Der Zauber von Malèna (2000)

Originaltitel: Malèna
Der Zauber von Malèna Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Zauber von Malèna: Coming-of-Age Geschichte eines Jungen im faschistischen Italien, der sich in eine schöne Frau verliebt, der das Leben tragisch mitspielt.

Nur ein Blick auf Malena, der Tochter seines schwerhörigen Mathelehrers, und der 13-jährige Renato ist gebannt. Schnell steigern sich seine Fantasien zur Obsession. Dabei ist sie eine tragische Gestalt, die nach der fälschlichen Nachricht vom Tod ihres Mannes als Hure beschimpft und aus der Stadt getrieben wird. Als der Ehemann aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, kann nur Renato helfen.

Castelcutò, ein sizilianisches Dörfchen, während des Zweiten Weltkrieges. Doch der 13-jährige Renato kümmert sich nicht weiter um die noch fernen Kämpfe. Er hat zur Genüge mit dem eigenen Erwachsenwerden zu tun. Vor allem da plötzlich die anmutige Schönheit Malèna auftaucht, um ihren Vater zu unterstützen, während ihr Mann an der Front kämpft. Die verdreht nämlich allen Männern des Ortes den Kopf und erweckt selbst in Renato ungeahnte Gefühle. Er träumt davon ihr Beschützer zu sein, bis es plötzlich wirklich darauf ankommt…

Während des Zweiten Weltkriegs konzentriert sich der 13-jährige Renato auf das eigene Erwachsenwerden. Er träumt davon, Beschützer der anmutigen Schönheit Malèna zu sein, bis es eines Tages wirklich darauf ankommt… Der Oscarpreisträger und gebürtige Sizilianer Giuseppe Tornatore kehrt mit “Der Zauber von Malèna” zu seinen Wurzeln zurück und huldigt dabei sowohl der Schönheit des Landes als auch der seiner Titelheldin Monica Bellucci.

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Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Oscar-Preisträger Giuseppe Tornatore kehrt mit seinem neuen Werk in eine kleine italienische Stadt und in seine sizilianische Heimat zurück. In der berührenden Coming-of-Age-Story erzählt er von der schönen “Malèna”, die beim jungen Renato während der Kriegswirren für Herzschmerz sorgt, von erster Liebe und dem ewigen Konflikt zwischen Gut und Böse.

    Wie schon in Tornatores Meisterwerk “Cinema Paradiso” geht es um wehmütige Nostalgie, die Erinnerung an die Probleme des Erwachsenwerdens, den Verlust der Unschuld. Und wieder spielt die Geschichte am Ende des Zweiten Weltkrieges. Während ihr Mann als Soldat in Nordafrika kämpft, verdreht die hübsche Malèna allein durch ihre erotische Präsenz den Männern den Kopf. Aber nicht nur denen. Auch die Jungs kriegen nicht nur feuchte Hände, wenn sie lasziv über die Piazza stöckelt. Vor allem der 13-jährige Renato, wegen seiner kurzen Hosen noch als Kind gehänselt, wird ihr heimlicher Verehrer, schleicht ihr nach und muss beobachten, wie die Holde sich anderen hingibt. Während Malèna zu Beginn sich zwar ihrer Ausstrahlung bewusst ist, aber diese nicht bewusst einsetzt, ändert sich ihr Verhalten nach der Nachricht vom Tode ihres Mannes. Das Nötigste zum Leben verdient sie sich auf ihre Weise, ohne Rücksicht auf Religion und Moral. Das kann nicht gutgehen. Als sie dann noch deutschen Besatzern zu Dienste ist, kennt der Hass der Dorfweiber keine Grenzen mehr und entlädt sich auf grausame Weise beim Einzug der Amerikaner. “Der Zauber von Malèna” handelt nicht nur von einem Pubertierenden und seinen sexuellen Träumen, sondern ist auch eine politische Allegorie. Die Frau in ihrer Funktion als Prostituierte für deutsche Soldaten symbolisiert ein Italien, das mit dem Duce auf der falschen Seite stand, an ihr darf man den Zorn abreagieren, sich rächen für alle Demütigungen und enttäuschten Hoffnungen. Aber primär geht es in diesem Drama um typische Männerfantasien, die Tornatore wohl mit seinem jungen Protagonisten teilt. In seiner Imagination ist Renato mal Tarzan, mal Cowboy, mal Gladiator – aber immer rettet er die Beauty vor dem Beast. Und wenn der Krieg vorbei ist, Malèna mit dem wieder aufgetauchten Gatten am Arm durchs Dorf geht, nicht mehr in aufreizender Kleidung, sondern in sizilianische weibliche Norm gepresst, unattraktiv und unauffällig, weiß man, es ist wieder Ordnung eingekehrt. Aber kein Glück. Das Leben ist nicht schön. Leider erschließen sich weder Charakter noch Beweggründe von Malèna. Monica Bellucci als pralles Objekt der Begierde hält sich mimisch äußerst zurück, sie bleibt eine sexuelle Phantasmagorie, keine Frau aus Fleisch und Blut, mit der man leiden und lieben kann. So mag Tornatore hier nicht die Magie von “Cinema Paradiso” entfalten, die Anhänger des italienischen Kinos sollten ihm dennoch ihren Tribut zollen. mk.

Darsteller und Crew

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