Der Hauptmann von Köpenick (1997)

Der Hauptmann von Köpenick Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Hauptmann von Köpenick: Verfilmung des Theaterstücks von Carl Zuckmayer, die sich durch ihr Lokalkolorit und die detaillierte Beschreibung der sozialen Verhältnisse auszeichnet.

Der Schuster Wilhelm Voigt wird im wilhelminischen Berlin aus der Haft entlassen, aber die Bürokratie verwehrt ihm eine Rückkehr in die von Obrigkeitsgehorsam und Uniformverehrung geprägte Gesellschaft. Bei dem Versuch, sich illegal einen Pass zu beschaffen, wird er erneut verhaftet, diesmal aber eigenet er sich im Gefängnis Wissen über das Militär an. Nach zehn Jahren wieder auf freiem Fuß, kauft er sich eine Hauptmannsuniform, gibt sich als hoher Militär aus und besetzt mit einigen ahnungslosen Soldaten das Köpenicker Rathaus. Nur so kann er auf die Mißstände der Gesellschaft aufmerksam machen.

Nach der Haft wird dem Schuster Wilhelm Voigt eine Rückkehr in die Gesellschaft verwehrt: Ohne Pass keine Arbeit, ohne Arbeit keinen Pass. Nach erneuter Haft kauft er sich eine Hauptmannstuniform, besetzt mit ein paar obrigkeitshörigen Soldaten das Köpenicker Rathaus und macht so die sozialen Mißstände im Berlin der Kaiserzeit öffentlich. Zurecht gefeierte Literaturverfilmung mit einem beeindruckenden Ensemble und dem besten Harald Juhnke seit Jahren.

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Kritikerrezensionen

  • Harald Juhnke spielte den Schuster Voigt zuerst in Berlin am Theater und begeisterte die Zuschauer. Fürs Fernsehen adaptierte Frank Beyer Zuckmayers Stück und holte ein beeindruckendes Ensemble (Katharina Thalbach, Udo Samel, Rolf Hoppe) vor die Kamera. Das Ergebnis ist eine der besten Leistungen, die Harald Juhnke in den letzten Jahren gebracht hat. Wie schon bei “Ein Mann will nach oben” zeichnet sich diese Literaturverfilmung über das Berlin der Kaiserzeit durch ihr Lokalkolorit (gedreht an Originalschauplätzen) und die detaillierte Beschreibung der sozialen Verhältnisse aus.

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