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Der Koch (2013)

Der Koch Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (1)
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Koch: Verfilmung von Martin Suters Bestseller um einen Koch, der mit Liebesdinnern mehr Geschäft macht als ihm lieb sein kann.

Der 24-jährige, tamilische Asylbewerber Maravan (Hamza Jeetooa) ist ein hochbegabter Koch und arbeitet als Hilfskraft in einem Züricher Sternelokal – was natürlich völlig unter seinem Niveau ist, denn immerhin ist er ein Meister der exotischen, sri-lankischen Küche und hat schon jede Menge Herzblut in sein Handwerk investiert. Aber schlimm genug, dass der leidenschaftliche Küchenzauberer sein wahres Potential kaum ausschöpfen kann und die Welt erstmal auf seine kulinarischen Kreationen verzichten muss, Maravan wird auch noch gefeuert. Zum Glück erkennt seine ehemalige Kollegin Andrea (Jessica Schwarz) das Talent, das in ihm schlummert und schließt sich mit ihm zusammen, um einen Catering-Service der ganz besonderen Art ins Leben zu rufen. Mit ihrem auf den Namen „Love Food“ getauften Dienst wollen sie sich auf Liebesmenüs spezialisieren und ausschließlich für Paare kochen, deren Beziehungen dringend eine Wiederbelebung nötig hat. Anfangs bekommen sie dabei Unterstützung von einer Sexualtherapeutin, die ihre Kundschaft an die beiden weiterleitet, aber schon bald spricht sich das einmalige Konzept rum und sie bekommen Anfragen aus allen Richtungen. Ob Politiker oder zwielichtiges Klientel, alle wollen plötzlich die Kochkünste von Maravan und Andrea in Anspruch nehmen und das Geschäft läuft von Tag zu Tag besser. Einer ihrer begeisterten Kunden entpuppt sich allerdings als ein Waffenhändler namens Dahlmann (Hanspeter Müller-Drossaart), der im Bürgerkrieg von Sri Lanka beide Seiten unterstützt und damit den blutigen Konflikt noch weiter schürt. Maravan steht vor einer folgenschweren Entscheidung: Einerseits möchte er ein sauberes Geschäft führen und so ein verbrecherisches Klientel gar nicht erst bedienen, aber andererseits ist seine Familie auf das Geld angewiesen...

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es wurde schon mehrfach versucht, die Weltbestseller von Martin Suter ebenso kassenträchtig für die Leinwand zu adaptieren. Doch weder Alain Gsponer mit “Lila, Lila” (120.00 Besucher) noch Bruno Chiche mit “Small World” (150.000 Zuschauer) wollte das so recht gelingen. Jetzt stand der ebenso erfahrene wie erfolgsverwöhnte Ralf Huettner (“Vincent will Meer”) vor der schwierigen Aufgabe, Suters komplexes Werk “Der Koch” zu verfilmen. Geht es doch hier nicht nur um kulinarische Genüsse, sondern auch um Weltpolitik und Waffenhandel, Einwandererproblematik und den aussichtslosen Kampf, Böses in Gutes zu verwandeln. Tatsächlich ist die Geschichte um den hochbegabten tamilischen Koch Marawan, der Gerichte mit außergewöhnlich starker aphrodisischer Wirkung zaubern und daraus in seinem Zürcher Exil Kapital schlagen kann, vor allem dann stark, wenn es um das Essen geht. Kino als Fest der Sinne, des Geschmacks und der Gerüche. Denn wenn Huettner seinen exzellenten Hauptdarsteller, die britische Neuentdeckung Hamza Jeetooa, beim Einkaufen, Zubereiten und Anrichten der feinen Speisen beobachtet, scheint die erotisierende Wirkung von Food nahezu körperlich erfahrbar zu werden.

    Etwa zur Halbzeit ändert der Film sein Genre. Aus dem Außenseiter-Drama um einen Love Food-Künstler wird ein Politthriller, in dem der tamilische Asylant Marawan versucht, an dem dubiosen Geschäftsmann Dalmann – der zufällig auch sein Kunde ist – Rache zu nehmen für seinen Neffen, der als Rebell der Tamil Tigers durch eine Waffe, die eben jener Dalmann ins Krisengebiet geliefert haben könnte, den Tod fand. Dies wirkt arg konstruiert, war aber schon eine Schwäche des Buchs. Mitreißend ist “Der Koch” dann wieder in seinen nostalgischen Flashbacks, wenn die Oma den kleinen Marawan in die Geheimnisse der heimischen Küche einweist, wenn später der große Marawan mit dem Rotationsverdampfer die erlesensten Essenzen herausfiltert und wenn er mit seiner lesbischen Kollegin Andrea (Jessica Schwarz nimmt man ihre Homosexualität nicht immer ab) weitere Geschäftsfelder erschließt, um das Liebeslebens frustrierter Ehepaare wieder auf Vordermann zu bringen. Dass es zum Finale noch zu einem dick aufgetragenen Doppel-Happy End kommt, kann indes für diese Suter-Adaption (eine weitere ist mit “Die dunkle Seite des Mondes” in Vorbereitung) unter kommerziellen Gesichtspunkten nur förderlich sein. lasso.

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