Amy Foster - Im Meer der Gefühle (1997)

Originaltitel: Swept from the Sea
Amy Foster - Im Meer der Gefühle Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Amy Foster - Im Meer der Gefühle: Poetisch pompöse, ein wenig oberflächliche Literarturverfilmung mit exzellenter Kameraarbeit.

Das verschlossene Dienstmädchen Amy, von den anderen wegen eines Mißverständnisses verachtet und gemieden, verliebt sich in den ans Land gespülten Schiffbrüchigen Yanko, einen ukrainischen Matrosen. Auch ihm schlägt der Haß der kleinkarierten englischen Gesellschaft entgegen. Allen Widerständen zum Trotz heiraten die beiden Außenseiter, doch ihr Glück ist nicht von Dauer.

Cornwall, um 1890: Amy Foster arbeitet als Dienstmagd auf einer Farm. Von Natur aus scheu und introvertiert, von der Familie verstoßen, findet sie kaum Anschluß unter den Dorfbewohnern. Nur dem Ukrainer Yanko Goorall, einem Schiffbrüchigen, der bei den bigotten Bauern ebenfalls auf heftige Ablehnung stößt, fühlt sie sich nahe. Die beiden verlieben sich. Als Amy und Yanko ihre Gefühle auch in der Öffentlichkeit zu zeigen beginnen, fühlen sich die Einheimischen provoziert – mit fatalen Folgen.

Das Kindermädchen Amy verliebt sich in einen ukrainischen Matrosen. Allen Widerständen zum Trotz heiraten die beiden Außenseiter, doch ihr Glück ist nicht von Dauer. Poetisch pompöse, ein wenig oberflächliche Literarturverfilmung mit exzellenter Kameraarbeit.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die beiden ansehnlichen Jungschauspieler Vincent Perez (“The Crow – Die Rache der Krähe”) und Rachel Weisz (“Außer Kontrolle”) mimen in der poetisch pompösen Literarturverfilmung ein zum Außenseitertum verdammtes Liebespaar im England des 19. Jahrhunderts. Regisseurin Beeban Kidron (“To Wong Foo, Thanks for Everything! Julie Newmar”) reiht Szene um Szene voll altgedienter Symbolkraft aneinander, was dank der exzellenten Kameraarbeit einen ästhethischen Bilderreigen ergibt. Dem inhaltlichen Fokus fehlt es hingegen ein wenig an engagierender Tiefenschärfe.

    Das Drehbuch basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Joseph Conrad und unschwer erkennt man in der Geschichte des stillen, verschlossenen Dienstmädchens Amy (Weisz), das mit dem ukrainischen Schiffbrüchigen Yanko (Perez) eine in ihrer bigotten Umwelt Mißfallen erregende Union eingeht, ähnliche Motive und tragische Züge wie in der letzten Conrad-Verfilmung “Victory”. Hier wird die Lovestory im Flashback aus der Perspektive des Landarztes Dr. Kennedy (Ian McKellen) erzählt, der eine tiefe, zunächst unerklärliche Abneigung gegen Amy hegt. Im Laufe der etwas zähflüssigen Erzählung erfährt man den Grund für seine Haltung, auch wenn dieses Mißverständnis offensichtlich Jahre vorher aufgeklärt werden hätte können. Auch der Haß, der Amy von ihrer Umgebung entgegengebracht wird, kann von Beeban Kidron nie ganz schlüssig präsentiert werden. Der nach einem Schiffsunglück an Land gespülte Yanko wird von den Dorfbewohnern wie ein Paria behandelt, so daß die beiden eigentlich in den Augen der anderen perfekt zueinander passen sollten. Doch Yanko wird für seine zarte Liebe von einem Mob aufgebrachter Bürger fast zu Tode geprügelt. Allen Widerständen zum Trotz heiraten die beiden Outcasts schließlich, doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer.

    Trotz der Zerbrechlichkeit der dargestellten Emotionen und Bande hält sich die Regisseurin nicht mit Subtilität auf: viele der Szenen spielen sich nicht nur im Regen mit Blitz und Donner ab, und auch sonst wird nicht an Pathos gespart. Das erste Zusammentreffen der Liebhaber, in dem Amy dem geschundenen Yanko die Füße wäscht und ihm Wasser und Brot reicht, ist vollgepfropft mit religiösen Implikationen, die angesichts der doch eher bescheidenen Liebe der beiden Protagonisten ein wenig fehl am Platze wirken. Entsprechend bedient sich Kidron bei Amys Regentanz und Yankos Emporheben ihres Sohnes gen Himmel einer Filmsprache der wenig originellen Art, wobei der bombastisch-sentimentale Score von John Barry (“Jenseits von Afrika”) dazu beiträgt, den salbungsvollen Ton der Produktion hervorzuheben. Die beiden fähigen Schauspieler Perez und Weisz versuchen das Beste aus dem schwierigen Material zu machen und geben trotz der fehlgeleiteten Regie, die auf die Trommeln schlägt, wenn leise Töne gefragt wären, ein durchaus glaubhaftes Liebespaar ab. Insgesamt entsteht ein gefälliges, trotz seines niedrigen Budgets sehr ansehnliches Liebesepos, das ein wenig zu fieberhaft bemüht ist, romantische Emotionen zu wecken. Aber nach dem Erfolg von “Titanic”, “Romeo & Julia” und dem zu erwartenden Erfolgslauf von “Große Erwartungen” könnte sich das Publikum auch mit dieser Feier der großen Emotionen durchaus anfreunden. ara.

Darsteller und Crew

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