Bin ich schön? (1998)

Bin ich schön? Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Bin ich schön?: Faszinierende Beziehungsrhapsodie voller tiefsinniger Dialoge und spannender Figuren.

Die Anhalterin Linda läßt sich in Südspanien aufgabeln, die Reise beginnt: Mit dabei der attraktive Klaus, der die Trennung von der pragmatischen Franziska nicht verwinden kann, die diät- und kaschmirpulloversüchtige Rita und ihr dicker Mann Fred, die emotional überforderten Ehepartner Robert und Charlotte, das abgeliebte Paar Unna und Herbert, allesamt auf der Suche nach sich selbst, Liebe und Trost.

Spanien. Linda hält den Daumen in den Wind. Ein deutsches Auto hält an, der Fahrer, Werner, nimmt sie mit. Plötzlich wirft Linda ihre Handtasche aus dem Fenster. Später, im Hotel, verlangt Werner von ihr, daß sie ihn mit seinem Gürtel schlägt. Nebenan versucht währenddessen Klaus verzweifelt, seine Ex-Freundin Franziska telefonisch zu überreden, ihre Heimat zu verlassen und zu ihm zurück zu kommen. Doch die schöne Münchnerin lehnt ab. Sie steht kurz davor, Holger zu heiraten…

Die Anhalterin Linda läßt sich in Südspanien aufgabeln, die Reise beginnt: Mit dabei der attraktive Klaus, der eine Trennung nicht verwinden kann, die diät- und kaschmirpulloversüchtige Rita und ihr dicker Mann Fred, und noch viele mehr, allesamt auf der Suche nach sich selbst, Liebe und Trost. Faszinierende Beziehungsrhapsodie voller tiefsinniger Dialoge und spannender Figuren.

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Kritikerrezensionen

  • Doris Dörries grandioses Comeback! Nach dem Tod ihres Lebenspartners (und Kameramannes) Helge Weindler lag das Script zu “Bin ich schön?” zwei Jahre lang auf Eis. Modifiziert und mit der fast ursprünglichen Besetzung (Meret Becker wurde aus Termingründen durch Franka Potente ersetzt) wurde “Bin ich schön?” im letzten Herbst in Spanien und Deutschland verfilmt. Das Resultat zeigt die Autorin und Filmemacherin Doris Dörrie nicht nur im Zenit ihrer Schaffenskraft, sondern macht zudem exemplarisch deutlich, daß ihr Talent, komplexe narrative Erzählstrukturen mit visueller Stilsicherheit zu verbinden, derzeit im deutschen Sprachraum einzigartig ist. Hinzu kommt seine sinnliche Eleganz, die von tiefem Humanismus durchdrungen, nicht nur zufällig an Robert Altmans/Raymond Carvers Schicksalsrhapsodie “Short Cuts” erinnert. Doris Dörrie zählt gerade jetzt – und einmal mehr – zu den großen Hoffnungsträgern des deutschen Films. “Bin ich schön?” ist schlicht ein Meisterwerk.

    Schon von jeher hat Doris Dörrie ihre (Kurz-) Geschichten, z.B. “Mitten ins Herz”, “Männer”, “Geld” und “Paradies” als Ausgangspunkt für ihre Filmerzählungen genommen und sich damit nicht nur als engagierte Autorenfilmemacherin qualifiziert, sondern auch als Künstlerin, die diese Stoffe nicht nur film-technisch rekapituliert, sondern fürs Kino wieder neu erfindet. Für ihr aktuelles Werk hat sie aus ihren Büchern “Für immer und ewig” und “Bin ich schön?” diverse Geschichten kunstvoll miteinander verwoben und nuancenreich interpretiert. Episodenhafte Einblicke ins Leben der Generationen umspannenden Protagonisten wechseln ab mit entlarvenden Psychogrammen. Sensibel und klar, mitfühlend und satirisch, grotesk und lyrisch beschreiben die Geschichten auf ambivalente und zugleich sehr unterhaltsame Art und Weise was für ein eigensinniger, kleiner Muskel das Herz doch mitunter sein kann. Dadurch entsteht nicht zuletzt ein Gesellschaftsporträt, das durch die intim-individuelle Sichtweise mehr ist, als nur die Summe seiner Teile. Daß für das Gelingen eines solch vielfarbigen Tableaus die Unterstützung potenter Schauspieler von Nöten ist, liegt auf der Hand. Und so ist es kein Wunder, daß sich die Besetzung von “Bin ich schön?” wie ein Auszug aus dem “Who is Who” der deutschen Schauspieler-A-Liga liest: u.a. Senta Berger, Joachim Król, Gottfried John, Franka Potente, Iris Berben, Nina Petri, Uwe Ochsenknecht, Otto Sander, Maria Schrader, Anica Dobra – und als besonderer Besetzungs-Coup Dietmar Schönherr. Der Film beginnt und endet im südspanischen Almería, auf einer staubigen Landstraße in der Sierra Morena. Dort begegnen wir der verführerischen Linda (Franka Potente) zum ersten Mal, als sie sich als Anhalterin von einem deutschen Autofahrer aufgabeln läßt. Und wie sie werden auch wir auf eine Reise mitgenommen, die sich geographisch bald nach Sevilla, El Rocío und München verlagert und dabei immer deutlicher zu einer education sentimentale wird. Mit von der Partie in diesem Schicksalsreigen sind u.a. die pragmatische Franziska (Anica Dobra) und ihr schmachtender Ex-Lover Klaus (Steffen Wink), der sentimentale Autofahrer und Familienvater Bodo (Uwe Ochsenknecht), die emotional überforderten Ehepartner Robert (Joachim Król) und Charlotte (Nina Petri), die diät- und kaschmirpulloversüchtige Rita (Iris Berben) und ihr dicker Mann Fred (Oliver Nagele), das abgeliebte Ehepaar Unna (Senta Berger) und Herbert (Gottfried John) samt Unnas hinfälliger Jugendliebe David (Otto Sander) sowie Juan (Dietmar Schönherr), ein liebeskranker Witwer, der den Tod seiner Frau nicht verwinden kann. Das Sichbegegnen und Wiederauslassen, das Fremdgehen und Vertrautsein, das Sehnsuchtsverlangen und Alleingelassensein, der Anfang und das Ende, ziehen sich zentralmotivisch durch den Film – der tröstet, weil er unverstellt und ehrlich vom Leben erzählt. “Bin ich schön?” ist sicher eines der wenigen Kino-Highlights des Jahres, welches das ramponierte Image des deutschen Films erheblich aufpolieren wird. Außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen in Venedig gezeigt, kann man “Bin ich schön?” zum Filmstart im Herbst guten Gewissens Besucherzahlen jenseits der zwei Millionen Grenze prognostizieren. Verdient hat er es auf jeden Fall. ull.

Darsteller und Crew

News und Stories

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