Black Gold (2011)

Black Gold Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Black Gold: In den Dreißigerjahren angesiedeltes Wüstenabenteuer über zwei arabische Fürsten, deren alte Rivalität nach ersten Ölfunden zu Krieg und großen Opfern auch bei ihren Kindern führt.

Anfang der Dreißigerjahre ist der Frieden auf der arabischen Halbinsel in Gefahr, als in der neutralen Pufferzone zwischen zwei Fürstentümern Öl gefunden wird. Gegen den Willen des Sultans von Salmaah, der sich dem alten Arabien verpflichtet fühlt, lässt der Emir von Hobeika Öl fördern, wendet sich dem Konsum, aber auch dem Fortschritt des Westens zu. Als es zum Krieg kommt, müssen sich die Söhne des Sultans, die als Faustpfand des Friedens in Hobeika aufwuchsen, entscheiden, welchem ihrer Väter sie dienen wollen.

In den Dreißigerjahren führt Rivalität zweier arabischer Fürsten nach ersten Ölfunden zu Krieg und großen Opfern auch bei ihren Kindern. Ungewöhnliches Historienepos von Jean Jacques Annaud, der mit den Augen eines schweizer Weltenbummlers Saudiarabien erschließt.

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Kritikerrezensionen

  • Jean-Jacques Annauds Film erinnert auf angenehme Art und Weise an die Monumentalfilme längst vergangener Tage.
  • In den 30-Jahren ist der Frieden auf der arabischen Halbinsel in Gefahr, als in der neutralen Pufferzone zwischen zwei Fürstentümern Öl gefunden wird. Gegen den Willen des Sultans von Salmaah, der sich dem alten Arabien verpflichtet fühlt, lässt der Emir von Hobeika Öl fördern, wendet sich dem Konsum, aber auch dem Fortschritt des Westens zu. Als es zum Krieg kommt, müssen sich die Söhne des Sultans entscheiden … Jean-Jacques Annaud (“Der Name der Rose”), der große Bilder und Stoffe wie auch exotische Schauplätze liebt, setzt einen Roman des Schweizer Weltenbummlers Hans Ruesch um in ein großes Kinoabenteuer. Zu den Klängen von James Horners Musik wird mit Leidenschaft gelebt, gekämpft und geliebt, u. a. von Antonio Banderas, Mark Strong und Freida Pinto.
  • Jean-Jacques Annaud ist wahrscheinlich der bekannteste Filmregisseur Frankreichs. Mit Filmen wie „Der Name der Rose“ (1986) oder „Sieben Jahre in Tibet“ (1997) machte er sich weltweit einen Namen. Doch in den letzten Jahren ist es in Sachen großer Kinohits still geworden um Annaud. Mit „Black Gold“ soll sich das 2012 nun ändern.

    Die Entstehungsgeschichte von Annauds Abenteuermärchen ist fast schon spannender als das filmische Ergebnis. Man kann mit Bestimmtheit behaupten, dass wohl wenige andere Filme so lange in Planung waren wie „Black Gold“. Denn die eigentliche Idee für den Film entstand schon 1976 beim Dreh für „Krieg der Sterne“. Am Set von George Lucas‘ Science-Fiction-Film, der teilweise in Tunesien gedreht wurde, las der Produzent Tarak Ben Ammar einen Roman des Schweizer Autors Hans Ruesch mit dem Titel „Der schwarze Durst“. Der Roman faszinierte Ben Ammar so sehr, dass er ganze dreißig Jahre lang an seinem Traum festhielt eines Tages Rueschs Roman zu verfilmen. Allerdings war es für ihn als damals noch relativ unbekannter Produzent erst einmal schwierig einen Regisseur für das Projekt zu finden. Als der mittlerweile erfahrene Produzent vor nicht langer Zeit Annaud von seinem Vorhaben erzählt wird sein lange gehegter Traum endlich Wirklichkeit.

    Annauds Wüstenepos erinnert mit seinen beiden Stammesfürsten stark an die Geschichten aus 1001 Nacht, allerdings spielt sein Abenteuer in einer nicht allzu weit zurückliegenden Zeit. Neben dem märchenhaften Charakter dieser fiktiven Story erfährt der Zuschauer gleichzeitig ein Stück Geschichte der arabischen Welt. Denn die dreißiger Jahre der arabischen Halbinsel waren stark vom schwarzen Gold bestimmt.

    Im Zentrum des Abenteuers steht der junge Prinz Auda. Er ist hin und her gerissen zwischen seinen beiden Vätern und damit auch zwischen zwei Weltanschauungen. Sein leiblicher Vater Amar steht für die Tradition. Er lebt streng nach dem Koran, Ausländer und das Geld das sie mitbringen möchte er in seinem Reich nicht haben. Denn der Wohlstand ist für ihn nicht wichtig. Für ihn sind die wichtigsten Dinge des Lebens sowieso nicht mit Geld zu kaufen. Nesib hingegen steht für den Fortschritt, er vergleicht sich ständig mit der westlichen Welt und möchte endlich in der Weltwirtschaft mitspielen. Er möchte seinem Volk einen angemessenen und vor allem zeitgemäßen Lebensstandard bieten. Prinz Auda ist von einem gesunden Mittelweg der beiden Extreme überzeugt. Er sieht die Chance, die der Ölfund für sein Land bedeutet, allerdings muss für ihn dieser Fortschritt mit dem Glauben vereinbar sein. Doch ungeachtet seiner Ansichten wird er im Zuge des erneut entflammten Krieges vor die Wahl gestellt, für welchen seiner Väter er in den Krieg zieht.

    Im Laufe der Geschichte mausert sich der junge Prinz vom unauffälligen Bibliothekar zu einem König, der ganze Stämme und Völker anführt. Die Idee der Geschichte ist keine schlechte, allerdings zieht sich die Einführung der Story leider wie Kaugummi und daran können auch so hervorragende Schauspieler wie Antonio Banderas („Die Haut, in der ich wohne“) oder Mark Strong („The Guard“) wenig ändern. Das spannende letzte Drittel kommt einfach zu kurz. Schade, denn die Schlachtszenen in der Wüste sind mitreißend und imposant geworden. Vor allem wenn man bedenkt, dass Annaud auf computergenerierte Spezial-Effekte weitgehend verzichtet hat.

    Ein großes Lob gilt Tahar Rahim („Der Prophet“), der die Wandlung des jungen Prinzen vom Bibliothekar zum Kriegsführer zu jeder Zeit des Filmes glaubhaft darstellt.

    Fazit: Annauds Hommage an den Klassiker „Lawrence von Arabien“ ist nicht ganz geglückt. Hat das Abenteuer allerdings einmal Fahrt aufgenommen, bieten sich dem Zuschauer mitreißende Action-Szenen vor eindrucksvollem Wüstenpanorama, wie es David Lean nicht besser hätte darstellen können.
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