Coconut Hero (2015)

Coconut Hero Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Coconut Hero: Coming-of-Age-(Tragi)Komödie um einen jungen Mann, der sterben will und stattdessen die Liebe entdeckt.

Wer Mike Tyson heißt, dünn und unsportlich ist, kann mit dem Spott der Mitschüler rechnen. Der 16Jährige hat das Leben satt und schießt sich in den Kopf. Statt im Himmel wacht er im Hospital auf. Als die Ärzte mehr zufällig einen Gehirntumor diagnostizieren, verweigert er sich der Operation und freut sich auf den Tod, bastelt sich nach eigenem Gusto einen Sarg. Doch dann lernt er die bezaubernde Miranda kennen und plötzlich scheint das Leben doch lebens- und liebenswert.

Ein junger Mann will eigentlich sterben und entdeckt stattdessen unerwartet die Liebe. Ungewöhnliche Coming-of-Age-Dramödie, die Florian Cossen in Kanada im Stil eines US-Indies der Neunzigerjahre gedreht hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine sanfte Indie-Komödie über die Liebe und den Tod, die Macht des Schicksals und das Leben als kostbares Geschenk.

    Drehbuchautorin Elena von Saucken hatte am Anfang ein Bild im Kopf von einem Jungen, der sein Leben satt hat, sich in den Kopf schießt und dann im Hospital aufwacht statt im Himmel. Was dann folgt, ist keine Depri-Story, sondern eine feine Komödie mit Witz, Melancholie und schwarzem Humor. Der dünne und total unsportliche 16Jährige muss sich mit dem Namen Mike Tyson herumschlagen und Mitschülern, die ihn ständig aufziehen, und obendrein mit der permanent nörgelnden Mutter. Dumm, dass der Suizid nicht klappt. Dagegen gibt es eine “gute Nachricht”: Die Ärzte entdecken einen walnussgroßen Tumor in seinem Kopf. Wenn er sich nicht operieren lässt, ist er bald mausetot. Die Vorfreude auf den Tod, macht ihn mutig und erfindungsreich. Den Jungs, die ihn hänseln, haut er hart auf die Nase, vom Unterricht suspendiert, schaut er sich Särge an und klaut Holzlatten, um sich selbst eine Kiste zu basteln, macht Probeliegen auf dem Friedhof. Und dann weckt die bezaubernde Miranda ganz unbekannte Gefühle in ihm. Plötzlich scheint das Leben schön, auch wenn das unerbittliche Schicksal zum Schlag ausholt.

    Florian Cossens (legte 2010 mit Elena von Saucken sein Kinodebüt “Das Lied in mir” vor) lakonische Komödie ist anrührend, amüsant und romantisch, erinnert an die Stärken der US-Indies. Vielleicht liegt das auch etwas an der Sprache, denn gedreht wurde in englisch mit dem fantastischen junge Kanadier Alex Ozerov in der Hauptrolle. Da die Handlung “in the middle of nowhere” spielen sollte, entschied sich Cossen für die Wälder des kanadischen Nordens, wo er die fiktive kleine Holzfällerstadt Faintville ansiedelt und lässt allein durch die Unerreichbarkeit des Ortes die Isolation eines Jugendlichen spüren, der in die Welt hinaus möchte, aber nicht kann. Es sind die kleinen, aber ausgereiften Ideen und Szenen, die gefallen, sowie die bis in die Nebenrollen bestens besetzten Figuren. Wenn der Vater, den er nie gesehen hat (Lola-Abräumer Sebastian Schipper) nach der von Mike in die Zeitung gesetzten Traueranzeige auftaucht und eine Annäherung und “Männerfreundschaft” beginnt, wenn der Heranwachsende im mütterlichen Friseurladen zärtlich Mirandas Haarwäsche übernimmt, wenn er einem seltsamen Hobby frönt, nämlich Bleistiftzeichnungen anfertigt und tote Fliegen drauf klebt. Der Protagonist will zu Beginn sterben und wird am Ende zum Held des eigenen Lebens. Wenn sich die Wolken über ihm von Hell zu Hello formen, ist er angekommen. mk.

Darsteller und Crew

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