Blackout - Die Erinnerung ist tödlich (2006)

Blackout - Die Erinnerung ist tödlich Poster
Nicht mehr im Kino.
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  1. Ø 5

Filmhandlung und Hintergrund

Blackout - Die Erinnerung ist tödlich: Als achtteilige Krimiserie geplant und nun als Vierteiler ausgestrahlt: Im Zentrum steht ein von Misel Maticevic gespielter ehemaliger korrupter LKA-Drogenfahnder, der sein Gedächtnis verloren und dadurch seine Unschuld wiedergewonnen hat.

Im Mittelpunkt der im Januar 2006 abgedrehten, vierteiligen Serie steht der LKA-Beamte Paul Novak, der durch einen Verkehrsunfall sein Gedächtnis verloren hat. Er kann sich weder an seinen kleinen Sohn, noch an seinen Bruder oder Freunde und Kollegen erinnern. Während er sein altes Leben mühsam rekonstruiert, stößt er auf den ungeklärten Mord an seiner Frau. Bei der Suche nach dem Täter gerät er bald selbst in höchste Gefahr.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine in jeder Hinsicht mutige Reihe von Sat 1: Seriell erzählte Geschichten sind immer ein Risiko, zumal “Blackout” der düstere Entwurf einer freudlosen Welt ist, in der Gegenspieler kaltblütig aus dem Weg geräumt werden.

    Schweres Schädelhirntrauma, Gedächtnisverlust, ein Leben in Trümmern: Die Grundzüge dieser Geschichte, in der ein Mann nach dem Mörder seiner Frau sucht, sind nicht neu. Ebenso wenig wie die schleichende Erkenntnis, dass der vermeintlich herzensgute Vater, liebevolle Ehemann und vorbildliche Polizist bis zu seinem Autounfall ein ganz anderer war. Und nicht nur das: Womöglich ist er sogar für den Tod seiner Frau verantwortlich. Im Unterschied zu den diversen Vorbildern (stellvertretend: Wolfgang Petersens Hollywood-Debüt “Tod im Spiegel”) erzählt Autor Norbert Eberlein eine finstere Geschichte, in der die Männer mit der Marke keinen Deut besser sind als jene, die sie jagen. Vielleicht ist der Vergleich mit den Filmen Jean-Pierre Melvilles (exemplarisch: “Der Chef”, 1972) etwas hoch gegriffen. Doch die von Hans-Günther Bücking zunächst für Peter Keglevic, am Ende dann in eigener Regie betont unbunt fotografierte Handlung orientiert sich ohnehin am Krimi-Stil der Siebziger. Gerade der von dem Schweizer Roeland Wiesnekker fast schon prototypisch negativ verkörperte Polizist ist eine Figur, wie sie in dieser grimmigen Konsequenz im deutschen Fernsehen bislang äußerst selten war.

    Der Held hingegen, Paul Novak (Misel Maticevic), ist in der Gegenwart von fast schon kindlicher Unschuld, in den Rückblenden aber ein brutaler Schläger, der im jahrelangen Kampf gegen das Verbrechen dessen Methoden angenommen hat. Ihre Faszination verdankt die Figur einem schlichten Kniff Eberleins: Ähnlich wie der tragische Held aus Christopher Nolans Film “Memento” (2000) – auch er sucht den Mörder seiner Frau – vergisst Novak sämtliche neu gewonnenen Erkenntnisse gleich wieder. Er befindet sich daher in einem Zustand permanenter Verunsicherung, muss also nicht bloß die Puzzle-Stücke seine Lebens zusammensetzen, sondern sich auch immer wieder seiner selbst vergewissern.

    Die serielle Erzählweise birgt natürlich ein Risiko. Acht Teile, auf vier Abende verteilt: Das wird manchem zuviel sein. Und man darf in der Tat keine Folge verpassen, weil das Bild ja immer vollständiger wird. Deshalb wird Novaks Genesung auch von zwei Männern argwöhnisch beobachtet, die beide über die Stadt herrschen wollen: Der Chef einer aufstrebenden Partei (Walter Kreye) ist bereit, für seine Vision eines neuen Berlins über Leichen zu gehen. Und Drogenboss Turgut (Hilmi Sözer) hat Novak und Schenker bei seinem Aufstieg als willige Werkzeuge benutzt. tpg.

Darsteller und Crew

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