Beim Leben meiner Schwester (2009)

Originaltitel: My Sister's Keeper
Beim Leben meiner Schwester Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (1)
  1. Ø 4.5

Filmhandlung und Hintergrund

Beim Leben meiner Schwester: Berührendes Drama über den Widerstand einer Elfjährigen, die mit ihrem Körper das Überleben ihrer krebskranken Schwester sichern muss.

Von Geburt an war Anna die Lebensversicherung für ihre krebskranke Schwester Kate. Doch als sie nach Blut, Zellen und Rückenmark auch eine Niere spenden soll, zieht das Mädchen vor Gericht, um Selbstbestimmung für ihren Körper einzuklagen. Damit rüttelt sie ihre ganze Familie auf, der bewusst wird, wie sehr sich Rollen, Bindungen und Gefühle durch die Konzentration auf Kate veränderten. Nur Mutter Sara lässt jedes Verständnis für Annas Widerstand vermissen, ahnt nicht, was wirklich hinter ihrer Weigerung steckt.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Regisseur Nick Cassavetes hat mit der Verfilmung des Romans „Beim Leben meiner Schwester“ von Jodi Picoult ein ergreifendes Drama geschaffen. Der Leidensweg einer Familie mit einer krebskranken Tochter wird so emotional erzählt, dass es an manchen Stellen sehr schwerfällt, die Tränen zurückzuhalten. Die Kraft der Gefühle entfaltet sich umso stärker, als Cassavetes ihnen auch nüchternen Realismus entgegensetzt. Dies ist kein Film, der auf eine bestimmte Wirkung schielt, sondern der sich in den Dienst seines schweren Themas stellt.

    Cameron Diaz spielt die Mutter Sara, eine erfolgreiche Anwältin, die wegen der kranken Tochter nicht mehr arbeitet. Sie widmet sich eisern dem Wohlergehen von Kate, und sie war auch die treibende Kraft hinter der genetisch passenden Zeugung von Anna. Dieses Mädchen, das eines Tages den aus der Werbung bekannten, von Alex Baldwin gespielten Anwalt Campbell Alexander aufsucht, wird von der aufgeweckten Abigail Breslin dargestellt.

    Dass ein elfjähriges Mädchen gegen die eigene Mutter vor Gericht antritt und von ihr im Zeugenstand befragt wird, könnte der Glaubwürdigkeit des ganzen Films leicht zum Verhängnis werden. Doch Cassavetes stellt den Prozess und andere Fragezeichen der Geschichte nicht in den Mittelpunkt. Er nähert sich mit vielen, von den Off-Kommentaren einzelner Familienmitglieder begleiteten Rückblenden und Momentaufnahmen dem Lebensgefühl dieser fünf Menschen an. Nicht nur Kate, wunderbar und zunehmend engelsgleich gespielt von Sofia Vassilieva, kämpft gegen den Tod, auch Sara, ihr Mann Brian, der jugendliche Bruder Jesse und die kleine Anna stehen im Dienst dieses Kampfes, denn die Krankheit ist zur Existenzfrage für die ganze Familie geworden.

    Cassavetes zeigt, wie die besorgte Sara nachts ans Fenster geht, als Kate von einem Date mit ihrem krebskranken Freund Taylor heimkommt, oder wie die Mutter im Krankenhaus sitzt, stumm, aufmerksam, die permanente Begleiterin ihrer Tochter. Die wunderbare Cameron Diaz ist in dieser Rolle zurückhaltend und setzt einen Kontrapunkt zu dem sehr emotionalen Geschehen. Nicht nur Anna gegenüber ist sie eher kühl, wirkt aber dennoch präsent und groß.

    Es gibt Stummszenen mit lachenden Gesichtern, Seifenblasen oder sich brechenden Wellen am Strand. Dazu lässt Cassavetes Popsongs erklingen. Wie der Regisseur den Abschied vom Leben als eine große Hymne darauf gestaltet, erinnert sogar an die Intensität des von Julian Schnabel inszenierten „Schmetterling und Taucherglocke“. Cassavetes verschont die Zuschauer aber nicht mit schrecklichen Bildern. Und er bleibt offen für die Wirklichkeit der Umgebung, die oft indifferent ins Bild strömt und die Spannung eher noch verstärkt.

    Fazit: Bewegendes Drama von Nick Cassavetes über ein Mädchen, das seiner krebskranken Schwester nach dem Willen der Eltern Knochenmark und Organe spenden soll.
  • Die Liebe, die Mädchen und der Tod: Cameron Diaz kämpft um das Leben ihrer krebskranken Tochter und bringt die Familie an den Rand des Abgrunds

    Eine zufriedene Familie sind die Fitzgeralds. Sara und Brian haben einen Sohn und eine Tochter und sind geschockt, als die zweijährige Kate an einer seltenen Form von Leukämie erkrankt. Da weder Bruder noch Eltern als Spender für die Kranke in Frage kommen, bekommt das Paar noch per künstliche Befruchtung ein Kind, das genetisch mit der Schwester übereinstimmt, um ihr das Leben zu verlängern – Anna. Über Jahre hinweg müssen die Schwestern Operationen und Krankenhausaufenthalte ertragen. Als 11jährige sagt Anna plötzlich Nein, sie will ihre Niere nicht hergeben und beauftragt sogar einen Anwalt (Alec Baldwin), um ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit durchzusetzen. Die Mutter ist empört und will sie zwingen, der Tod geweihten Kate zu helfen, die Familie steht vor dem Zerbrechen. Das bewegende Drama zieht nicht runter, sondern das schwierige Thema wird immer wieder durch komödiantische Momente aufgelockert und Kate (Sofia Vassilieva) verliebt sich sogar noch in einen jungen Krebspatienten, ein viel zu kurzes Glück. Nick Cassavetes macht keine rührselige Schnulze, sondern trifft mit dieser Familiengeschichte mitten ins Herz und scheut sich auch nicht, ungeschminkt und in aller Drastik den Verfall von Kate zu zeigen. Ganz stark kommt “Little Miss Sunshine” Abigail Breslin daher, die trotz Zuneigung zu ihrer Schwester, sich nicht umstimmen lässt. Warum, das ist die große Überraschung am Ende. Cameron Diaz spielt die Mutter, die gegen jede Logik alle Hebel in Bewegung setzt, um Kate zu retten und nicht merkt, wie das Mädchen irgendwann nicht mehr an Apparaten hängen will und die Familie leidet. Ein Film, der dem Tod nicht aus dem Weg geht und das Leben feiert. Es darf so richtig schön geweint werden. Und das tut gut.

    Margret Köhler.

Darsteller und Crew

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