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Auf dem Weg zur Schule (2013)

Originaltitel: Sur le chemin de l'école
Auf dem Weg zur Schule Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Auf dem Weg zur Schule: Ein französischer Dokumentarfilm als informatives, emotionales und unterhaltendes Plädoyer für die Chance auf Bildung.

Jungen und Mädchen aus vier verschiedenen Ländern – Kenia, Marokko, Indien und Argentinien – haben eines gemeinsam, einen gefährlichen und langen Schulweg, zwischen vier und 22 Kilometern. Das schreckt sie nicht ab, denn sie wollen mit aller Kraft eine gute Ausbildung, denn die kann ihnen ein anderes, ein besseres Leben eröffnen. Diese Hoffnung gibt ihnen Energie, sie überwinden Hindernisse und Ängste. Und sie bleiben trotz allem Kinder, die ihren Spaß haben wollen.

In Kenia, Marokko, Indien und Argentinien haben vier Kinder eines gemeinsam: einen gefährlichen Schulweg. Ein französischer Dokumentarfilm als informatives, emotionales und unterhaltendes Plädoyer für die Chance auf Bildung.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (1)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sie leben mit ihren Familien in entlegenen Gebieten und nehmen große Mühen auf sich, um lernen zu dürfen. Die Kinder, die der Dokumentarfilm "Auf dem Weg zur Schule" porträtiert, erweitern ihrerseits den Horizont des Publikums: Sie beeindrucken tief mit ihrer Zielstrebigkeit und der Energie, mit der sie das alltägliche Abenteuer Schulweg meistern. In seinem Kinoregiedebüt zeigt der französische Dokumentarfilmer Pascal Plisson, welch überraschenden Stellenwert Schulbildung gerade bei Kindern genießt, für die sie nicht selbstverständlich ist. Sein außergewöhnlicher Film erscheint gerade auch für ein Kinderpublikum ideal.

    Die Dramaturgie verläuft bei allen Porträts gleich. Zunächst wird der kindliche Protagonist im Kreis seiner Familie vorgestellt, die ihm einen guten und sicheren Schulweg wünscht. Dann begleitet die Kamera im ständigen Wechsel jedes der Kinder und zeigt typische Gefahren und Hindernisse gebündelt auf. Die Dialoge der Kinder mit ihren Familien, ihren Geschwistern oder Freunden sind synchronisiert. Durch diese Eigenschaften wirkt die Dokumentation anfangs irritierend inszeniert. Aber dann taucht man tief in die Realität vor Ort ein, denn die Strapazen der Kinder sind so unglaublich, dass sie nur authentisch sein können.

    Jackson in der kenianischen Steppe, Zahira in den Bergen Marokkos und Carlito in der Weite Patagoniens sind stundenlang ganz auf sich gestellt: Weit und breit ist kein Mensch in Sicht, der sie rufen hören könnte. Jackson und seine jüngere Schwester queren als Langstreckenläufer mit den Wasserkanistern für den Tag das Elefantengebiet – dort werden jedes Jahr mehrere Kinder von den Tieren getötet. Auch die Brüder des an Kinderlähmung erkrankten Inders Samuel strengen sich körperlich sehr an: Der klapprige, selbstgebaute Rollstuhl mit dem Jungen muss über holprige Feldwege und durch einen Fluss geschoben werden.

    Wenn die Kinder am Schluss ihre Zukunftsträume schildern, wirken diese zwar weit, aber nicht mehr zu weit hergeholt. Den Erfolg hätten sie sich mehr als die meisten anderen aus eigener Kraft verdient.

    Fazit: Der bewegende, empfehlenswerte Dokumentarfilm "Auf dem Weg zur Schule" plädiert mit seinen kleinen Protagonisten, die lange und gefährliche Wege zum Unterricht meistern, eindringlich für das Recht auf Bildung.
  • Dokumentarfilm über vier Kinder und ihren schwierigen Schulweg in Marokko, Indien, Argentinien und Kenia.

    Egal, wo auf der Welt, der Wille zum Lernen ist groß, Bildung der Schlüssel zu einem besseren Leben. Der elfjährige Jackson und seine Schwester Salome brechen von einem kleinen Dorf in Kenia jeden Morgen auf zu einem 15 Kilometer langen Fußmarsch durch die Savanne in die Schule, treffen auf Giraffen- und Zebraherden, aber auch schon mal auf eine unberechenbare Elefantenformation. Die zwölfjährige Zahira steigt nach einem Wochenende bei der Familie im marokkanischen Atlasgebirge mit ihren beiden Freundinnen und einem Huhn in der Tasche 22 Kilometer durch unwegsames Gelände, um eine Woche in der Schule zu verbringen, der elfjährige Carlito aus Patagonien in Argentinien reitet täglich mit seiner kleinen Schwester eineinhalb Stunden, um am Unterricht teilzunehmen, der 13jährige Samuel am Golf von Bengalen sitzt im Rollstuhl, seine drei Brüder transportieren ihn unter Mühen zum Schulort.

    Die vier aus kindlicher Perspektive erzählten Geschichten und Abenteuer schachtelt Pascal Plisson ineinander zu einem informativen und bunten Kaleidoskop über Alltag und Lebensbedingungen von Kids, die vieles auf sich nehmen und von den Möglichkeiten ihrer Gleichaltrigen in Europa nur träumen können. Trotz aller Komplikationen bleiben sie Kinder, die ihren Spaß haben wollen. Die sympathischen und mutigen Protagonisten und ihre Wünsche wie eine Ausbildung zum Piloten oder Arzt wachsen dem Zuschauer schnell ans Herz. Bewundernswert die Energie, mit der sie ihr Ziel verfolgen, aus Armut und beschränkten Verhältnissen herauszukommen. Sie sind bereit Berge zu versetzen, um in die Schule gehen zu können. Auch wenn der Film ohne pädagogischen Zeigefinger die harte Realität nicht ausspart, sollte er für Diskussionsstoff sorgen und Interesse bei einem sehr jungen Publikum für ihre Altersgenossen in fernen Ländern wecken, vor allem wegen Humor, Situationskomik und fantastischen Landschaftsaufnahmen. Ein gefühlvolles Plädoyer für das Recht auf Bildung. mk.

Darsteller und Crew

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