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Aus der Tiefe des Raumes ... mitten ins Netz! (2004)

Originaltitel: Aus der Tiefe des Raumes
Aus der Tiefe des Raumes ... mitten ins Netz! Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Aus der Tiefe des Raumes ... mitten ins Netz!: Skurrile, liebenswert-schrägen Hommage an die Fußball-Legende Günter Netzer um einen Tippkickspieler und seine zum Leben erwachte Figur.

In einem rheinischen Kleinstädtchen in den 60er Jahren verändern eines Tages gleich drei einschneidende Ereignisse die bislang vorhersehbare Existenz des schüchternen Hans Günter (Arndt Schwering-Sohnrey). Erst qualifiziert er sich für die nationale Tipp-Kick-Endausscheidung, dann landet er im Bett mit der hübschen Fotografin Marion (Mira Bartuschek). Schließlich erwacht auch noch seine Tipp-Kick-Figur mit der Rückennummer 10 zum Leben, wächst zum properen Herren (Eckhard Preuß) heran und wird ein Fußballprofi. Und was für einer.

Theaterregisseur Gil Mehmert widmet sein skurril-fantastisches Kinodebüt der Fußball-Legende Günter Netzer.

In einer verschlafenen rheinischen Provinzstadt der 60er Jahre erlebt der schüchterne Hans Günter an einem Abend gleich zwei Triumphe. Er qualifiziert sich für die deutsche Tipp-Kick-Meisterschaft und landet im Schlafzimmer der hübschen Fotografin Marion. Gleichzeitig verwandelt sich sein Tipp-Kick-Männchen mit der Rückennummer 10 in eine lebende Person!

Der schüchterne Hans Günter erlebt in einer Provinzstadt der 60er Jahre eines Abends gleich zwei Triumphe: Zunächst qualifiziert er sich für die deutsche Tipp-Kick-Meisterschaft, und dann landet er im Bett der hübschen Fotografin Marion. Gleichzeitig passiert das Unfassbare: Sein mit Liebe präpariertes Spielzeug-Männchen fällt in die Badewanne und verwandelt sich dank Marions Foto-Chemikalien-Mix über Nacht in eine lebende Person! Günter, so nennt ihn sein Ziehvater, reift zu einem hochbegabten Fußballer heran.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit der skurrilen, liebenswert-schrägen Hommage an die Fußball-Legende Günter Netzer präsentiert Theaterregisseur Gil Mehmert sein gelungenes Kinodebüt. Dabei überzeugt Arndt Schwering-Sohnrey als schüchterner Nobody, während sein fleischgewordenes Tipp-Kick-Männchen Eckhard Preuß durch seinen einprägsamen Look im Gedächtnis bleibt. Wer Kino abseits des Mainstreams liebt und sich gerne einmal auf einen wirklich fantastischen Plot einlässt, der liegt bei diesem gutgelaunten Erwachsenenmärchen goldrichtig.

    Ob als “Rasendirigent” oder “Schnellblubberwaffe”, “Standfußballer” oder Fernseh-Philosoph, Günter Netzer gehört unbestreitbar seit über 40 Jahren zu den schillerndsten Figuren der oft drögen Fußballwelt. 1974 postulierte der Literaturwissenschaftler Karl-Heinz Bohrer, der Mann mit der Schuhgröße 47 käme “Aus der Tiefe des Raumes” und verwandele mit seinem genialen Spiel “Geometrie in Energie”. Derart eklatanter Sprachwahnsinn muss geradezu für die Nachwelt erhalten werden, und so betitelte Gil Mehmert folgerichtig sein Langfilm-Debüt mit diesen weisen Worten. Dabei wählt der versierte, international tätige Bühnenregisseur, der hier auch fürs Drehbuch verantwortlich zeichnet, einen ziemlich ungewöhnlichen Plot, um dem fußballernden Frisurenwunder seinen Tribut zu zollen: In einer verschlafenen rheinischen Provinzstadt der 60er Jahre erlebt der schüchterne Hans Günter an einem Abend gleich zwei Triumphe. Er qualifiziert sich zunächst für die deutsche Tipp-Kick-Meisterschaft und landet anschließend im Schlafzimmer der hübschen Fotografin Marion. Gleichzeitig passiert das Unfassbare: Sein mit Liebe präpariertes Tipp-Kick-Männchen mit der Rückennummer 10 fällt in die Badewanne und verwandelt sich dank Marions Foto-Chemikalien-Mix über Nacht in eine lebende Person! Günter, so nennt ihn sein Ziehvater, reift zu einem stattlichen jungen Herren heran, der im örtlichen Fußballteam reüssiert. Schon bald wird klar, dass der blondgescheitelte Günter zu Höherem geboren ist und auf dem Rasen noch Großes vorhat.

    Mit “Aus der Tiefe des Raumes” gelingt Mehmert ein witziges, eigentümliches, völlig überraschendes Erwachsenenmärchen, das so manche Filmfans vor den Kopf stoßen, andere aber begeistern wird. Schließlich spricht beispielsweise Günter-Darsteller – Mehmerts Bühnen-Weggefährte Eckhard Preuß – über weite Strecken kein Wort und sieht zunächst aus wie eine Mischung aus den Kraftwerk-Jungs und der Countertenor-Kunstfigur Klaus Nomi, später dann, mit blonder Langhaarperücke, wie ein kräftiger Dieter Thomas Kuhn. Ihm gegenüber funktioniert Arndt Schwering-Sohnrey (“Good Bye, Lenin!”) als tollpatschiger Tipp-Kick-Verrückter, der doch mit dem schönsten Mädchen, der süßen Mira Bartuschek aus “Ganz und gar”, vom Platz geht, ganz vorzüglich. Die sympathische, entspannte Liebeserklärung an alle Underdogs packt “Baader”-Kamerafrau Bella Halben in stimmungsvoll-stimmige Bilder, die dem Werk zusammen mit dem Sixties-Soundtrack und der authentischen Ausstattung das richtige Kleinstadt-Feeling jener Jahre verleihen. Ein schönes Langfilm-Debüt der Münchner Produzenten Philipp Budweg und Johannes Schmid, deren Firma mit dem originellen Namen “schlicht und ergreifend” die Philosophie “Mit wenig viel und intensiv erzählen” vertritt. Genau – und weiter so! geh.

Darsteller und Crew

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