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Baby (2002)

Baby Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Baby: Eine 15-Jährige verführt einen Freund ihres Vaters, wird schwanger - und ihr Vater zum Mörder.

Nachdem ein Autounfall ihre Frauen tötete, ziehen die Witwer Frank (Filip Peeters) und Paul (Lars Rudolph) im gemeinsamen Haushalt Franks kleine Tochter Lilli (Alice Dwyer) auf. Dreizehn Jahre später ist Lilli zum Teenager gereift, während Frank und Paul ihr kümmerliches Dasein als Kleinkriminelle im Rotlichtmilieu fristen. Als Lilli schwanger wird, verdächtigt der jähzornige Frank den schwarzen Pizzaboten Tommy, bringt ihn kurzerhand um und wandert ins Gefängnis. Lilli aber flieht mit Paul, dem wahren Vater, nach Holland. Als Frank aus dem Knast entwischt, nimmt er die Fährte der beiden auf.

Erstlingsregisseur Philipp Stölzl, zuständig bislang für Musikvideos von Madonna bis Westernhagen, serviert beim Kinodebüt eine lakonisch erzählte Liebesgeschichte von archaischer Durchschlagskraft.

Als die 15-jährige Lilli Paul, einen Freund ihres Vaters Frank verführt und von ihm schwanger wird, setzt sie eine tragische Kette von Ereignissen in Gang: Im Affekt erschlägt Frank einen vermeintlichen Liebhaber Lillis und landet im Gefängnis. Lilli und Paul fliehen an die holländische Küste, wo sie Frank nach seinem Ausbruch aufspürt.

Aufgrund eines Unfalls verliert die kleine Lilli ihre Mutter. So wächst das Kind bei ihrem Vater Frank und dessen besten Freund Paul auf. Jahre später, die beiden Männer arbeiten in einem Nachtclub und halten sich mit kleinkriminellen Geschäften über Wasser, steht Lilli vor dem Schulabschluss – und dem Erwachsenwerden. Aus einer Laune heraus verführt sie Paul und wird schwanger. Frank meint in Lillis farbigem Liebhaber Tommy den Vater zu erkennen und tötet diesen im Affekt. Der Beginn einer Kette von Katastrophen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Unter den kleinen, deutschen Independent-Produktionen, die dieser Tage das Licht der Leinwand erblicken, darf man auf das Kinodebüt von Philipp Stölzl besonders gespannt sein. Hat sich Stölzl doch als Produzent von Clips für Westernhagen, Die Ärzte und sogar Madonna in der Musikbranche einen angesehenen Namen gemacht. Sein “Baby” lässt auf visueller Ebene die Dramatik seiner Arbeiten für Rammstein oder Evanescene erkennen und reiht sich mit seiner düsteren, hochproblematischen Geschichte in den aktuellen Trend, kein noch so tragisches Schicksal von der Leinwand fernzuhalten. Dabei dürfte Stölzls verblüffend leichtfertiger, lakonischer Umgang mit diesen Schicksalsschlägen sein Publikum in erster Linie polarisieren.

    Zwei Freunde, Frank (der Belgier Filip Peeters, “Der Felsen”) und Paul (Lars Rudolph), verlieren zeitgleich ihre Ehefrauen durch einen Unfall. Franks Tochter Lilli (beeindruckend: Alice Dwyer aus “Lichter”) wächst daraufhin in den tristen asozialen und verarmten Verhältnissen der zwei kleinkriminellen Männer auf. 13 Jahre später: Lilli entpuppt sich als durchtriebene Lolita, manipulativ und rücksichtslos, hat ihre ersten Liebeleien, mit denen der jähzornige Vater schwer zurechtkommt. Dann ist der frühreife Teenager schwanger, offensichtlich, nachdem sie ihren Zweitvater Paul verführt hat! Frank, ahnungslos, hält einen jungen Freund der Tochter für den “Verursacher”, erschlägt diesen und landet im Knast. Als denkbar undenkbares Liebespaar reisen Lilli und Paul nach Holland, ursprünglich um eine Abtreibung vorzunehmen. Frank gelingt der Ausruch aus dem Gefängnis, er verfolgt das Paar, für das eine ziellose Odyssee ohne Perspektive beginnt.

    Harter Tobak. Seine “White Trash”-Charaktere allerdings lässt Stölzl diesen mit einer erstaunlichen Fassung und Leichtigkeit ertragen, die er ihrem lebenslangen Dasein am Rande des Abgrunds und sogar einer 15-Jährigen zuschreibt. Die Verbrüderung von Tragik und Humor war schon immer eine Spezialität von Schauspieler Lars Rudolph, hier in der Rolle des Zweitvaters, der den Film einmal mehr mit seiner bisweilen nervenden Skurrilität dominiert. Gleichzeitig beeindruckt Stölzls Umgang mit den visuellen Mitteln, mit denen er jegliche Konventionen umgeht. Der Regisseur findet düstere, seelenlose und atmosphärische Cinemascope-Bilder von rauher Naturgewalt und ästhetischer Stringenz, lässt diese unsanft mit den Gesichtern seiner Figuren aneinanderprallen, ebenso wie die Genres, zwischen denen er sich bewegt. Roadmovie, Krimi oder Komödie, schwerste menschliche Schicksale und nicht weniger Elend, als das Kino von Lars von Trier oder Ken Loach ertragen könnte – vielleicht ein bisschen zu viel, was Stölzl seinem “Baby” hier aufbürdet. cm.

Darsteller und Crew

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