Deep Blue (2003)

Deep Blue Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Deep Blue: Beeindruckende Dokumentation über den geheimnisvollen Lebensraum Meer und seine faszinierendsten Bewohner.

Die Ozeane bedecken gut zwei Drittel der Welt und wurden vom Menschen allerhöchstens im bis zu 40 Meter tiefen Küstenstreifen erobert. Ansonsten blieb die Welt der Meere bisher weniger erforscht als das Weltall. Wie an Land dreht sich auch zu Wasser so ziemlich alles ums Fressen und Gefressenwerden – nur selten bleibt Zeit für Spaß, Spiel und Paarung. Während an der Küste Robben und Pinguine die Jägerpalette erweitern oder selbst zu Gejagten werden, hört der König der Hochsee auf den Namen Schwertwal. Der wird sogar dem Blauwal, dem größten aller bekannten Meerestiere, gefährlich.

Mondo Mare. Spektakuläre Unterwasserbilder in brillanten IMAX-Aufnahmen, dem eingefleischten Naturfilmfreund schon aus der gefeierten Fernsehproduktion “Der blaue Planet” bekannt, wurden aus 7000 Stunden Material zu einem einmalig-rauschhaften Kinoerlebnis komprimiert.

Die Reise durch die Meere führt von den Tropen bis zum ewigen Eis, vom Tageslicht an der Oberfläche bis hin zur Finsternis in unvorstellbarer Tiefe. Träume in Formen und Farben gibt es zu sehen, aber auch unerbittliche Wahrheiten, wenn Fischschwärme von Haien, Delfinen und Vögeln oder Seelöwen und Wale von Orcas attackiert werden. Die Schönheit und der Kampf des Lebens.

Die Reise unter dem Meeresspiegel führt von flachen Korallenriffen über die unwirtlichen Küsten der Antarktis in die Weiten des offenen Meeres bis hin zu den tiefsten Tiefen der Ozeane. Dabei wird immer wieder die Unbarmherzigkeit der Nahrungskette vor Augen geführt, wenn Hai-Rudel nachts panische Fische hetzen oder Orcas eine Treibjagd auf ein Grauwalkalb veranstalten. Für Humor sorgen dagegen der Aufmarsch der Soldatenkrabben oder Pinguine, die wie ein Wirbelwind aus dem Eiswasser aufs Festland schießen.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dass man das Meer und seine Geheimnisse nicht allein dem “King of the World” James Cameron überlassen muss, beweisen die britischen Dokumentarfilmer Alastair Fothergill und Andy Byatt. Ihre über einen Zeitraum von drei Jahren an 200 Schauplätzen gedrehte Dokumentation bietet spektakuläre Bilder vom tierischen Leben, aber auch Sterben an den Küsten und in der Tiefe der Ozeane. Auch wenn diese Welt ohne Mitleid bereits von IMAX-Hits wie “Into the Deep”, “Wale” oder “Wunderwelt der Meere” erforscht wurde, hat auch diese ansehnliche und zugleich hörenswerte Expedition großes Zuschauerpotenzial. Vielleicht sogar im Bereich der Dokuhits “Mikrokosmos” (mehr als 600.000) und “Nomaden der Lüfte” (mehr als 800.000).

    Basis für “Deep Blue” war die enorm erfolgreiche BBC-Dokumentationsreihe “The Blue Planet”. Aus über 7.000 Stunden Filmmaterial wurden die visuellen, atmosphärischen und dramatischen Höhepunkte zu einem Eineinhalbstünder komprimiert, der von Richard Attenboroughs Stammkomponist George Fenton vertont wurde. Fentons majestätisch-melodischer, sanfter, aber auch zupackender Soundtrack, für den die Berliner Philharmoniker erstmals eine Filmmusikpartitur einspielten, ist ein nicht zu unterschätzender Bonus dieser deutsch-englischen Koproduktion, die nur sehr sparsam einen Kommentar einsetzt und dafür Bilder sprechen lässt. “Deep Blue” ist keine Informationsquelle über biologische Details, sondern weitgehend stiller Beobachter des Lebens in den verschiedenen Ozeanen – von der lichten Oberfläche bis hin zur Kilometer abfallenden nachtschwarzen Tiefe. Zu sehen gibt es graziöse, in purer Lebensfreude über die Wellen fliegende Delfine, die in Koalition mit Albatrossen, Haien und einem Wal in einen Sardinenschwarm einfallen und sich wie in einem gigantischen Selbstbedienungsladen schadlos halten.

    Immer wieder dokumentiert der Film die Unbarmherzigkeit in der Nahrungskette. Wird zum Thriller, wenn nachts am Korallenriff unheimliche Hai-Rudel panische Fische durch das Labyrinth jagen, und zum Horrorfilm, wenn Killerwale mit ihrem putzigen “Free Willy”-Image aufräumen. Die Orcas mit ihren sadistisch anmutenden Raubzügen unter Seelöwen, mit ihrer gnadenlosen Treibjagd auf ein Grauwalkalb, sind die bad guys des Films, liefern Bilder, die man so noch nicht gesehen hat. Für heitere Zäsuren sorgt dagegen eine Armee von Soldatenkrabben, die zu südamerikanischen Rhythmen aufmarschiert oder Pinguine, die wie antarktische “Thunderbirds” aus dem Eiswasser auf das Festland gespuckt werden. Bizarr und unwirklich stellt sich schließlich das Leben in der Tiefsee vor, taucht man spektakulär in den Abgrund des Mariannengrabens, bevor am Ende das Licht und, nach einer Attacke auf einen weiteren Sardinenschwarm, auch die Ruhe inmitten des Ozeans zurückkehrt. Ökologische Predigten findet man nicht, wohl aber einen Film für die ganze Familie mit packenden und meditativen Momenten. kob.

Darsteller und Crew

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