Broken City (2013)

Broken City Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Broken City: Thriller mit Mark Wahlberg, der als Ex-Cop in New York in einen Sumpf aus Korruption und Machtintrigen gerät. Mit Russell Crowe als Bürgermeister!

Sieben Jahre sind vergangen, seitdem Detective Taggart einen Mann erschoss und seinen Dienst quittieren musste, weil sein Freispruch in einem Notwehrprozess nur mit Manipulation erreicht werden konnte. Nun meldet sich bei ihm der Mann, der damals belastende Beweise gegen Taggart unter den Tisch kehrte. Für New Yorks Bürgermeister soll der Ex-Cop den Liebhaber seiner Frau ermitteln. Viel zu spät erkennt Taggart, dass es bei diesem Auftrag um mehr geht und nicht nur eine Ehe, sondern auch Karrieren und sein eigenes Leben auf dem Spiel stehen.

Ex-Cop Taggart soll für den New Yorker Bürgermeister in einer Ehegeschichte ermitteln. Doch es steckt mehr dahinter. Mark Wahlberg, Barry Pepper und Russell Crowe sind die Stars dieses actiongeladenen Politthrillers.

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Kritikerrezensionen

  • Keine Frage, Mark Wahlberg ("Ted", "Contraband") tritt in "Broken City" in große Fußstapfen: Humphrey Bogarts Philip Marlowe ("The Big Sleep") und vor allem Jack Nicholsons J.J. Gittes ("Chinatown") gehören zu den Vorbildern seiner Figur – Schnüffler, die selbst an der Nase herumgeführt werden und bei ihren Ermittlungen in ein Wespennest stoßen, in dem sie sich womöglich mehr holen als nur ein paar schmerzhafte Stiche. Regisseur Allen Hughes ("The Book of Eli", "From Hell"), der sich gewöhnlich mit seinem Bruder Albert den Regiestuhl teilt, lässt sich in seinem Neo-Noir angemessen viel Zeit, den Verästelungen des Plots zu folgen und schafft es dennoch, stetig an der Spannungsschraube zu drehen.

    So ganz gelingt es ihm dabei freilich nicht, die „broken city“ New York zu einem Hauptdarsteller zu machen, einem Moloch aus Korruption, Armut und Gier der Mächtigen – dafür sind wiederholte Panoramatotalen der Skyline einfach etwas zu wenig. Der proletarische Anti-Held, ein Rollentypus, der Mark Wahlberg hervorragend steht und die glanzpolierte Fassade der Lokalpolitik, hinter der sich Abgründe auftun, ergeben gemeinsam keine zwingende Atmosphäre und auch kein stimmiges allegorisches Gesamtbild. Aus diesen Gegensätzen schlägt Allen Hughes weniger Funken, als es möglich wäre.

    Dabei macht jeder für sich seine Aufgabe richtig gut: Neben Wahlberg gefällt Russell Crowe ("Gladiator", "Les Misérables") als intriganter Machtmensch, der seine asozialen Neigungen mühsam hinter einer Tonne Selbstbräunungscreme verbirgt. Und Catherine Zeta-Jones ("Rock of Ages", "Lieber verliebt") gibt seine Gattin Cathleen so raunend, geheimnisvoll und undurchsichtig-verführerisch, dass es eine Schande ist, wie das Drehbuch sie im Laufe der Handlung vernachlässigt.

    Fazit: Allen Hughes ist mit "Broken City" ein solide konstruierter und packend inszenierter Korruptionsthriller gelungen, der mit starken Darstellerleistungen aufwarten kann. Die Abgründe des Film noir hingegen liegen in den besten Beispielen des Genres etwas tiefer, als Hughes sie auslotet.
  • In Allen Hughes’ mit Stars besetztem Großstadtthriller ist Moral ein überholter und gefährlicher Lebensmotor.

    Der Dreck steht hoch in der Metropole am Hudson, erreicht die Verwaltungsspitzen, bis ihn ein Mann von ganz unten von den Straßen fegt. Stark verkürzt, ist das die Essenz dieses Politthrillers, der ohne große Erschütterungen der Genrefundamente und damit etwas berechenbar sein Einzelkämpferszenario präsentiert. Brian Tuckers Skript zu “Broken City” stand 2008 auf der Black List der besten unproduzierten Drehbücher. Für die Verfilmung, die Allen Hughes (“Book of Eli”) frei von überzogenem Actionzwang und erstmals auch ohne Zwillingsbruder Albert inszenierte, wurde das durchaus dialogstarke Skript von überkomplexen dramaturgischen Auswucherungen befreit. Das blieb nicht folgenlos für die Glaubwürdigkeit einiger Situationen und Figuren, dennoch sieht man gerne zu, wie starke Darsteller einen Film nach Hause bringen, der zur Abwechslung einmal offensichtlich für Erwachsene gemacht ist.

    Die jüngste Figur ist auch die erste, die sich aus dem Plot verabschiedet – ein halbwüchsiger Latino, den der New Yorker Detective Taggart (Mark Wahlberg) nach eigener Aussage in Notwehr erschossen hat. Ein Beweis, der Taggarts Behauptung in Frage stellt, wird mit dem Segen von Bürgermeister Hostetler (Russell Crowe) unter den Tisch gekehrt. Somit wird Taggart in seinem Prozess freigesprochen, muss aber den Dienst quittieren. Sieben Jahre wühlt er als Privatdetektiv im Schmutz ganz unten, bis er ganz oben, im Sumpf von Intrigen, Korruption und Mord, mitschwimmen darf. Für den Bürgermeister soll der Ex-Cop den Lover seiner Frau (Catherine Zeta-Jones) identifizieren, bevor Hostetlers Wahl-Konkurrent die Affäre als Munition benutzen kann.

    Schneller als Wahlberg wird mancher Zuschauer durchschauen, welche Figur hier tatsächlich Sympathien verdient. Wirklich sauber und integer ist kaum einer, sieht man von Taggarts Assistentin ab, die unter den Nebencharakteren den stärksten Eindruck hinterlässt. Newcomerin Alona Tal spiegelt darstellerisch die Kompetenz des kompletten Ensembles. Aus diesem stechen Crowe, charismatisch und schmierig, Barry Pepper in der Rolle seines Widersachers und in nur wenigen Szenen auch Zeta-Jones’ heraus, die mit ihrer Figur Seele, wenn auch kein Rückgrat zeigen darf. kob.
  • Ein Haufen verschenkter Schauspieler in einem austauschbaren Polit-Thriller, der frei von Höhepunkten jedweder Art ist.
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