Die geheimnisvolle Minusch (2001)

Originaltitel: Minoes
Die geheimnisvolle Minusch Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Die geheimnisvolle Minusch: Anrührende und witzige Geschichte um ein Mädchen, das sich für eine Katze hält.

Tibbe (Theo Maassen), Reporter beim “Killstädter Kurier”, steckt bis über beide Ohren in der Schaffenskrise, will es ihm doch als schüchternem Menschen wiederholt nicht gelingen, die von seinem Chef so dringend eingeforderten Sensationen zu beschaffen. Das könnte die eigenartige junge Dame (Carice van Houten) ändern, die sich frisch bei ihm einquartiert: Minusch neigt zu seltsamen Hobbies, schläft am liebsten in einem Pappkarton, kann 1a klettern und erfährt den neusten Tratsch der Stadt offensichtlich direkt von den Katzen!

Das für den deutschen Jugendliteraturpreis vorgeschlagene und mit der Hans-Christian-Andersen-Medaille ausgezeichnete, gleichnamige Kinderbuch von Annie M.G. Schmidt diente als Vorlage für Vincent Bals phantastische “Beziehungskiste”.

Nachwuchsjournalist Tibbe steht bei seinem Arbeitgeber, einem holländischen Lokalblatt, vor der Entlassung. Da lernt er Minusch kennen, die behauptet, eine Katze zu sein und ihm anbietet, ihn mit spannenden Infos für seine Zeitung zu versorgen. Tatsächlich liefert Minusch von ihren Katzengefährten so gute Geschichten, dass Tibbe zum Starreporter aufsteigt.

Weil Journalist Tibbe nur gähnend langweilige Artikel verfasst, gibt ihm seine Chefin vom Killendoorner Lokalblatt eine letzte Bewährungschance. Da kommt ihm Minusch wie gerufen. Die junge Frau behauptet, in Wirklichkeit eine Katze zu sein und verspricht, ihre Katzenfreunde als Undercover-Ermittler einzuspannen. Schon bald steigt “Insider” Tibbe zum Star-Journalisten auf. Als die Katzen jedoch einen Skandal aufdecken, muss der Hasenfuß auf Minuschs Drängen seinen ganzen Mut aufbringen, um weitere Untaten zu verhindern…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Noch bevor Mäuserich Stuart Little zum zweiten Mal für Columbia Kinokasse machen wird, schickt Warner ein Kleinod aus unserem Nachbarland Niederlande ins Rennen. “Die geheimnisvolle Minusch” basiert auf einem holländischen Kinderbuchklassiker und konnte in seinem Entstehungsland bereits eine knappe Million Besucher verzeichnen. Kein Wunder, begeistert die Geschichte um die unkonventionellen Erlebnisse einer jungen Frau, die in Wirklichkeit eine Katze ist, durch ihren wunderbaren Charme, die liebevoll gezeichneten Personen und verblüffende Computer-Tricks.

    Rund 30 Jahre hat die gleichnamige Buchvorlage von Anna Maria Geertrudia Schmidt, die in ihrer Heimat gerne als “holländische Astrid Lindgren” apostrophiert wird, bereits auf dem Buckel. Und fast 15 Jahre musste der Produzent Burny Bos, selbst Autor zahlreicher Kinderbücher, warten, bis er die Rechte an Schmidts Werken erwerben konnte. Für die filmische Umsetzung von “Die geheimnisvolle Minusch” engagierte Bos schließlich den erst 30-jährigen belgischen Regisseur Vincent Bal. Dieser brachte als Empfehlung sein Regiedebüt mit, den Kinderfilm “man van staal”, der auf dem Kinderfilmfest der Berlinale 2000 den Großen Preis erhielt. In seinem zweiten Kinowerk entführt uns Bal in den Alltag des Journalisten Tibbe (Theo Maassen). Der ist leider so schüchtern, dass er sich nicht traut, Interviews zu führen. Das Resultat: Er verfasst nur gähnend langweilige Artikel. Als seine Chefin vom Killendoorner Lokalblatt Tibbe eine letzte Chance gibt, sich zu bewähren, kommt ihm Minusch (Carice van Houten) wie gerufen. Die junge Frau behauptet, in Wirklichkeit eine Katze zu sein und verspricht, ihre Katzenfreunde als Undercover-Ermittler einzuspannen. Tatsächlich liefern die haarigen Rechercheure exklusive Insider-Stories, die Tibbe zum Star-Journalisten aufsteigen lassen. Als die Katzen dann einen Skandal aufdecken, muss der Hasenfuß auf Minuschs Drängen aber seinen ganzen Mut aufbringen, um weitere Untaten zu verhindern…

    “Die geheimnisvolle Minusch” bietet alles, was einen guten Krimi ausmacht: Eine packende Handlung, einen zwar tollpatschigen, aber sehr sympathischen Reporter in der Rolle des Detektivs und in dem holländischen Theaterstar Pierre Bokma einen herrlich fiesen Bösewicht, der Katzen und Kinder gleichermaßen nicht leiden kann. Neben pfiffigen, zuweilen sogar anarchischen Dialogen, über die insbesondere auch das ältere Publikum schmunzeln kann, beeindruckt auch die Armada sprechender Katzen, die dank ausgefeilter Tricktechnik ähnlich perfekt agiert wie man das aus hochwertigen Hollywood-Produktionen gewohnt ist. Im Endeffekt aber steht und fällt der hochspannende, aber trotzdem für Kinder ab sechs Jahren hervorragend geeignete, mit ökologischen Elementen angereicherte Thriller mit seiner Hauptdarstellerin Carice van Houten. Wenn die 25-jährige Holländerin mit dem unschuldigen Audrey-Hepburn-Blick rohe Fische vertilgt, ihre Krallen fauchend ausfährt und – aus Angst vor den bösen Hunden – blitzartig in Baumkronen klettert, dann glaubt man tatsächlich, sie würde Katzen-Gene in sich tragen.

    Auch wenn das Umfeld der Story typisch holländisch ist, die Darsteller hierzulande unbekannt sind und sich Vincent Bal sämtliche Schauwerte geschickt entzieht, hat hier Warner einen Trumpf im Ärmel, der diesen Sommer durchaus stechen könnte. Denn dank hervorragender Mundpropaganda werden sich eine Menge Kinder mit ihren Eltern (und umgekehrt!) diese wahrhaft “geheimnisvolle Minusch” nicht entgehen lassen. lasso.

Darsteller und Crew

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