Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (2011)

Originaltitel: Moneyball
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball: Herausragender Sportfilm, der einen Blick hinter die Kulissen des Millionengeschäfts Baseball wirft und das packende Porträt eines Mannes zeichnet, der gegen alle widerstände alles auf eine Karte setzt.

Nach der Baseball-Saison fällt die knapp gescheiterte Mannschaft der Oakland A’s auseinander. Teammanager Billy Beane muss ein neues Team bilden, hat dafür aber nur begrenzte finanzielle Ressourcen zur Hand. Zufällig lernt er den Wirtschaftsanalysten Peter Brand kennen, der ein, wie er glaubt, todsicheres System entwickelt hat, mit Computerstatistiken eine perfekte Mannschaft ohne Stars aufzubauen. Beane vertraut dem jungen Mann und setzt dessen System gegen alle Widerstände durch. Erfolge wollen sich zunächst nicht einstellen.

Baseballmanager Billy Beane setzt in der neuen Saison alles auf eine Karte und vertraut bei der Mannschaftsaufstellung auf den Computer. Herausragender Sportfilm, der einen Blick hinter die Kulissen des Millionengeschäfts Baseball wirft.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gutes Drama, das keinerlei Baseball-Kenntnisse voraussetzt. Ja, man muss noch nicht mal Sport mögen, um den Film zu mögen.
  • Baseballfilme stehen in den deutschen Kinos nicht gerade im Ruf, in der Beliebtheit des Publikums weit oben zu rangieren. Wenn es einem Film gelingen kann, die Begeisterung doch noch zu entfachen, dann ist es “Die Kunst zu gewinnen”, Bennett Millers erste Regiearbeit seit seinem erstaunlichen Debüt “Capote”, weil man kein Regelwerk beherrschen muss und es auch gar nicht um Baseball an sich geht. Vielmehr ist es ein entlarvender, immer etwas belustigter Blick auf das Geschehen hinter den Kulissen – der “Social Network” des Sportfilms, der das Räderwerk der Maschine Baseball auseinandernimmt und darin eine bemerkenswerte Geschichte über einen Mann entdeckt, der sein ganzes Leben nie gelebt hat als wäre es sein Eigenes, um nun bei der Durchsetzung einer scheinbar verrückten Idee zu sich selbst zu finden.

    Basierend auf dem Tatsachenroman von Michael Lewis, erzählt “Die Kunst zu gewinnen” die wahre Geschichte von Billy Beane, einst eine große Baseballhoffnung, die es nie zu etwas gebracht hat und nun als Baseballmanager dazu verdammt ist, bei einem Team zu arbeiten, das mit den Großen konkurrieren soll, dafür aber nur ein Budget zur Verfügung hat, mit dem die Konkurrenz die Spesenkosten decken würde.

    Die Oakland A’s standen kurz vor einem großen Erfolg, nun droht der Ausverkauf, das Team zerbricht. Und Beane muss eine neue Mannschaft präsentieren, nur fehlen ihm die Mittel. Zufällig stößt er bei einem Treffen mit den Cleveland Indians auf einen jungen Analysten, Peter Brand, der Beane ein völlig neues System präsentiert, wie man Mannschaften zusammensetzt: Nicht auf Bauchgefühl, Erfahrung und extensives Scouting kommt es an, sondern einfach auf die Auswertung von Computeranalysen. Gegen den Druck des eigenen Vereins drückt Beane die Moneyball-Idee durch – und steht erst einmal allein da.

    Einer gegen Alle – das ist der Stoff, aus dem große Filme gemacht werden. “Die Kunst zu gewinnen” liefert Einblicke in die Führung eines Baseballvereins, die der moderner Fußballvereine nicht unähnlich ist und deshalb für Sportfans spannend sein sollte – und beschert dem Film eine hinreißende zehnminütige Szene, in der Brad Pitt am Telefon mit drei anderen Mannschaften jongliert, um seine Wunschspieler zusammen zu bekommen. Aber ansonsten ist das nur Überbau für die Geschichte eines Außenseiter, der sich gegen das System nicht nur auflehnt, sondern es komplett verändern will. Und für Brad Pitt – in entspanntem, in jeder Szene gewinnenden Robert-Redford-Superstar-Modus – ist es die Gelegenheit für ein hinreißendes Porträt eines Mannes, der alles auf eine Karte setzt und gegen alle Widerstände auf den gewählten Weg vertrauen muss, weil es keine andere Alternative gibt. Jonah Hill ist als dicker Nerd Brand der ideale Sidekick, sorgt für Humor und ist als Neuling im Baseball Augen und Ohren des Publikums, die mit einer ihm fremden Welt vertraut gemacht werden. Das ist spannend, hat Herz und Humor und ausreichend Drama, um nachhaltig nachzuwirken. ts.
  • Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Michael Lewis, erzählt „Moneyball“ die wahre Geschichte, wie eine neue Methode die Suche nach Talenten im amerikanischen Baseballsport veränderte. Der immer noch aktive Manager der Oakland A´s, Billy Beane, setzte sie im Jahr 2002 durch. Unter der Regie von Bennett Miller entfaltet sich ein spannendes Drama mit authentischen Einblicken in die Transfer- und Kauftaktiken der Clubs. Brad Pitt bestimmt als Billy Beane mit seinem kraftvollen Spiel den Film maßgeblich.

    Es muss eine regelrechte Erschütterung für das Baseball-Establishment gewesen sein, als Billy Beane schon länger existierende statistische Bewertungsmethoden in diesen Sport hineinholte. Als der Manager im Film vor Beginn der neuen Spielsaison mit den Vorstandsmitgliedern des kalifornischen Clubs zusammensitzt, um Ersatzspieler für die weggekauften größten Talente zu finden, schlagen die alten, erfahrenen Männer Namen nach dem immergleichen Muster vor. Es geht um äußerliche Attraktivität oder um das Selbstbewusstsein von Spielern. Wenn Beane jemanden vorschlägt, der laut seinem Assistenten Peter Brand ein großes Potenzial besitzt, heißt es: Der ist zu alt, der ist verletzt, sieht komisch aus, hat eine merkwürdige Technik.

    Aber Brand, den Jonah Hill spielt, hat Beane am Computer von seinen Statistiken überzeugt: Er kann Prognosen für einzelne Spieler im ganzen Land erstellen, aufgrund ihrer bisherigen Leistung und herausfinden, welche von ihnen aktuell von den Clubs massiv unterbewertet sind. Aus dieser Gruppe will Beane, der früher selbst Spieler war, sein neues, erfolgreiches Team bilden. Aber zunächst muss er seinen altgedienten Scout feuern, sich hämische Rundfunkkommentare anhören, als die Mannschaft die ersten Spiele verliert. Und er findet in seinem Trainer Art, gespielt von Philip Seymour Hoffman, einen hartnäckigen Gegner.

    Brad Pitt spielt Beane als Energiebündel mit Respekt einflößender Autorität. Er besitzt die nötige Aggressivität und Härte, um seinen Willen durchzusetzen und dabei auch Menschen vor den Kopf zu stoßen. Pitt erscheint in dieser Rolle ungeheuer agil und gereift, ein charismatischer Darsteller von großer Dynamik. Beane führt seinem Assistenten vor, wie man Spieler völlig ungerührt austauscht, verkauft, feuert. Oder wie man am Telefon um den günstigsten Handel pokert. Beane bewegt sich geschickt in einem Haifischbecken, in welchem er selbst beißt, aber auch weiß, wie sehr er sich exponiert.

    Sein Assistent Brand ist das krasse Gegenteil von Beane und tut auch gut daran, sich in Gegenwart des impulsiven Managers zurückzunehmen. Der Film lockert das Geschehen hinter den Kulissen des Stadions auf mit Einblicken in Beanes Beziehung zu seiner Tochter aus geschiedener Ehe. Es gibt auch Rückblenden in seine Vergangenheit als gescheiterter Sportler. Dabei kreist die Geschichte häufig um das Verhältnis von Emotion und Objektivität im Baseball. Pitts Schauspiel jedenfalls sorgt auch darüber hinaus für Vergnügen.

    Fazit: Dank Brad Pitt in der Hauptrolle wird der Film über eine Änderung der Bewertungskriterien für Baseballspieler zum spannenden Vergnügen.
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