Der verbotene Schlüssel (2005)

Originaltitel: The Skeleton Key
Der verbotene Schlüssel Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der verbotene Schlüssel: Gruselthriller über eine Pflegerin, die in einem alten Plantagenhaus gegen den Spuk der Vergangenheit kämpft.

Im Auftrag einer älteren Dame (Gena Rowlands) soll sich Krankenschwester Caroline (Kate Hudson) um deren gesundheitlich angeschlagenen Ehemann (John Hurt) kümmern. In der weitläufigen Villa im sumpfigen Hinterland von Louisiana sind einige Geheimnisse verborgen. Neugierig geworden vom eigentümlichen Verhalten der Alten und den zahlreichen interessanten Räumlichkeiten unterzieht Caroline – zur Not auch mit dem Dietrich – ihr neues Heim einer näheren, keineswegs ungefährlichen Betrachtung.

Ring”-Interpret Ehren Kruger ersann auch dieses atmosphärisch dichte Schauerstück um ein Geisterhaus, ein allzu neugieriges Mädchen und jede Menge Hoodoo-Zauber in bester New-Orleans-Tradition.

Pflegerin Caroline gibt keinen Kranken auf. Auch nicht den alten Ben, der in einem verfallenen Plantagenhaus gelähmt auf seinen Tod wartet. Je mehr Caroline die Geschichte des Hauses erforscht, desto stärker ist sie überzeugt, dass Ben nicht vom Schlaganfall paralysiert wurde. Obwohl Bens Frau warnt, dass Neugier von dunklen Kräften bestraft wird, kämpft Caroline um Bens und ihr eigenes Leben.

Die junge Caroline nimmt in einem abgelegenen Haus in Louisiana einen Job als Pflegerin an. Schon bald erhält sie von der resoluten Hausherrin Violet einen Generalschlüssel, der ihr die Betreuung des gelähmten und beinahe stummen Ehemanns Ben erleichtern soll. Schließlich öffnet Caroline damit die versteckte Tür zu einem Zimmer, das mit seltsamen Kultgegenständen gefüllt ist. Als immer mehr eigenartige Vorkommnisse passieren, kristallisiert sich heraus, dass die beiden Alten einige Geheimnisse verbergen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Der verbotene Schlüssel“ hat seine großen Momente am Ende. Erst dann wird der Zuschauer des Grauens gewahr, dem die Figuren des Films ausgesetzt waren, dann fängt er an, Szenen in einem andern Licht zu sehen und Dialoge neu zu deuten, dann begreift er, wie großartig John Hurt den verzweifelt sprachlosen Ben Devereaux spielt oder was vermutlich hinter der Abneigung der Hausherrin gegen Spiegel steckt. Die letzte Einstellung zeigt deutlicher als alle vorausgegangenen die Abgeschiedenheit des Schauplatzes, aus der der Horror letztlich resultiert. Aufgenommen aus einem Hubschrauber sehen wir noch einmal das Devereaux-Anwesen, und während die Kamera langsam von dem Haus wegfährt und den Blick auf die Umgebung freigibt, füllt sich das Bild mehr und mehr und immer mehr mit dem satten Grün der Sümpfe. Hier draußen gibt es keine Nachbarn, kein Anzeichen von Zivilisation, kein Entkommen. Die geographische Isolation des Schauplatzes, die dieses letzte Bild so eindrucksvoll vermittelt, korrespondiert mit der psychologischen Isolation der Figuren.

    Der lange Weg zu diesem hervorragenden Scary End führt allerdings durch 90 Minuten Genredurchschnitt, versehen mit allerlei Versatzstücken aus anderen Filmen und Reminiszenzen an das literarische Genre des Gothic-Horrors und den Voodoo-Kult: Ein abgelegenes Haus und eine vermeintliche zweiköpfige Familie mit Pflegefall – das gab es doch schon mal bei einem gewissen Alfred Hitchkock. Düstere Beschwörungsformeln, diesmal nicht vom Tonband aus dem Keller, dafür von der Schallplatte auf dem Speicher, Spiegel, die mehr reflektieren als das, was das Auge wahrnehmen kann, ein dunkles Geheimnis hinter der verbotenen Tür, die zunächst verschlossen ist und nur mit dem verbotenen Schlüssel geöffnet werden kann – der im Übrigen gar kein besonderer, verbotener Schlüssel ist, sondern schlicht ein Generalschlüssel, ein skeleton key, wie der Film ja auch im Original heißt.

    Lediglich das Setting im heißen und vor allem feuchten Süden der Vereinigten Staaten, in den Sümpfen von Louisiana, in diesem im Verfall begriffenen Haus im Nirgendwo, in einer Gegend, die wahrscheinlich selbst auf einen Amerikaner eigentümlich und exotisch wirkt, macht den Reiz dieser ersten 90 Minuten des Films aus. Regisseur und Produzent Iain Softley hat dem viktorianischen haunted house einen Ausflug in die Subtropen spendiert und damit eine ganz eigene Atmosphäre für seinen Film geschaffen.

    Auch die Darstellung der vielschichtigen Figuren Ben und Violet Devereaux durch John Hurt und Gena Rowlands tröstet über die dramaturgische Durchschnittlichkeit hinweg und trägt dazu bei, dass man sich nicht zu sehr über einen weiteren Horror-Streifen von Hollywoods Fließbändern ärgert, der Genrestandards scheinbar willkürlich aneinander reiht. Denn so verständlich dieser Ärger wäre, so ungerechtfertigt ist er angesichts der überraschenden Storywendung am Ende auch.

    Das Besondere an diesem Film ist, dass er seine eigentliche Wirkung erst am Schluss entfaltet, ja entfalten kann, erst, wenn man die Geschichte noch einmal im Licht ihrer Auflösung betrachtet, wenn man retrospektiv über das Gesehene nachdenkt. So wird „Der verbotene Schlüssel“ erst spät zu einem intelligenten und vor allem zu einem Horror-Film – aber besser spät, als überhaupt nicht.

    Fazit: „Der verbotene Schlüssel“ macht zumindest Lust auf eine Reise in die Bayous von Louisiana – und überrascht am Ende doch noch.
  • Der Geist unzähliger ruheloser Seelen aus dem Hollywood-Spukmuseum schwebt über dem neuen Film des Briten Iain Softley, der sich bisher mit jedem seiner fünf Filme (“Backbeat”, “Die Flügel der Taube”) in einem anderen Genre versucht hat. “Der verbotene Schlüssel” ist ein klassischer Sumpf- und Plantagenthriller aus dem tiefen amerikanischen Süden, der dank seiner Schauspieler, einer eleganten, atmosphärischen Inszenierung und einem kompromisslos gnadenlosen Finale die Transparenz auch dieser Geisterbahn weitgehend bedeutungslos werden lässt.

    Alles, worauf der Genrefan konditioniert ist, darf hier die erhofften Gruselreflexe auslösen. Der zentrale Schauplatz ist ein altes, von der Natur fast eingewachsenes Plantagenhaus, bei dem der Verandastuhl im Wind rhythmisch quietscht und das Mansardenfenster wie ein Auge über den Besitz wacht. Elektrisches Licht zeigt sich launisch, Umdrehen im Rückwärtsgang wird mit einem Soft-Schock bestraft und natürlich gewittert es auch heftig, wenn sich die Sonne schlafen gelegt hat. Softleys Leistung besteht darin, dass er trotz dieser Klischees eine Atmosphäre konstanter Beunruhigung generiert und sich vergleichsweise in Zurückhaltung übt, wo andere Regisseure vielleicht die große Gothic-Oper aufgeführt hätten. Auffällig ist auch die relativ vernunftgesteuerte, aktive Hauptfigur, die den Zuschauer nicht mit haarsträubenden Verhaltensentscheidungen quält – sieht man einmal davon ab, dass sie die Schwelle zu diesem Haus überhaupt überschritten hat.

    Kate Hudson wirkt emotional und kämpferisch als Pflegerin Caroline, die in der schematisierten und distanzierten Betreuung hilfsbedürftiger, kranker Menschen ein Zeichen von Menschlichkeit und Engagement setzen will. Im heruntergekommenen Haus von Violet Devereaux (Gena Rowlands) soll sie sich um Violets Mann Ben (John Hurt) kümmern, der nach einem Schlaganfall gelähmt und stumm auf den Tod wartet. Der titelgebende Schlüssel ermöglicht Caroline Zugang zu jedem Raum – bis auf ein Zimmer im Dach, in dem vor 90 Jahren ein Paar von Hausangestellten mit Hoodoo experimentierte.

    Dieser aus Afrika stammende Volksglauben mit seinen ominösen Beschwörungsformeln und Verwünschungen spielt eine Hauptrolle im Plot von Drehbuchautor Ehren Kruger, der Caroline das Rätsel um den im Schock erstarrten Ben klären lässt. Nahezu frei von physischer Gewalt präsentiert sich “Der verbotene Schlüssel” als psychologischer Thriller über die Macht des Glaubens, die Koexistenz des Übernatürlichen in einer Welt des Verstands. Wie die Rollen von Gut und Böse hier verteilt sind, ahnen Spukprofis schon bald, während Gelegenheitsgrusler hier solide erschreckt werden, bis das Ende schließlich wohl für alle überraschend eine durchtriebene Pointe setzt. kob.

Darsteller und Crew

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