Crazy, Stupid, Love (2011)

Crazy, Stupid, Love Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Crazy, Stupid, Love: Charmante und witzige Komödie über einen Familienvater in der Ehekrise, der durch einen Womanizer lernt, viele Frauen zu erobern und damit zu seiner eigenen zurückfindet.

Als seine Frau ankündigt, ihn nach vielen Ehejahren verlassen zu wollen, fällt Cal in ein tiefes Loch und schließlich regelmäßig in eine Bar ein. Nach mehreren Abstürzen in Selbstmitleid nimmt sich Jacob, der in diesem Revier ständig Frauen abschleppt, seiner an. So wird aus dem braven Mann nach einem peinlichen Lernprozess schließlich ein Eroberer. Doch Cal sehnt sich nach seiner großen Liebe, nach den tiefen Gefühlen, die auch seinen 13-jährigen Sohn schon erwischt haben und auch Womanizer Jacob infizieren werden.

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Kritiken und Bewertungen

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    Die heile Welt von Cal Weaver findet ein jähes Ende, als ihm seine Frau Emily verkündet, sie wolle die Scheidung einreichen. Dazu kommt das Geständnis, sie habe ihn betrogen. Enttäuscht und frustriert sucht Cal Abend für Abend Trost in einer Bar. Dort trifft er auf den Womanizer Jacob, der den deprimierten Cal unter seine Fittiche nimmt und ihm beibringt, Frauen aufzureißen. Doch obwohl Cal schon bald Erfolg beim weiblichen Geschlecht verbuchen kann, sehnt er sich nach seiner Familie. Ein Gefühl, das Jacob nie kennengelernt hat - bis auch er sich verliebt. CRAZY, STUPID, LOVE entspinnt einen amüsanten Reigen und schickt seine Figuren auf die ewige Suche nach der einzig wahren Liebe. Und so unterschiedlich die Definition davon sein kann, so unterschiedlich sind auch die einzelnen kleinen Geschichten, die unangestrengt und fließend nebeneinander erzählt werden. Das große Figurenensemble wird angeführt von der hochkarätigen Besetzung mit Steve Carell, Julianne Moore, Ryan Gosling und Emma Stone. Der augenscheinliche Spaß am Spiel wird unterstützt von pointierten Dialogen mit einer großen Portion Humor und liebevollem Blick für jede einzelne Figur. Erfrischende Kinounterhaltung für die ganze Familie mit einem Hoch auf die wahre Liebe!

    Jurybegründung:

    Der Grauschimmel der Situiertheit hat sich über die Ehe von Cal und Emily gebreitet. Während Cal wähnt, seiner Liebe zu Emily über die Pflege von Rasen und Rosen hinreichend Ausdruck zu verleihen, hat diese mit einer neuen Beziehung schon panisch die Reißleine gezogen, denn das kann es doch nicht gewesen sein, das Leben. Trennung, Selbstmitleid und Ego-Aufbau greifen rasend schnell ineinander und formen, unter Anleitung des Womanizers Jacob, aus Cal den Mann neuen Typus, in dem er sich selbst kaum wiedererkennt. Und der er auch nicht ist, wie sich bald herausstellt. Denn über ihm und allem Beziehungsgewirr, in dem er, die Tochter, der Sohn, die Babysitterin und Womanizer Jacob sich verfangen haben, waltet die Regie der Liebe - die einzige, die aus dem Labyrinth wieder zum Selbst zurück und zusammen führen kann, was zusammen gehört. Männerfäuste, jeder gegen jeden, müssen vorab als Katharsis zum Happy End natürlich noch zum Einsatz kommen. Die Erzählung in einem durchaus konventionellen Setting wird frischweg erzählt und die überzeugende schauspielerische Qualität der Protagonistinnen und Protagonisten besteht in der für den Zuschauer spürbaren Wahrhaftigkeit und Authentizität des Figurenensembles. Stärken und auch Schwächen werden nicht seifig zugedeckt, sondern übernehmen für die Dramaturgie eine wichtige Funktion. Dass alles in dieser flotten Komödie wieder - entsprechend dem (nicht nur) amerikanischen Wertekanon - an seinen richtigen moralischen Platz gerückt wird, nachdem zwischendurch auch andere Modelle des Lebens und Liebens erprobt werden durften, ist halt Teil dieser Wunschträume. "Lass dich in der Ehe nicht hängen, sonst tritfft dich die Leichtigkeit des Seins!"

    Die Filmregie von Glenn Ficarra und John Requa hat in dem von Dan Fogelman verfassten Drehbuch und dem geknüpften komödiantischen Wirrwarr viele Strippen zu führen. Die Anstrengung ist stellenweise spürbar. Aber das Team, voran die Protagonisten, transportieren die alte Geschichte um ?Irrungen und Wirrungen' mit Charme, Humor und ironischem Zwinkern sehr liebenswert ins heutige Amerika.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Die Liebe stiftet in dieser Komödie eine Menge Verwirrung, denn sie fällt meistens ungünstig hin. So wird sie in der Regel nicht erwidert, sondern verwickelt die unterschiedlichsten Menschen in ein Knäuel aus Schmerz, Peinlichkeit, Eifersucht, Missverständnis. In „Crazy, Stupid, Love“ fühlt man sich wie bei einer Theateraufführung von immer neuen Enthüllungen überrascht, die zu Slapstick und sonstiger Aufregung führen. Dem Hauptdarsteller Steve Carell in der Rolle des Cal Weaver entspricht die Schlagfertigkeit und Trockenheit der Dialoge.

    Schon die Eingangsszene weist auf den typischen Humor dieses Films hin, wenn Cal und Emily im Restaurant sitzen und unschlüssig die Speisekarte studieren. Besonders Emily scheint die Qual der Wahl zu spüren, aber schließlich sagt sie mit fester Stimme und etwas zu laut: „Ich will die Scheidung.“ Bald schon hört man Cal am Tresen einer Bar allein vor sich hinbrabbeln, über die untreue Emily, die ihrem Arbeitskollegen David Lindhagen den Vorzug gibt. An einem dieser Abende erbarmt sich Jacob Palmer des verlassenen Cal, indem er ihn mit einer lässigen Handbewegung an seinen Tisch winkt. Jacob ist mindestens zehn Jahre jünger als Cal, aber er hat ein ungefähr zehnmal so großes Selbstbewusstsein.

    Ryan Gosling spielt Jacob, der Cal komplett neu einkleidet, zum Friseur schleppt, ihm sagt, dass ein Mann niemals einen Strohhalm in sein Glas hält und ihn dann hören und staunen lässt, wie er selbst schöne Frauen anspricht, für sich einnimmt und die Bar mit einer von ihnen verlässt. Dieses Coaching ist witzig, weil Cal anfangs der müde Turnschuhträger ist und Jacob der drahtige Genussmensch, der fast in Ohnmacht fällt, als Cal ihm sagt, er habe nie eine andere Frau gehabt als Emily. Zur Komik tragen auch Cals eigenwillige Kommentare bei, wenn er sich bei diesen Aufreißerspielchen in der Bar selbst nicht geheuer ist.

    Die Regisseure Glenn Ficarra und John Requa und der Drehbuchautor Dan Fogelman belassen es aber nicht bei einem oder zwei Handlungssträngen, wie in den meisten Komödien üblich. Es geht nicht nur um Cal und Emily sowie Jacob und seine Frauen, nein, der Film schwelgt in barocker Fülle und präsentiert Charaktere, die mehr Raum erhalten als Nebenfiguren sonst. Jonah Bobo zum Beispiel in der Rolle des 13-jährigen Robbie Weaver ist nicht nur das Kind, das unter der Trennung der Eltern leidet und den neuen Verehrer der Mutter, gespielt von Kevin Bacon, mit frechen Sprüchen einschüchtert. Robbie entdeckt gerade seine Sexualität und bombardiert seine 17-jährige Babysitterin Jessica mit unerwünschten Liebeserklärungen. Die aufrichtige und beseelte Art und Weise, wie Robbie das macht, lässt ihn zu einem wichtigen Filmcharakter heranwachsen.

    Auch Jessica, schmachtend und leicht verwirrt dargestellt von Analeigh Tipton, rückt auf ihre Weise näher ins Zentrum der Geschichte, denn sie gibt sich ihren Gefühlen eine Spur zu bedingungslos hin. Auch diese Figur schwankt zwischen Peinlichkeit und Reinheit des Herzens, dass es eine Schau ist. Weitere interessante Rollen gehören Emma Stone und Marisa Tomei. Emily wird von Julianne Moore gespielt, auch diesmal an sich ein Gewinn für den Film. Allerdings harmonieren Moore und Carell als Darstellerpaar nicht auf den ersten Blick, zu groß erscheint ihr Image-Unterschied. Der Film bekennt sich im Verlauf zu traditionellen amerikanischen Familienwerten, was dem Humor nicht gerade dient, aber die Komödie kann lange genug einfach nur lustig sein, um als originell in Erinnerung zu bleiben.

    Fazit: Romantische Gefühle sorgen für peinliche Verwicklungen in dieser ideenreichen Komödie.
  • Ein verlassener Ehemann lernt von einem attraktiven Womanizer die Kunst des Flirtens – romantisch, verrückt und mit jeder Menge Stars!

    Cal (Steve Carell) ist mit sich zufrieden: er hat einen guten Job, ein schönes Haus und wunderbare Kinder mit seiner Jugendliebe Emily (Julianne Moore). Als er eines Tages erfährt, dass seine Frau ihn betrogen hat und die Scheidung will, löst sich für Cal sein bislang perfektes Leben plötzlich in Luft auf. Als Single wider Willen lernt er schließlich den zehn Jahre jüngeren Jacob (Ryan Gosling) kennen. Dieser kann nicht mit ansehen, wie tollpatschig sich der verlassene Ehemann bei Flirtversuchen verhält und nimmt den in Alkohol und Selbstmitleid versinkenden Cal unter seine Fittiche. Jacob zeigt dem Familienvater die Vorzüge des Single-Daseins auf, bis er selbst ganz unerwartet der Liebe seines Lebens begegnet. Plötzlich muss der bis dato agile Womanizer lernen, dass er nicht immer gewinnt – ausgerechnet die Frau, die er wirklich will, lässt ihn abblitzen. Cal, dem nach seinem Imagewechsel die Frauen nun zu Füßen liegen, sehnt sich zurück nach seiner großen Liebe …

    Ryan Gosling, spätestens seit “Blue Valentine” und Cannes-Gewinner “Drive” ein strahlender Stern am Hollywood-Himmel, beweist in der Rolle des attraktiven Womanizers endgültig sein Potenzial als ganz großer Herzensbrecher. Man kann seine Qualen verstehen, denn seine Angebetete Emma Stone (alles andere als “Einfach zu haben”) bezaubert fortwährend. Als Ehepaar in der Krise begeistern Star-Komiker Steve Carell (“Date Night – Gangster für eine Nacht”) und die charmante Julianne Moore (“Dem Himmel so fern”). Die romantische Komödie mit dem gewissen Drive ist die zweite Regiearbeit des kongenialen “Bad Santa”-Drehbuchduos Ficarra/ Requa. Ein echtes Feelgood-Movie mit einem grandiosen Darsteller- Ensemble – bezaubernd und verrückt wie die Liebe selbst.

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