Control (2007)

Control Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Control: Herausragende Filmbiographie über das kurze Leben von Joy-Division-Sänger Ian Curtis, mit dem Starfotograf Anton Corbijn sein eindringliches Filmdebüt gibt.

Mitte der Siebziger interessiert sich der junge Ian Curtis (Sam Riley) vorwiegend für Musik und die hübsche Deborah (Samantha Morton), die er mit 19 Jahren ehelicht. Ein Kind ist unterwegs, er jobbt auf dem Arbeitsamt und fängt nebenbei als Sänger für eine Band von Freunden an: Joy Division ist geboren. Ian leidet unter Epilepsie, die Auftritte der Postpunk-Combo bleiben düster, aber der Ruhm nicht aus. Als er Deborah mit Annik (Alexandra Maria Lara) betrügt, wird er depressiv.

Wie es sich für ein anständiges Biopic über Kultfigur Ian Curtis gehört, ist Starfotograf Anton Corbijns gut recherchiertes Portrait in Schwarzweiß gehalten. Newcomer Sam Riley spielt den depressiven Sänger von Joy Division, der sich mit nur 23 Jahren das Leben nahm, mehr als eindringlich.

Ian Curtis ist 19 Jahre alt, als er 1975 seine Frau Debbie heiratet. Im Jahr darauf stößt er nach dem legendären Konzert der Sex Pistols in Manchester als Sänger zu der Band Warsaw, die kurz darauf unter dem neuen Namen Joy Division hohe Wellen schlägt. Der erste Ruhm ist schnell zu viel für Curtis, der zudem unter Epilepsie und einer schweren Depression leidet. Eine leidenschaftliche Affäre mit der Journalistin Annik Honoré verstärkt seinen Schuldkomplex gegenüber Debbie. Am Vorabend der ersten US-Tournee von Joy Division erhängt sich Curtis in seiner Küche.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit der nüchternen, in reduzierten Schwarzweißbildern gehaltenen Filmbiographie des Joy Division-Sängers Ian Curtis, der 1980 im Alter von 23 Jahren Selbstmord beging, liefert Anton Corbijn sein Regiedebüt ab.

    Für Anton Corbijn hat sich mit “Control” ein Kreis geschlossen. Als er Ende der 70er nach England zog, um seine Karriere als Fotograf zu forcieren, waren Joy Division eine der ersten Bands, die vor der Kamera des jungen Holländers landeten. Knapp drei Jahrzehnte später hat Corbijn, basierend auf dem Buch “Touching from a Distance” von Ian Curtis’ Witwe Deborah, ein Biopic abgeliefert, dass für einen bekennenden Fan des tragischen Musikers erstaunlich unsentimental ausfällt – und dem Titel der Vorlage verpflichtet scheint. Obwohl der Film nah, sehr nah an Curtis (beeindruckend verkörpert von Newcomer Sam Riley) bleibt, während er dessen letzte Lebensjahre nachzeichnet, wirkt “Control” überwiegend distanziert – eine erzählerische Analogie zur oft betont kühlen Musik und Ästhetik von Joy Division, die selbst dem größten Hit der Band, “Love will tear us apart”, innewohnte. Mit der Liebe beginnt auch Corbijns in seiner typischen, das Wesentliche herausmodellierenden Schwarz-Weiß-Optik gehaltene Werk. 1973 lernt Teenager Ian, glühender Fan von David Bowie und Iggy Pop, die nette Debbie (glaubwürdig: Samantha Morton) kennen, die eigentlich mit seinem besten Freund Nick ausgeht. Beide verlieben sich und heiraten trotz ihres jungen Alters einige Zeit später. Der bei einer Arbeitsvermittlung in seinem englischen Heimatort Macclesfield arbeitende Ian stößt Ende der 70er als Sänger zu der neuen Band Joy Division, die schnell zu lokaler Bekanntheit gelangt. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken auf: Curtis’ künstlerische Ambitionen mit der aufstrebenden Band kollidieren zunehmend mit seinen familiären Verpflichtungen (seine Frau hat inzwischen die gemeinsame Tochter zur Welt gebracht), darüber hinaus wird bei ihm Epilepsie diagnostiziert. Die versuchsweise verordneten Medikamente verschlimmern seine Stimmungsschwankungen und die Entfremdung von seiner Frau noch, für seine Mitmusiker bleiben seine auch live auftretenden Anfälle ein unkalkulierbares Risiko. Als er nach einem Konzert die belgische Journalistin Annik Honoré (Alexandra Maria Lara) kennenlernt, mit ihr eine Affäre beginnt und Debbie sich daraufhin von ihm trennen will, wächst ihm die Situation endgültig über den Kopf.

    “Control” ist kein Film über Kontrolle, sondern über den Verlust derselben. “She’s Lost Control” sang Curtis und meinte damit insgeheim wohl sich selbst: Verlust der Kontrolle über den Körper, die Liebe und das Leben. ako.

Darsteller und Crew

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