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Der tote Taucher im Wald (2000)

Der tote Taucher im Wald Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der tote Taucher im Wald: Skurriler, origineller Krimi, der neben der ungewöhnlichen Location und Charakter-As Dieter Pfaff erfrischende neue Gesichter präsentiert.

Wie kommt der tote Taucher in den Wald, Kilometer entfernt vom nächstgelegenen See? Und wie Studentinnenleichenteile in eine roten Sporttasche? Feuer und Flamme ist der muffige Kommissar Hartwich nicht gerade für den rätselhaften Fall, den er noch kurz vor seiner Pensionierung lösen muss, obendrein gemeinsam mit seinem Nachfolger Kutschke, der natürlich – jugendlicher Leichtsinn – alles besser weiß.

Kurz vor seiner Pensionierung bekommt Provinz-Kommissar Hartwich mehr Rätsel zu lösen als in den letzten 20 Dienstjahren zusammen: Zuerst wird nach einem Waldbrand die verkohlte Leiche eines Mannes im Taucheranzug entdeckt, der nächste See ist aber Kilometer entfernt. Dann taucht eine zerstückelte Frauenleiche auf, verpackt in der Tasche eines Getränkemarktes, der 1000 Stück davon verschickt hat. Und zu allem Überfluss tritt auch noch Hartwichs Nachfolger, der eifrige Tobias Kutschke, just zu Beginn der Ermittlungen seinen Dienst an…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Krimi, der mit dem Skurrilen kokettiert, nach dem Originellen strebt und mit solider Spannung routiniert umgeht ist dieser erste Kinofilm von Marcus O. Rosenmüller. Dabei setzt der 37jährige Regisseur und Co-Autor, der sich bisher durch Musik-Clips und TV-Shows profilierte, auf den speziellen Charme der ostdeutschen Provinz in der Lausitz.

    Feuer und Flamme ist der notorisch muffige Kommissar Hartwich (TV-”Sperling” Dieter Pfaff) nicht gerade für den rätselhaften Fall, den er noch kurz vor seiner Pensionierung lösen muss, schon gemeinsam mit seinem jugendlichen Nachfolger Kutschke (Newcomer Jens Schäfer). Ein Jogger (TV-Show-Star Johannes B. Kerner) findet vorzugsweise Leichen im Wald. Erst einen in voller Unterwassermontur verkohlten Taucher, dann lauter weibliche Einzelkörperteile in einer roten Sporttasche, die als Reklamegeschenk einer Getränkefirma an mindestens tausend Kunden verschickt worden war. Fabelhafte Gelegenheit für knalliges Product Placement, wenn alle Tascheninhaber mit ihrem corpus deliciti zur Polizei zitiert werden. Und von solchen visuellen Hommagen an diverse Sponsoren aus der Industrie gibt es immer wieder genügend in Rosenmüllers Film. Ob Supermarktplastiktüte oder zur Waldszenerie passender Kräuterlikör, den erstaunlicherweise alle Leute in dem Provinzkaff trinken – es fällt ins Auge, obwohl die atmosphärischen Bilder vom Kameramann Ekkehart Pollack solche Aufdringlichkeiten nicht verdient hätten. Aber man kann es ja auch witzig nehmen, denn für witzige Momente hat Rosenmüller durchaus Sinn. Uwe Ochsenknecht als Schrotthändler beispielsweise ist von lakonischer Bodenständigkeit, und Ingo Naujoks ein Chaos-Faulpelz und Gelegenheitsdieb mit viel Talent für Schlamasselsituationen.

    Rosenmüller erzählt seine Story in einem eigenwilligen Balanceakt zwischen “Tatort”-Dramaturgie und Krimikomödie und konzentriert sich auf die individuellen Schrulligkeiten seiner Personen, die ein ziemlich schräges Typen-Arsenal bilden, was die lockere Stimmung des Films und seinen Flirt mit so manchem Nonsense-Humor unterstreicht. Wie kommt der tote Taucher in den Wald, Kilometer entfernt vom nächstgelegenen See, in dem ein Flieger (Axel Milberg als Pilot) landete, um den Löschwassertank für den Einsatz bei dem Waldbrand aufzutanken? Und die Studentinnenleichenteile in der roten Sporttasche?

    Für Krimifreunde, die ihren heimischen TV-Sessel auch gern mal mit einem Kinoplatz vor der Leinwand tauschen, bietet Marcus O. Rosenmüller vergnügliche, wenn auch nicht gerade sophisticated spannende, aber freundliche Unterhaltung. fh.

Darsteller und Crew

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