verdankt seine erste Hauptrolle in einem Spielfilm – die sogar eine Mehrfachrolle ist - der Tatsache, dass er sich zuvor in einer Werbekampagne unter der Regie von Jahrreiss so lustig in verschiedene Typen verwandeln konnte. Auch hier in diesem Film gelingt ihm das wunderbar, ebenso wie Katja Riemann: Wenn man nicht wüsste, dass es immer dieselben beiden Darsteller sind, würde man sie womöglich nicht in dem Libanesen Youssef und dem Werbeagenturchef Frieder, oder in der gehemmten Peggy und der attraktiven Gabriela wiedererkennen.

    Stevie, der blonde Musiker mit der Sonnenbrille, erklärt den Filmtitel. Die Relativitätstheorie der Liebe setzt demnach voraus, dass sich zunächst zwei Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort begegnen müssen. Jahrreiss geht es eigenen Angaben zufolge auch um die grundsätzlichen Dinge, auf die sich viele Beziehungsprobleme reduzieren lassen. Hier sind das eher zeitlose Themen wie Eifersucht, Einsamkeit, familiäre Verpflichtungen. In Ralf Westhoffs formal verwandter Speed-Dating-Komödie „Shoppen“ und deren Nachfolger „Der letzte schöne Herbsttag“ hat das Herausstellen von Exemplarischem besser funktioniert, weil es sich pointierter um zeitgenössische Menschen mit ihren ebenfalls für die Gegenwart spezifischen Wünschen und Barrieren handelte.

    Dabei hat die Komödie hübsche Ansätze, zum Beispiel die vielversprechende Einführung in Frieders Privatleben, welches gleich der jugendliche Sohn aufmischt, indem er vom Balkon mit dem Gewehr auf Tauben schießt. Aber was will Frieder, warum rennt er immer genervt durch die Gegend? Seine Frau meditiert zwar stumm, aber da gibt es auch eine Geliebte, er verdient gut in der Werbung, wo es zwar gerade nur um Bratwürstchen geht, aber was für Frieder daran so schlimm sein soll, wird nicht wirklich erklärt.

    Katja Riemann hat mit der Venezolanerin Gabriela eine attraktive Komödienfigur, die sie lebendig spielt. Aber dass sie auch deren erwachsene Tochter Alexa darstellen muss, ist kein guter Einfall, denn diese Alexa wirkt nicht jünger als ihre Mutter. Und Beamtin Peggy schließlich, das Mauerblümchen mit der Brille und den gelben Zähnen, das sich vom Imbiss-Wirt Youssef pflücken lässt, hat zwar das Zeug zur dramatischen Figur, wird aber zu stark karikiert.

    Fazit: Mittelmäßiges Vergnügen mit Katja Riemann und Olli Dittrich in jeweils fünf verschiedenen Rollen.
  • In Otto Alexander Jahrreiss’ “Short Cuts”-Reigen der einsamen Seelen liefern Katja Riemann und Olli Dittrich mit einem doppelten Fünffachauftritt ein schauspielerisches Kabinettstückchen ab.

    “Tauben auf dem Dach” war einmal der Arbeitstitel dieses tragikomischen Liebesreigens, in dem Regisseur Otto Alexander Jahrreiss in seinem ersten Kinofilm seit zwölf Jahren (“Alles Bob!”) den Geheimnissen und Irrwegen der Liebe auf den Grund gehen möchte. Dass man schließlich das nüchtern-sachliche Wort “Relativitätstheorie” in den Titel packte, drückt zum einen aus, wie schwierig es ist, unsere Gefühlswelt in strukturierte Bahnen zu lenken (sofern wir dies überhaupt wollen?), zum anderen steht der Einsteinsche Begriff auch für die vielen emotionalen Facetten und Beziehungs-Konstellationen, denen die Protagonisten in diesem episodenartig angelegten Werk unterworfen sind. Zehn Großstadtmenschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, befinden sich auf der Suche nach der idealen Partnerschaft. Und sie alle – und das ist der eigentliche Clou des Films – werden gespielt von lediglich zwei Schauspielern, Katja Riemann und Olli Dittrich.

    Da ist zum Beispiel der Agenturchef Frieder, der seine esoterisch veranlagte Frau seit Jahren mit deren Schwester betrügt, während diese in der Meditationsgruppe ihren Yogi Swami Helmut (Dittrich mit graumeliertem Rauschebart) anhimmelt. Oder Fahrlehrer Paul, der nach 35 Jahren Ehe plötzlich glaubt, dass seine Frau, die rassige Venezolanerin Gabriela, ein Verhältnis mit ihrem Tanzlehrer hat. Dann wäre da noch deren Tochter, der Daily Soap-Star Alexa, die immer wieder auf den falschen reinfällt und schließlich ausgerechnet mit dem potenziellen Samenspender für ihr lang ersehntes Baby, dem Pianospieler Stevie, anbandelt. Zu guter Letzt findet sogar die spröde Beamtin Peggy ihr Glück. Sie soll eigentlich die Döner-Bude von Youssef aus gesundheitspolizeilichen Gründen zu sperren, doch nach und nach findet sie Gefallen an dem charmanten Araber mit Goldkettchen und Ganzkörperbehaarung.

    Natürlich ist “Die Relativitätstheorie der Liebe” die ideale Plattform für ein schauspielerisches Kabinettstückchen von Riemann und Dittrich. Doch während man ihm seine verschiedenen Charaktere – vor allem den Proleten Paul, aber auch den knuddeligen Libanesen Youssef und den arroganten, überkandidelten Werbe-Fuzzi Frieder – durchaus abnimmt, gelingt es Riemann nur bedingt, ihre Figuren mit Leben zu füllen. So wirkt etwa der spanische Akzent von Gabriela aufgesetzt und trotz aller maskenbildnerischen Anstrengung scheitert sie beim Versuch, gleichzeitig Mutter und Tochter glaubwürdig zu verkörpern. Neben Authentizität und moderner Frische fehlt ein wenig der Spaßfaktor, weil sich die Protagonisten zuweilen schlichtweg zu ernst nehmen. Spannend wird es dann, wenn die Make-Up-Künstler besonders effektiv zuschlagen und ihre Schauspieler in völlig verschiedene Menschen verwandeln, oder in jenen Szenen, wenn die digitale Tricktechnik zur Entfaltung kommt. Zum Beispiel bei der Vernissage in einer Galerie, bei der sich gleichzeitig zwei “Dittrichs” und drei “Riemanns” in einer Einstellung tummeln. Weil der – vielleicht etwas üppig geratene – Soundtrack ein paar Ohrwürmer wie “What a Wonderful World” oder “Yes Sir, I Can Boogie” bereit hält und Momente wie der leise Furz, der die Stille im Meditationsraum jäh durchbricht, oder die gebratene “Taube vom Dach” (siehe Arbeitstitel), die Gabriela ihrem lieben Ehemann serviert, für überwiegend Heiterkeit sorgen, ist diese “Short Cuts”-Version über einsame Seelen und andere traurige Randgruppen unserer Gesellschaft nicht nur “theoretisch”, sondern auch “relativ”, um Einstein ein letztes Mal zu bemühen, kurzweilig geraten. lasso.

Darsteller und Crew

News und Stories

  • Fakten und Hintergründe zum Film "Die Relativit?tstheorie der Liebe"

    Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

  • Universal: Blu-ray-Neuheiten im Dezember 2011

    Universal Pictures hat ihr Blu-ray-Programm für den letzten Monat des Jahres vorgestellt. Insgesamt werden fünf neue Titel in Handel kommen, darunter zwei Kinoproduktionen. In der mit viel französischem Charme gefüllten Dramedy “Kleine wahre Lügen” sind u.a. Francois Cluzet und Marion Cotillard zu sehen. Darin geht es um eine Gruppe von Freunden, die alljährlich gemeinsam Urlaub machen. Jeder von ihnen versteckt...

  • Universal: DVD-Neuheiten im Dezember 2011

    Universal Pictures hat ihr DVD-Programm für den letzten Monat des Jahres vorgestellt. Insgesamt werden fünf neue Titel in Handel kommen, darunter zwei Kinoproduktionen. In der mit viel französischem Charme gefüllten Dramedy “Kleine wahre Lügen” sind u.a. Francois Cluzet und Marion Cotillard zu sehen. Darin geht es um eine Gruppe von Freunden, die alljährlich gemeinsam Urlaub machen. Jeder von ihnen versteckt...

  • Komödie "Tauben auf dem Dach" mit Olli Dittrich

    Mitte August beginnen die Dreharbeiten zu einer Komödie mit dem Arbeitstitel “Tauben auf dem Dach”, die bei UFA Cinema entsteht. Olli Dittrich (“Der Wixxer”) und Katja Riemann (“Ein fliehendes Pferd”) spielen darin vier verschiedene Großstadt-Paare in miteinander verwobenen Geschichten. Das Drehbuch stammt von Otto Alexander Jahrreiss (“Alles Bob!”, “Zoom”), der auch Regie führt. 

Kommentare