Café Olympique - Ein Geburtstag in Marseille (2014)

Originaltitel: Au fil d\'Ariane
Café Olympique - Ein Geburtstag in Marseille Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Café Olympique - Ein Geburtstag in Marseille: Märchenhafte Komödie über eine Frau, die aus ihrem Alltag ausbricht und Überraschungen am laufenden Band erlebt.

In der französischen Tragikomödie „Café Olympique – Ein Geburtstag in Marseille“ bricht eine einsame Frau (Ariane Ascaride) aus ihrem tristen Alltag aus und macht sich auf eine abenteuerliche Reise zu sich selbst.

Ariane führt ein einsames Leben in einem schönen Umfeld. Ihr Haus ist hübsch, die Gegend gepflegt und auf dem Konto herrscht auch nicht völlige Ebbe. Doch als niemand zu ihrem Geburtstag erscheint und alle Gäste kurzfristig absagen, sitzt die junge Frau an ihrem Ehrentag allein vor der festlich geschmückten Tafel und fasst einen folgenschweren Entschluss. Spontan setzt sie sich in ihr Auto und macht sich auf den Weg in die pulsierende Stadt Marseille.

Auf ihrer Reise beginnt sich die schüchterne Ariane zu verändern und die junge Frau ist plötzlich offen für neue Erfahrungen. Sie lernt fremde Menschen kennen, übernachtet auf einem Boot, bricht in ein Museum ein und erlebt ein Abenteuer nach dem anderen. Aus dem geplanten kurzen Ausflug werden nun Tage und Wochen und Ariane probiert sich sogar als Kellnerin aus. Auf einmal kann sie auf fremde Menschen zugehen und hat ihre schüchterne Art erfolgreich abgelegt.

Ariane sieht sich rasch in einem völlig neuen Licht und beginnt auch, ihre Umwelt ganz anders wahr zu nehmen als zuvor, aus der scheinbar grauen Maus hat sich ein lebensfroher Mensch entwickelt. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht vollends ausblenden und irgendwann muss Ariane auch wieder nach Hause. Oder ist das lebendige Marseille inzwischen ihr wahres Zuhause geworden?

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Märchenhafte Komödie über eine Frau, die aus ihrem Alltag ausbricht und Überraschungen am laufenden Band erlebt.

    Catherine Deneuve tat es in “Eine Frau empfiehlt sich”, Ariane Ascaride folgt ihr in Robert Guédiguians Mix aus Komödie und magischem Realismus. Beide Frauen nehmen sich eine Auszeit, setzen sich ab aus einem Leben, das sie sich so nicht erträumt haben. Als Ariane an ihrem Geburtstag alleine in der komfortablen Wohnung auf Kerzen und Geburtstagskuchen guckt, eine telefonische Absage nach der anderen zu ihrer Einladung kommt, packt sie ihr Täschchen und fährt nach Marseille. Meer gucken, Sonne tanken. Wie der Zufall es will, landet sie im ländlichen Café Olympique, wo sie bald Busreisende bedient, auf einem Boot schläft, einer sprechenden Schildkröte begegnet, neue Freunde macht, mit denen sie in ein Museum einbricht – selbstverständlich für einen guten Zweck. Ganz nebenbei spielt sie Beziehungstherapeutin bei einem sich ständig streitenden Pärchen.

    Eine Bande von skurrilen Gestalten bevölkert die Leinwand, darunter auch Jean-Pierre Darroussin als grummelnder Taxifahrer und genervter Theaterregisseur mit Herz. Guédiguian, bekannt für sozialkritische Dramen wie “Schnee am Kilimandscharo” bleibt zwar seiner Lieblingsstadt Marseille, dem mediterranem Ambiente und dem Faible für Solidarität treu, setzt aber auf größere Leichtigkeit, eine mehr spielerische Erzählung und Poesie, und natürlich auf Fantasie, was der französische Untertitel “Une fantaisie de Robert Guédiguian” unmissverständlich klar macht. Die Rolle der Frau, die sich wie Alice im Wunderland fühlt, hat er (wie 16 weitere Filme) für Schauspielerin und Gattin Ariane Ascaride geschrieben, die sich nach anfänglichen Wutanfällen zu einem sanften Engel wandelt, der jedem zur Seite steht. Dabei übertreiben alle gerne und das nach Plan, denn Guédiguian wollte einen Film drehen, der “übertreibt und über die Stränge schlägt”. Es gibt zahlreiche Referenzen auf Texte von Pier Paolo Pasolini, Anton Tschechov oder auf Bertolt Brecht/Kurt Weill, wenn Ariane ihren Traum verwirklicht und auf der Bühne das Lied “Wie man sich bettet, so liegt man” singt. Einige andere starke Szenen sind Verbeugungen vor dem Kino eines Jean-Luc Godard, Carné-Prévert oder Federico Fellini. Dieses sehr französischen “Café Olympique” ist eine Oase und wenn dann noch Chansons des unvergesslichen Jean Ferrat erklingen wie das berühmte “La Montagne” oder “Que Serais-Je sans toi” möchte man nicht mehr hinaus in die harte Wirklichkeit. mk.

Darsteller und Crew

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