Blade (1998)

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Filmhandlung und Hintergrund

Blade: Vampir-Actioner zwischen Horror und Martial Arts in Comic-Ästhetik. Nach dem siebziger Jahre Marvel-Comic.

Blade ist Halbvampir, doch seine Mission ist es, die Blutsauger auszurotten – und das tut er mit der Virtuosität eines Samurais. Sein Erzfeind, der Nachwuchs-Nosferatu Deacon Frost, will den Blutgott La Magra wiedererwecken und die Macht an sich reißen. Blade ist zwar ein Einzelgänger, doch muß sein väterlicher Freund Whistler den Mann in Schwarz vor seinem Blutdurst bewahren und ihn mit Waffen versorgen.

Als Kreuzung aus Mensch und Vampir streift Blade nachts durch düstere Großstadtstraßen, immer auf der Suche nach den Fürsten der Dunkelheit. Sein Ziel ist es, die Blutsauger auszurotten, denn Blade will Rache nehmen für den Mord an seiner Mutter. Deshalb setzt er alles daran, um seinem Erzfeind, dem Nachwuchs-Nosferatu Deacon Frost, das Handwerk zu legen. Dieser will den Blutgott La Magra wiedererwecken und so die Macht an sich reißen. Und nur Blade weiß, wie man Vampire ein für alle Mal in die Hölle verbannen kann.

Vampir-Actioner zwischen Horror und Martial Arts in Comic-Ästhetik. Nach dem siebziger Jahre Marvel-Comic.

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Kritikerrezensionen

  • 1995 setzte New Line im späten August auf die hochenergetische Videospiel-Adaption “Mortal Kombat” und im vergangenen Spätsommer auf die splatter- und spezialeffektesaturierte Comicverfilmung um den afroamerikanischen Actionheroen “Spawn“. In der actionreichen Vampir-Fantasy “Blade” nach einem Marvel Comic von 1973 werden nun die Martial Arts- und Horror-Elemente aus den beiden Vorgängern verquickt, und das athletische Allround-Talent Wesley Snipes (zuletzt in “Auf der Jagd”) als übernatürlicher Vampir Killer in einer emotional eher eindimensionalen Rolle, aber mit sympathischer Leinwandpräsenz und meisterhafter Kampfkunst in den Krieg mit den Horden der Dunkelheit geschickt.

    In der ersten Szene nach dem Prolog, der Blades garstige Geburtsumstände erläutert, konstruiert Regisseur Stephen Norrington einen satirisch aufbereiteten urbanen Alptraum: Ein naiver junger Typ wird von einer Schönen in Rot in einen geheimen Nachtclub hinter einem Schlachthof gelockt. Ein Meer von Körpern wiegt sich zu peitschend-pochenden Techno-Rhythmen, bis aus den Wassersprinklern an der Decke ein steter Strom von Blut auf die ekstatische Masse niederprasselt. Eine rote Flut, die die Anwesenden veranlaßt, ihre wahre Natur zu offenbaren und sich als brutale Brut von Blutsaugern erkennen zu geben. Doch bevor der menschliche Unglückswurm seinem Schicksal als Vampir-Futter erliegt, tritt der in eine Art schwarzledernes Schnallenkorsett gewandete Dracula-Dompteur Blade auf den Plan.

    Mit elegant-expertenhaft eingesetztem Samuraischwert, Schnellfeuerrunden von Silbermunition, Knoblauchinjektionen und Herzpflöcken schickt er die Untoten endgültig in die Hölle. Als Blades Erzfeind kristallisiert sich Deacon Frost (Stephen Dorff mit überarrogantem “Lost Boys“-Charme), ein rebellischer Nachwuchs-Nosferatu in Designer-Junkie-Chic, der den Umsturz alteingesessener Sauger-Sozialstrukturen (geleitet u. a. von Udo Kier) und die Wiedererweckung des Blutgotts La Magra als greifbares Nahziel verfolgt. Doch bei der Showdown-Zeremonie in einem unterirdischen Tempel hat Blade noch ein entscheidendes Wort mitzureden.

    Als Blades Sidekick ist der rauhbeinige Rockertyp Whistler (Kris Kristofferson) zur Stelle, der ihm zur rechten Zeit die Waffen und ein Serum zur Unterdrückung seines Blutdursts (Blade selbst ist ein halber Vampir, der jedoch als Tagwandler gegen ihre üblichen Schwächen immun ist) reicht. Als anämisch angedeuteter Love Interest kommt eine Ärztin für Blutkrankheiten (N’Bushe Wright) zum Einsatz, doch im Vordergrund bleibt die bisweilen in groteske Gewaltauswüchse gesteigerte Action, die vom “Dark City”-Drehbuchautoren David S. Goyer ins übliche Schema von Comicverfilmungen eingepaßt wurde und im zunehmenden Verlauf im Stile eines richtigen Comicbooks gerne auch die Gesetze der Logik überstrapaziert. Auch die zahlreichen digitalen Effekte (pulverisierte Vampire, fliegende Skelette, aufquellende Blubberbiester) könnten direkt den Seiten eines Marvel-Comics entnommen sein.

    Anders als in “Spawn” verzichtete man darauf, die expliziten Gore-Sequenzen mit befreiendem Humor zu lindern. Insgesamt legt Regisseur Norrington (gab sein Debüt mit dem gelungenen Low-Budget-Schocker “Death Machine“) vor allem Wert auf düstere Atmosphäre, erfindungsreiche Grausamkeiten (Fangzahnziehen auf den Spuren von “Marathon Man“) und adrenalinaufputschende Actionmomente in Hochglanzszene zu setzen. Das jugendliche Publikum dürfte für den hyperkinetischen Hämoglobin-Horror durchaus gesunden Appetit empfinden, auch wenn das Startwochenendeinspiel von “Mortal Kombat” und “Spawn” (beide jeweils über 20 Mio. Dollar) nicht ganz erreicht wurden. ara.

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