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Arlington Road (1998) Film merken

Arlington Road Poster

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Filmhandlung und Hintergrund

Arlington Road: Spannender Thriller um einen Lehrer, der im netten Nachbarn einen Terroristen vermutet.

Am College warnt Geschichtsdozent Faraday vor rechtsextremen Staatsfeinden. Zuhause, in einer Vorortidylle Washingtons, glaubt er solche Elemente in seinen Nachbarn entdeckt zu haben. Obwohl diese das Bild friedlich-spießigen Durchschnitts vermitteln, beginnt Faraday in deren Vergangenheit zu wühlen und bringt damit sich und seine Familie in Lebensgefahr.

Geschichtsdozent Faraday, der seine Frau bei einem Einsatz gegen potentielle Staatsfeinde verlor, warnt seine College-Studenten immer wieder vor den Gefahren rechtsradikaler Gruppierungen. Genau diese Elemente glaubt er schließlich in seinen Nachbarn in der Vorort-Idylle von Washington entdeckt zu haben. Doch nicht einmal Faradays Freundin glaubt dessen Theorie, daß sich hinter dem netten Familienvater Oliver Lang ein Bombenleger verbirgt. Als der Professor beginnt, Nachforschungen anzustellen, begibt er sich in höchste Lebensgefahr.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • "Arlington Road" ist, um es kurz auszudrücken, ein wirklich böser Film. Man ist sich nie sicher, ob Babyface Tim Robbins der Mörder ist, für den ihn Farraday hält, oder ob diese Vorstellung nur in der Phantasie des Professors existiert- ausgelöst durch seine Trauer, seine Ängste, seinen Neid und auch seinen Job. Jeff Bridges und Tim Robbins liefern sich ein Schauspielduell par excellance,

    Der Eine wirkt durchgeknallt, der andere äußerst bedrohlich. Unterstrichen wird dies durch die stilistisch grandiose Kameraführung, die Bildeffekte, den düsteren Soundtrack und das bittere Finale.
    Auch wenn es viele kleine unlogische Macken gibt, man muss sich schon über die zufälligen Begegnungen der Langs mit Professor Farraday wundern, wenn dieser gerade mal wieder am rumschnüffeln ist.

    Und so ist dieser Film doch ein überaus gelungener Psycho-Thriller mit Hang zur sarkastischen Gesellschaftssatire, der den Zuschauer spätestens in der zweiten Hälfte an den Sitz fesselt und in der letzten halben Stunde kaum noch zu Atem kommen lässt.

    Fazit: Überaus gelungener und spannender Thriller für Freunde des Paranoia Kinos.
  • Schon in Ed Zwicks “Ausnahmezustand” war die Erschütterung des inneren Friedens Amerikas im Grunde hausgemacht, nur scheinbar importiert. Im Thriller “Arlington Road” kommt die Bedrohung unzweifelhaft von innen, entlädt sich der Frust regierungsenttäuschter guter Amerikaner in Terrorakten, die ein Collegedozent, zwischen berechtigtem Mißtrauen und Paranoia treibend, zu verhindern versucht. Konventionell entfaltete, zur Überzeichnung neigende Kinounterhaltung, die aber Spannung zu erzeugen versteht und mit seltener Kompromißlosigkeit endet.

    Nach einem das zentrale Thema Derangement illustrierenden Vorspann kommt “Arlington Road” mit seinen ersten Bildern gleich auf den Punkt – auf die Beerdigung der Utopie amerikanischer Vorstadtidylle. Ein blutender Junge stolpert durch den im Titel erfaßten Vorort von Washington, der nicht nur dem berühmten Heldenfriedhof, sondern auch subversiven Elementen eine Heimat bietet. Das glaubt zumindest Geschichtsdozent Faraday (überemotional und damit manchmal anstrengend: Jeff Bridges), der den verletzten Jungen ins Krankenhaus bringt. Dessen Eltern, die Langs (Tim Robbins, Joan Cusack), die in unmittelbarer Nähe zu Faradays Haus eingezogen sind, wirken freundlich und vertrauenswürdig, bis Oliver Lang immer größeren Einfluß auf Faradays Sohn gewinnt, und der Dozent nicht zuletzt aus verdrängter Eifersucht Unregelmäßigkeiten in der Biografie seines Nachbarn zu recherchieren beginnt. Die Gemeinsamkeit beider Väter ist augenscheinlich die Enttäuschung über ein Amerika, in dem sich niemand mehr sicher fühlen kann, genauer betrachtet aber eine Paranoia in verschiedenen Entwicklungsstadien. Fühlt sich doch Lang von der Regierung, Faraday aber, der vor kurzem seine Frau, eine FBI-Agentin, bei einem aus der Kontrolle geratenen Einsatz gegen potentielle Staatsfeinde verlor, von rechten Fanatikern und Terroristen verfolgt. Zweifel an des Lehrers Theorie, daß sein Nachbar ein gefährlicher Bombenleger sein könnte, hegt Faradays Freundin, nicht aber der Film. Von Beginn an zeichnet Regisseur Mark Pellington die nette Nachbarsfamilie mit einem Zug von Dämonie (die älteste Tochter ist besonders “creepy”), so daß Faradays Feldzug gegen sie für den Zuschauer stets begründet scheint. Der nicht gerade subtile Höhepunkt ist dabei ein ausgelassenes Verschwörer-Barbecue im Nachbarhaus, bei dem sich Faraday (wie einst Mia Farrow in “Rosemary’s Baby”) von dunklen Mächten umzingelt fühlt. Ernsthafte Charakterporträts von menschlichen Zeitbomben bietet “Arlington Road” somit nicht, wohl aber einen Thriller im Geiste von Alan J. Pakulas “Gewagtes Spiel”, der weniger von seiner Glaubwürdigkeit als seiner Spannung lebt. Und im Finale seine Berechenbarkeit auf den Kopf stellt. kob.

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