Barbershop (2002)

Barbershop Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Barbershop: Dialogreiche Ensemblekomödie rund um einen afroamerikanischen Barbershop in Chicago im Stil von Spike Lees Viertelporträt "Do The Right Thing".

Über Jahrzehnte diente der kleine Friseurladen in der Innenstadt von Chicago als Kommunikations- und Klatschbasar ersten Ranges. Nun erbt Calvin (Ice Cube) den Laden von seinem Vater und ist wild entschlossen, das Geschäft, das ihm eigentlich nur Stress und Schulden bringt, an den stadtbekannten Miethai Wallace (Keith David) zu veräußern. Als ihn seine treuen Kunden schließlich von dem Vorhaben abbringen, ist es fast zu spät: Wallace plant bereits die Verwandlung in ein Bordell…

Do the Right Thing” lässt schön grüßen, wenn der politisch unbequeme Big-Apple-Chronist Spike Lee einmal mehr den vielfältigen Stimmen der Straße Kinogewicht verleiht.

Mehr schlecht als recht führt Calvin einen Barbershop in Chicago, der eher als “Kulturclub für schwarze Leute” Erfolg hat. Doch seine bunt gemischte Crew – der geschwätzige Eddi, der charismatische Ganove Ricky, der arrogante Collegestudent Jimmy, der einzige Weiße Isaac, die resolute Terri und ihr Verehrer Dinka – steht vor dem Aus, als Calvin den verschuldeten Shop verkaufen will.

Der Barbershop von Calvin in Chicago ist Nachrichtenbörse und Herz der Nachbarschaft. Eher schlecht als recht halten sich der Chef und seine Mannschaft, der alte Eddie, der kleine Ganove Ricky, der Student Jimmy, die umschwärmte Terri und Isaac, der einzige Weiße, über Wasser. Da beschließt Calvin, mehr aus seinem Leben machen zu wollen und lässt sich auf einen windigen Deal mit dem Kredithai Lester Wallace ein. Als aber seinem Laden das endgültige Aus droht, erkennt der Frisör den wahren Wert des kleinen Salons.

Calvins Barbershop ist zwar das Zentrum der Nachbarschaft, kann aber ihn und seine Mannschaft kaum über Wasser halten. Da beschliesst der nach höherem strebende Calvin, sich auf einen Deal mit dem Kredithai Lester Wallace einzulassen. Humorvoller Boxoffice-Hit aus den USA mit Rapper Ice Cube.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Profession des Friseurs hat von jeher den Ruf, nicht nur zum Haareschneiden da zu sein, sondern ihren Klienten auch ein offenes Ohr zum Seele ausschütten zu leihen. In der dialogreichen Ensemblekomödie mit Rapper Ice Cube geht man jetzt noch einen Schritt weiter: Der “Barbershop” in einem afroamerikanischen Viertel dient als Treffpunkt für die Nachbarschaft, wo neben dem neuesten Klatsch auch Kameradschaft geboten wird. Zunächst als limitiertes Genrekino eingestuft, erwies sich die frechsmarte Sozialkomödie am US-Boxoffice als große Überraschung und belegte nun bereits zum zweiten mal Platz eins der Charts.

    Calvin (Ice Cube) führt seit zwei Jahren mehr schlecht als recht den väterlich geerbten Barbershop in Chicago. In dem 1958 eröffneten Salon arbeitet eine bunt zusammengewürfelte Crew. Ein Unikum ist der Dienstälteste Eddie (Cedric The Entertainer, fungierte zuletzt als Lachlichtblick in “Serving Sara”), der zu allem eine Meinung hat – sei es O.J. (“Schuldig!), Rodney King (“Besoffen!”) oder Rosa Parks (“Überbewertet!”), die er gerne lautstark unters Volk bringt. Der charismatische Ricky hingegen ist ein ehemaliger Bad Boy, der jetzt versucht, unauffällig sein Geld auf ehrliche Weise zu verdienen, während der elitär-arrogante Collegestudent Jimmy (Sean Patrick Stewart aus “Save The Last Dance”) den Salon nur als Zwischenstation ansieht. Er zankt sich andauernd mit dem einzigen Weißen Isaac (Troy Garity), der sich als Homeboy sieht, von dem sich jedoch keiner die Haare schneiden lassen will. Als einzige Frau ist die resolute Terri (die Grammy ausgezeichnete Rapperin Eve in ihrem kompetenten Filmdebüt) tätig, die von ihrem Freund betrogen und von ihrem Kollegen Dinka (Leonard Earl Howze), einem gutherzigen westafrikanischen Immigranten, angebetet wird. Fügt man diesem originellen Haufen die ständig ein- und ausgehende afroamerikanische Kundschaft hinzu, ergibt sich ein facettenreicher Nachbarschaftskosmos, der an Spike Lees treffliches Viertelporträt in “Do The Right Thing” erinnert. Doch die geschäftige Idylle des “Kulturklubs für schwarze Leute” könnte demnächst ein Ende haben, da Calvin das Angebot des schmierigen Zuhältertypen Lester Wallace (Keith David) angenommen hat, den verschuldeten Shop zu verkaufen. Doch diesen Entschluss bereut er alsbald und sucht nun händeringend nach einer anderen Lösung.

    Regisseur Tim Story wartet in seinem Spielfilmdebüt mit einer stimmig-spritzigen Mischung aus unterhaltsamer Sozialstudie und humorvoller Moralfabel auf. Elemente aus den Seventies-Komödien “Car Wash” und “Samstagnacht im Viertel der Schwarzen” verhelfen dem Schwarzenschwank zu einem subtilen Siebziger-Jahre-Flair. Ice Cube glänzt in der Rolle des richtungslosen Träumers, der schließlich erkennt, dass Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt unbezahlbar sind. Für schlappe 15 Mio. Dollar realisiert, beweist die Komödie, ebenso wie der Siegeszug von “My Big Fat Greek Wedding”, dass das Publikum nicht mit geschmacklosen Bad-Taste-Witzchen abgespeist werden will, sondern greifbare Figuren und schlagfertig-cleverer Humor gefragt sind. ara.

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