Cloud Atlas (2012)

Cloud Atlas Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Cloud Atlas: Superstargespickte, visionäre Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers, in der sechs Geschichten aus sechs Epochen zu einem großen Epos um Schicksal, Liebe und Bestimmung verflochten werden.

1850: Auf einer Schiffsreise freundet sich ein todkranker Notar mit einem blinden Passagier an. 1930er: Ein junger Mann wird Assistent bei einem Komponisten, der seine besten Jahre hinter sich hat. 1970er: Eine Journalistin deckt in San Francisco einen Skandal bei einem Nuklearkonzern auf. Heute: Ein Verleger gerät in ein Altersheim, das sich als siebter Kreis der Hölle entpuppt. Zukunft: In Seoul wird ein Arbeiter-Klon zur Leitfigur einer Revolution gegen das totalitäre System. Nach der Apokalypse: Ein Ziegenhirte wird von einer der letzten Überlebenden der Zivilisation mit einer Mission betraut.

Sechs Seelen aus sechs verschiedenen Epochen beeinflussen durch ihre Handlungen die jeweiligen Entscheidungen der anderen. Epische Buchverfilmung von Tom Tykwer und den Wachowski-Geschwistern und mit Stars wie Tom Hanks.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Kinofilm "Cloud Atlas" basiert auf David Mitchells Roman "Der Wolkenatlas", der 2006 erschien. Für die Verfilmung taten sich die Geschwister Andy und Lana Wachowski ("Matrix") und Tom Tykwer ("Lola Rennt", "The International") zusammen. Gedreht wurde hauptsächlich in den Berliner Babelsberg Studios. Mit den 100 Millionen Dollar Produktionskosten schuf man ein monumentales Werk, welches es an den Kinokassen dennoch nicht unbedingt leicht haben dürfte.

    Der Grund hierfür ist leicht ersichtlich: "Cloud Atlas" ist mit seiner Vielfalt an Charakteren und der nicht immer leicht erkennbaren Verbindung zwischen den verschiedenen Szenarien um einiges anspruchsvoller als ein 08/15 Hollywoodfilm. Entspanntes Popcornkino sieht anders aus. In seiner Komplexität fordert "Cloud Atlas" stete Aufmerksamkeit vom Publikum und verlangt dem Zuschauer mit stolzen 172 Minuten Laufzeit einiges ab. Doch es lohnt, sich auf das Epos einzulassen.

    Die Regisseure Tom Tykwer und die Wachowskis liefern beeindruckende Bilder und eine Vielfalt an Charakteren, deren Geschichten sich über die Jahrhunderte spannen. Hierbei wirkt die turbulente Seefahrt im 19. Jahrhundert genauso imposant und authentisch wie das futuristische Seoul, das Neo Seoul von 2144 oder die post-apokalyptische Welt, in der Tom Hanks und Halle Berry in einer zum Teil neu erfundenen Sprache miteinander kommunizieren.

    Am beeindruckendsten ist die Vielfältigkeit der Schauspieler selbst. Das gesamte Ensemble, allen voran Hollywood-Größen wie Tom Hanks ("Forrest Gump", "Schlaflos in Seattle"), Halle Berry ("X-Men", "Gothika") und Hugh Grant ("Notting Hill", "Tatsächlich Liebe") treten gleich in mehreren Rollen in Erscheinung und sind dabei nicht immer leicht zu erkennen. Hierbei macht es sich besonders bezahlt, beim Abspann im Kino sitzen zu bleiben. Erst dann werden viele der Mehrfachauftritte der Schauspieler wirklich offenbart. Ein kleiner Höhepunkt: Hugo Weaving ("Matrix", "Captain America") als nörgelnde Krankenschwester.

    Schon der fast sechsminütige Trailer zum Film ließ epische Ausmaße vermuten. Das Endresultat ist ein Werk, das vor allem durch pure Größe und einen Reichtum an Eindrücken überzeugt. Als Zuschauer hat man konsequent das Gefühl, etwas Grandiosem beizuwohnen und bleibt auch nach Filmende noch wie gefesselt von dem eben Gesehenen.

    "Cloud Atlas" ist ein Film, der quasi danach verlangt, ein zweites oder drittes Mal gesehen zu werden. Erst dann werden viele Zusammenhänge ersichtlich und die emotionale Wirkung der Geschichten verstärkt.

    Fazit: Die Wachowsky Geschwister und Tom Tykwer liefern mit "Cloud Atlas" einen Film epischen Ausmaßes. Philosophie, Geschichte und Emotion werden zu einem gelungenen Gesamtwerk vereint. Ein komplexer Film, der, lässt man sich auf ihn ein, noch lange nachhallt.
  • Visionäre Verfilmung des Bestsellers von David Mitchell, in der sechs Geschichten aus sechs Epochen nahtlos ineinander zu einem großen Epos verflochten werden.

    Wenn man es denken kann, kann man es auch filmen. Und auch wenn dieses Zitat, das gerne Stanley Kubrick zugeordnet wird, zumindest so nie von ihm gesagt wurde, wie man heute weiß, so trifft es doch auf diesen Film zu, in dem die Wachowski-Geschwister und Tom Tykwer ihre Kräfte vereint und es sich erlaubt haben, groß zu denken und noch größer zu träumen. “Cloud Atlas” ist eines jener wahnwitzigen filmischen Unterfangen, in denen die Macher alles auf eine Karte setzen, um etwas zu erschaffen, was es in dieser Form vorher noch nicht gegeben hat. Um ein Statement abzugeben, das über Unterhaltung weit hinausgeht, in seiner Konzeption und Exekution aber so atemberaubend ist, dass man seine Augen über die volle Laufzeit von 160 Minuten nicht von der Leinwand abwenden kann. Es ist ein bizarrer, ein riskanter Koloss von Film, der sich nicht einfach nur eines der auf den ersten Blick unverfilmbarsten Bestseller der letzten Jahre annimmt, den man sich vorstellen kann, sondern die relativ simple Struktur von David Mitchells Roman sogar auflöst und die Einzelteile noch gewagter, komplexer und auf wunderbare Weise transzendent zusammensetzt.

    Während Mitchell seine sechs völlig unterschiedlichen Geschichten aus verschiedenen Zeiten und Orten wie eine Zwiebel zunächst auf- und dann wieder zusammenfaltet, um eine alternative Geschichte der Welt zu erzählen, geschieht in der filmischen Adaption alles parallel und gleichzeitig: Hier ergänzen sich die sechs Einblicke in verschiedene Zeiten und Welten, sie überlappen, kommentieren einander und klingen ineinander nach. Das ist virtuos orchestriert und nimmt nicht von ungefähr die Form einer Sinfonie an, ein Werk in verschiedenen Sätzen, das durch die parallele Erzählung mehr Wucht erhält, aufwallt und abebbt und auf einen großen Höhepunkt zusteuert – was unbedingt Sinn macht: Der Titel des Films bezieht sich auf eine musikalische Arbeit, die eine der Figuren der Geschichten komponiert hat und in den einzelnen Episoden immer wieder anklingt. Als zusätzlicher Geniestreich erweist sich die gewagte Entscheidung, die Figuren in den einzelnen Episoden immer wieder von den gleichen Schauspielern spielen zu lassen: Tom Hanks ist beispielsweise in sechs Rollen zu sehen, und auch Halle Berry, Hugo Weaving, Jim Sturgess, Hugh Grant, Jim Broadbent, James D’Arcy oder Susan Sarandon trifft man an verschiedenen Stellen des Films immer wieder an, in oftmals überraschenden Formen und Ausprägungen – Alter, Hautfarbe und Geschlecht spielen hier keine Rolle. Tom Tykwer hat in einem Interview gesagt, es handle sich eher um Seelen denn Figuren. Besser lässt es sich wohl nicht beschreiben.

    Die erste Geschichte beginnt 1850 im Südpazifik und erzählt von der Schiffsreise des an einer tödlichen Krankheit darbenden Notars, der Freundschaft mit einem blinden Passagier schließt. In der zweiten Geschichte, angesiedelt in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts, findet ein junger Mann eine Anstellung als Assistent bei einem einst genialen Komponisten, der seine besten Jahre hinter sich hat. Mitte der Siebzigerjahre deckt eine Journalistin in San Francisco einen Skandal bei einem Nuklearkonzern auf und begibt sich damit in Lebensgefahr. In der Gegenwart wird ein Verleger auf der Flucht vor Unterwelt-Schlägern von seinem Bruder in ein Altersheim verfrachtet, das sich als siebter Kreis der Hölle entpuppt. In der fünften Geschichte geht es in die Zukunft, in ein futuristisches Seoul, in dem ein einfacher Klon, der in einem Schnellimbiss bedient, zur Leitfigur einer Revolution gegen ein totalitäres System wird. Und schließlich geht es ins Hawaii nach der Apokalypse, wo ein einfacher Ziegenhirte von einer der letzten Überlebenden der modernen Zivilisation mit einer wichtigen Mission betraut wird.

    Das sind Geschichten, die allein stehen könnten. Tykwer und die Wachwoskis verbinden sie aber so geschickt, dass man sie sich voneinander getrennt nicht vorstellen mag. “Cloud Atlas” funktioniert als großes Ganzes und nur so: als eine Geschichte. Wenn man nur einen Teil wegnähme, würde das Konstrukt zusammenbrechen. Natürlich gibt es gerade zu Beginn des Films, wo man als Zuschauer gezwungen ist, sich in schneller Abfolge in sechs ungewöhnlichen Welten zurecht zu finden, Momente, in denen die gesamte Unternehmung wie ein aufgeblasener Drogentraum erscheint, in dem der eine oder andere Auftritt eines Schauspielers kurz lächerlich oder ablenkend wirken könnte. Aber wenn die Ouvertüre abgeschlossen ist, alle Figuren da stehen, wo sie stehen müssen, und das wilde Kreuzen durch die Welten und Stimmungen und Genres beginnt, von Slapstick über historisches Drama und Thriller hin zu Science-Fiction-Action, entwickelt sich “Cloud Atlas” zu einem magischen Filmerlebnis, zu einem wahren Epos, das einen zunächst sprachlos hinterlässt (nach Ende der Pressevorführung in Toronto hätte man eine Stecknadel fallen hören, so leise war es), aber dann zu arbeiten beginnt und einen nicht mehr loslässt. Auf den ersten Blick gibt es vermeintlich wenige Ansatzpunkte, die Tykwer und die Wachowskis miteinander verbindet, außer ihren Glauben an die transzendierende Kraft des Kinos und die Überzeugung, die Grenzen des filmisch Machbaren stets austesten zu müssen. Dass sie “Cloud Atlas” wahrhaft gemeinsam gemacht haben, mit zwei Kameramännern, zwei Szenenbildnern, und das Ergebnis ein wunderschönes Werk aus einem Guss geworden ist, ist nicht nur logistisch eine faszinierende Leistung ohne Beispiel, sondern untermauert auch den Ansatz des Films, dass Schicksale zusammenhängen, dass Menschen einander über Epochen hinweg inspirieren und die Erlebnisse des Einen, als Geschichte erzählt, auch zum Erlebnis des Anderen werden können. Es ist ein zutiefst optimistischer Film, der selbst in seinen dunkelsten Momenten nie den Glauben an den Menschen verliert. ts.
  • Ein gewaltiger Mosaikfilm, der Kopf und Herz weniger anregt, als vielmehr das Sitzfleisch zu strapazieren. Mehr Verkleidungstheater denn episches Abenteuer – zwiespältig.
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