Anleitung zum Unglücklichsein (2012)

Filmhandlung und Hintergrund

Heiter-melancholische Liebeskomödie über eine Kreuzberger Kneipenwirtin die vom Glück träumt, aber für die das Glas immer nur halb voll ist.

Glück ist ein flüchtiger Begleiter und manche merken das Glück an ihrer Seite überhaupt nicht. Zu dieser Kategorie zählt Single Tiffany. Sie ist hübsch, intelligent und führt erfolgreich einen Feinkostladen und Kneipe in Berlin-Kreuzberg. Statt sich des Lebens zu freuen, findet sie immer ein Haar in der Suppe und ihr Liebesmodus tendiert gegen Null. Tauchen mal potenzielle Kandidaten wie ein smarter Polizist oder ein charmanter Fotograf auf, surft die Bedenkenträgerin auf der Skepsis-Welle. Und mütterliche Ratschläge aus dem Jenseits zum Liebesleben stören ganz gewaltig. Die junge Frau ist das beste Beispiel für Paul Watzlawicks noch immer gültige These, dass man sich meistens bei der Glückssuche selbst im Weg steht. Doch irgendwann packt die “durchschnittliche Neurotikerin” das Schicksal bei den Hörnern. Und nicht nur sie ist happy, auch der Zuschauer, der ihr emotionales Auf und Ab mit Spannung verfolgt.

Mit Ironie und Witz verfilmt Sherry Hormann Watzlawicks gleichnamigen Bestseller und zeigt dabei in unterhaltender Form und ohne peinliches “positive thinking”, dass Vermeidung gefürchteter Situationen und Verdrängung alles nur noch schlimmer machen. Johanna Wokalek, die in dieser melancholischen Komödie an die zauberhafte junge Sophie Marceau erinnert, spielt den hinreißenden Trauerkloß, der sich abschottet und für den das Glas des Lebens nur halb voll ist, in einer Mischung aus Verletzbarkeit, Fragilität und Durchsetzungsvermögen, wirft nach und nach wie ein Schmetterling den Kokon ab und befreit sich von Ängsten. Nicht nur sie meistert die Rolle mit Bravour, auch Mitstreiter wie David Kross als autistischer Gemüseschnitzer, Iris Berben als lautes Muttertier und Richy Müller als Klavierlehrer mit amouröser Vergangenheit sind nicht ohne. Ein Ensemblefilm, bei dem die Chemie zwischen allen großartigen Schauspielern stimmt. Wie bei guten Komödien liegen Lachen und Weinen nahe beieinander. Michael Gwisdek als Tiffanys Vermieter beginnt den Film mit den Worten: “Wer immer Ihnen eine Kinokomödie versprochen hat, ich muss Sie warnen – dies ist keine Komödie”. Ob er Recht hat, das sollte das Publikum mit großem Spaß herausfinden. mk.

Single Tiffany ist hübsch, intelligent und führt erfolgreich einen Feinkostladen in Berlin-Kreuzberg. Doch statt sich des Lebens zu freuen, findet sie immer ein Haar in der Suppe und ihr Liebesmodus tendiert gegen Null. Tauchen mal potenzielle Kandidaten wie ein smarter Polizist oder ein charmanter Fotograf auf, steht sich die Bedenkenträgerin selbst im Weg. Und mütterliche Ratschläge aus dem Jenseits stören gewaltig. Doch irgendwann packt die “durchschnittliche Neurotikerin” das Glück bei den Hörnern.

Eine junge Berlinerin aalt sich in ihrer Lebenslethargie, beschließt aber, ihrem Liebesglück doch noch selbst auf die Sprünge zu helfen. Tragikomödie mit Herz auf dem rechten Fleck nach dem Sachbuch von Paul Watzlawick.

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