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Daniel Schmid - Le chat qui pense (2010)

Daniel Schmid - Le chat qui pense Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Daniel Schmid - Le chat qui pense: Dokumentation über Leben und Werk des Schweizer Filmemachers Daniel Schmid.

Daniel Schmid (1941-2006) wuchs im bündnerischen Flims auf, einem kleinen Ort mit großer Inspirationskraft: Seine Familie besaß ein Hotel, dessen Gäste stets ihre eigenen Geschichten mitbrachten und Schmid vom Reisen träumen ließen. Als er in den Sechzigerjahren zum Studieren nach Berlin zog, begann er inmitten dieser bewegten Zeiten seine Filmkarriere mit Werken wie “Heute Nacht oder nie” oder “La Paloma”. Später arbeitete er u.a. mit Rainer Werner Fassbinder zusammen und zog nach Paris, wo er zu einem der wichtigsten Schweizer Regisseure avancierte.

Videos und Bilder

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Einfühlsame und poetische Dokumentation über Leben und Werk des renommierten Schweizer Filmkunst- und Opernregisseurs Daniel Schmid.

    Er starb erst vor vier Jahren an Krebs, ist aber schon ein Vergessener: Nur noch Insider kennen das Werk von Daniel Schmid (1941-2006). Dabei ist sein cineastisches Vermächtnis mehr als erinnerungswürdig. Pascal Hofmann und Benny Jaberg fühlen sich nicht nur sensibel in Schmids Biografie ein, sondern dringen auch stilistisch in die phantastischen Vorstellungswelten und Bildsprache des Künstlers vor, der seinerzeit der Schweizer Filmemacher von internationalem Rang war. Dafür geht das Regieduo, das auch für Kamera, Schnitt und Buch verantwortlich zeichnet, chronologisch vor: von der Kindheit in einem Berghotel der Belle Epoque in den Bündner Bergen, wo Schmid, von Inspiration beseelt, nach Berlin, München und Paris auszog, bis er vor seinem Tod wieder in die Heimat zurückkehrte. Eine Reise, die Freunde und Weggefährten – sein Regie-Kollege Werner Schroeter, Stammkameramann Renato Berta, seine Muse Ingrid Caven, die französische Schauspielerin Bulle Ogier und der japanische Kunstprofessor Shiguehiko Hasumi – in Interviews begleiten.

    In der abwechslungsreichen Collage aus Filmausschnitten, Archivmaterialien und Statements fehlt allein der Porträtierte selbst – denn Daniel Schmid verstarb unerwartet, als die Debütanten Hofmann und Jaberg gerade ihr Projekt mit ihm realisierten. Ihr ursprünglicher Plan, keinen Film über, sondern mit ihm zu gestalten, drohte zu scheitern. Doch anhand von Archivinterviews, auf denen Schmid mit von Kehlkopfkrebs geraubter Stimme von sich selbst erzählt, gelang es, dieses “mit” zu bewahren, als wäre er noch am Leben.

    Durch diese Materialfülle taucht man in die Aufbruchsstimmung der Berliner Sechziger- oder des mondänen Paris der ausgehenden Siebzigerjahre ein. Sie lässt auf phänomenale Art den Zeitgeist jener Epochen heraufziehen. Schmids Faible für die Avantgarde, die deutsche Romantik und vor allem italienische Opern (am besten gesungen von Maria Callas) wird ungemein plastisch, seine Bewunderung für Murnau, Sternberg und den großen Melodramatiker-Gott Douglas Sirk sowie die lebhafte Freundschaft mit Rainer Werner Fassbinder greifbar. Die vielen persönlichen Momente und Betrachtungen ergeben einen anregenden kulturgeschichtlichen Streifzug, der weit mehr als nur Cineasten ansprechen sollte. tk.

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