Der Brief für den König (2008)

Originaltitel: De brief voor de koning
Der Brief für den König Poster
Nicht mehr im Kino.
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Kritikerwertung (1)
  1. Ø 2

Filmhandlung und Hintergrund

Der Brief für den König: Visuell überzeugender Ritterfilm nach einem niederländischen Bestseller.

Wenn Schildknappe Tiuri (Yannick van de Velde) eine Nacht schweigend die Kirche bewacht, wird er zum Ritter geschlagen. Doch ausgerechnet da klopft es an der Tür: Der tödlich verletzte Ritter Edwinem fleht ihn um Hilfe an. Tiuri bricht seine Nachtwache ab und reitet los, um einen Brief für den König von Unauwen zu überbringen. Verfolgt von den Roten Reitern von Slupor (Lars Rudolph), findet er im jungen Paik (Quinten Schram) einen Verbündeten.

Aufwändiges Fantasy-Abenteuer nach dem preisgekrönten Jugendbuch-Klassiker von Tonke Dragt. Das spannende Ritterkino von Pieter Verhoeff (“Nynke”) hält für seinen jungen Recken zahlreiche Mutproben und Gefahren bereit. Es unterbreitet auch eine handfeste Friedensbotschaft.

Knappe Tiuri verlässt wegen eines Hilferufs seinen Wachposten. Doch er kann nichts mehr tun: Ein Ritter liegt im Sterben und gibt ihm den Auftrag, einen geheimen Brief dem König des Nachbarlandes zu überbringen. Keine einfache Mission für den jungen Mann, muss er doch an den Roten Reitern und deren teuflischen Anführer Slupor vorbei.

Schildknappe Tiuri steht kurz davor, zum Ritter geschlagen werden. Ein Hilferuf veranlasst ihn, seinen Posten zu verlassen. Dadurch verspielt er nicht nur die Chance auf den Ritterschlag, er gerät auch in ein aufregendes Abenteuer um Leben und Tod. Denn der junge Knappe bekommt von dem sterbenden Ritter Edwinem den Auftrag, einen geheimen Brief dem König des Nachbarlandes zu überbringen. In dem getreuen Piak, einem stolzen Ross und einem Siegelring, der ihm das eine oder andere Tor öffnet, findet Tiuri wertvolle Verbündete.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Geschichte der niederländischen Autorin Tonke Dragt gehört zu den Klassikern der Jugendbuchliteratur. Der junge Schildknappe Tiuri wird kurz vor seiner Reifeprüfung auf einen Ritter-Roadtrip geschickt, auf dem er sich vielen Gefahren und Prüfungen entgegen stellen muss. Er erhält Hilfe von unerwarteter Seite, wird aber genauso oft betrogen und aufgehalten.

    Das Buch entwickelt eine Spannung, die dem Film leider abhanden gekommen ist. Schon die Exposition, in der eine Erzählerstimme sich langsam und ausführlich über die politischen Differenzen zwischen den Königreichen Unauwen, Eviellan und Dagonaut auslässt, hat mit interessanter visueller Umsetzung nichts zu tun. Stattdessen bekommt man ein uninspiriertes und belehrendes Hörspiel vorgesetzt.

    Ein Kunstgriff, den man verzeihen könnte, würde die Erzählung danach an Fahrt aufnehmen. Leider kommt der nötige Zug erst spät und äußerst sporadisch. Wenn Tiuri auf seinem Weg auf die ersten Gegner trifft, ist man ganz bei ihm. Doch die Aneinanderreihung von Geschehnissen, die nach der „Und dann... und dann... und dann...“-Art passiert, verliert schnell an Reiz. Zugegebenermaßen eine Gefahr, die sich jeder Roadtrip stellen muss, der man aber entgegen wirken kann, wenn man die Hauptfigur zu einem komplexen und subtil schillernden Charakter macht. Tiuri-Darsteller Yannick van de Velde hat dafür aber zu wenig Charisma.

    Dieses Urteil ist nichts im Vergleich zur Leistung der deutschen Darsteller, die sich hier unter Wert verkaufen. Rüdiger Vogler, der seine Karrierehöhepunkte unter Wim Wenders feierte, ist, wenn man den Tatsachen ins Auge blickt, einfach kein guter Schauspieler. Er hat ein tolles Gesicht, das steht außer Frage. Und wenn ein Regisseur wie Wenders ihn inszeniert, funktioniert er gut bis brilliant. Doch hier liefert er die uninspirierteste Arbeit seiner Karriere ab. In der Doppelrolle von Eremit Menaures und König Unauwen ist er schön anzusehen, aber sobald er den Mund aufmacht und anfängt zu reden, kehrt sich die Begeisterung in Bestürzung. Lars Rudolph hingegen hatte die vermeintlich schwierigere Aufgabe Bösewicht Slupor zu spielen. Doch Regisseur Pieter Verhoeff hatte seinen Mimen offensichtlich nicht unter Kontrolle. Sabbernd und mit den Augen rollend spielt Rudolph die Paradedarstellung eines Wahnsinnigen, die auf eine Bühne gehört hätte, aber im Film nichts verloren hat. Weniger wäre hier mehr gewesen. Sehr angenehm fällt dagegen Uwe Ochsenknecht in der Rolle von Rafox auf. Zusammen mit seiner Filmtochter Lavinia (Hanna Schwamborn) gehört er zu den Stützpfeilern, die dem Film zumindest noch ein wenig Authentizität verleihen.

    Das hört sich alles schlimmer an, als es ist. Denn ab der Mitte des Filmes kratzt der Film mit dem Auftreten von Piak (Quinten Schramm) doch noch die Kurve und kann sich einigermaßen spannend ins Finale retten. Im letzten Akt muss man sich dann zwar wieder fragen, warum Regie und Drehbuch grundsätzlich den Dialog vor die Bilder gestellt haben, aber mit sehr viel Wohlwollen kann man das noch als „Stil“ verkaufen.

    Ein Schlusspunkt, mit dem man sich zufrieden geben kann. Wäre da nicht noch der Abspann. Mit dem Beginn des Rolltexts, kommt das pure Entsetzen, und jegliches Verständnis verpufft in Sekunden. „Komm mit, ich lass dich spüren, was Sehnsucht ist“ Mit gewaltiger Wucht schmettert ein Schlager übelster Sorte aus den Boxen, der dazu führt, dass man fluchtartig das Kino verlässt. Der Vorteil hiervon wäre darin zu sehen, dass das Personal mehr Zeit zum Reinigen des Kinos hat, realistisch gesehen ist dieses Lied aber eine neue Definition vom klassischen „Rausschmeißer“-Song am Ende einer Clubnacht.

    Fazit: Mäßig spannendes Fantasy Epos, das leider hinter den hohen Erwartungen aufgrund der literarischen Vorlage zurück bleibt.
  • Visuell überzeugender Ritterfilm nach einem niederländischen Bestseller, der Jugendliche, die für “Narnia” schon zu alt sind, faszinieren wird.

    Nach Marco Kreuzpaintners Otfried-Preußler-Verfilmung “Krabat” darf sich der Kinonachwuchs gleich auf eine weitere Adaption eines Jugendromans freuen. Die Vorlage stammt dieses Mal von der niederländischen Schriftstellerin Tonke Dragt und wurde in ihrem Entstehungsland zum besten Jugendbuch der letzten 50 Jahre gewählt. Im Vergleich zu “Krabat”, das in Deutschland zur Schullektüre gehört und rund zwei Millionen Mal verkauft wurde, ist der bereits 1962 erschienene Brief für den König mit über 400.000 verkauften Exemplaren zwar nicht ganz so populär, doch die Geschichte, die Pieter Verhoeff nun für die Leinwand realisiert hat, kann sich wahrlich sehen lassen: Der Schildknappe Tiuri (Yannick van de Velde) steht kurz davor, zum Ritter geschlagen werden. Dafür muss er nur noch eine Nachtwache schweigend hinter sich bringen. Doch ein Hilferuf veranlasst Tiuri, seinen Posten zu verlassen. Dadurch verspielt er nicht nur die Chance auf den Ritterschlag, er gerät auch in ein aufregendes Abenteuer um Leben und Tod. Denn der junge Knappe bekommt vom sterbenden Ritter Edwinem den Auftrag, einen geheimen Brief dem König des Nachbarlandes zu überbringen. In dem getreuen Piak, einem stolzen Ross und einem Siegelring, der ihm das eine oder andere Tor öffnet, findet Tiuri wertvolle Verbündete, die ihn im Kampf gegen die Roten Reiter und deren teuflischen Anführer Slupor (Lars Rudolph brilliert als Bösewicht) unterstützen und letztlich dazu beitragen, dass die Mission erfüllt und dadurch ein schlimmer Krieg verhindert werden kann.

    Auch ohne vordergründige Spezialeffekte und pausenlose Kampfszenen besitzt “Der Brief für den König” alle Elemente, die einen spannenden, unterhaltsamen und zuweilen auch lehrreichen Ritterfilm ausmachen. Obwohl sich Regisseur Verhoeff weitgehend an die vergleichsweise unblutige Vorlage hält, besitzt seine deutsch-niederländische Koproduktion, die ein paar überflüssige Kurzauftritte nationaler Filmgrößen wie Uwe Ochsenknecht oder Rüdiger Vogler bedingt, eine Menge Schauwerte wie spektakuläre Schwertkämpfe, imposante Kastelle und chromblitzende Rüstungen. Zudem ist das Mittelalterambiente ausgesprochen gut getroffen und leinwandtauglich eingefangen, der junge van de Velde eignet sich hervorragend als Identifikationsfigur für eine Zielgruppe irgendwo zwischen “Narnia” und “Herr der Ringe”. Und die Botschaft, die da lautet, stets zu sich selbst zu stehen und Bedürftigen zu helfen, mag altmodisch klingen, hat aber in stürmischen Zeiten wie diesen nach wie vor seine volle Berechtigung. lasso.

Darsteller und Crew

News und Stories

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  • Zorro: "Der Brief für den König" im Juni 2009

    Zorro Film hat den niederländischen Familien-Abenteuerfilm “Der Brief für den König” auf DVD angekündigt. Der Film, der im November 2008 auch einen Kinostart in Deutschland bekam, wird am 26. Juni 2009 in den Handel kommen. Neben dem Trailer ist die DVD mit einem Making of und Interviews ausgestattet. Ab sofort bestellbar: Der Brief für den König (DVD) bei Amazon bestellen

  • Uwe Ochsenknecht in "Der Brief für den König"

    Uwe Ochsenknecht (“Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken”) wird bald in der Verfilmung des niederländischen Kinderbuchs “Der Brief für den König” zu sehen sein. In dem Roman von Tonke Dragt aus dem Jahr 1963 geht es um den 16-jährigen Knappen Tiuri, der seinen Ritterschlag erwartet. Doch dann kommt ein wichtiger Auftrag dazwischen: Tiuri wird gebeten, in einer gefährlichen Mission einen Brief...

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